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Kürzliche Beiträge
23. August 2013, 13.52 Uhr:

Iran: Antisemitische Propaganda gegen jüdische Organisationen

von Wahied Wahdat-Hagh

Mashreghnew veröffentlichte am 22. August 2013 einen Artikel mit dem Titel „Die zionistischen Amerikaner“. Dieser Artikel widerspiegelt den puren Antisemitismus der iranischen Staatsdoktrin.

Die ideologische Zielsetzung des Artikels sollte die Europäer nachdenklich machen. Denn es wird behauptet, dass nur zionistische Kreise ein Interesse an Sanktionen gegen den Iran haben. Jüdische Organisationen werden zu den Schuldigen erklärt, die die Sanktionen gegen den Iran zu verantworten haben. Sie würden die US-Regierung und die europäischen Regierungen zwingen sich gegen eine Normalisierung der US-amerikanisch-iranischen Beziehungen auszusprechen. Es wird höchste Zeit, dass die europäischen und die US-amerikanische Regierungen deutlich machen, dass nicht die „Zionisten“ verantwortlich sind für die Sanktionspolitik.

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23. August 2013, 00.19 Uhr:

Von Halabja nach Ghouta

von Thomas von der Osten-Sacken

Ghouta, Syrien 2013.

Zwei Stimmen.

Ein Experte aus der Schweiz:

Es gibt sehr viel Videomaterial, das eindrücklich ist. Mehr als ein Dutzend Clips zeigen klar die Gesichter der Opfer mit typischen Symptomen von Nervenkampfstoffen. Im vorliegenden Fall kann ich mir nur schwer etwas anderes als einen Nervenkampfstoff vorstellen.

(Quelle: “>http://www.derbund.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Etwas-anderes-als-Nervengas-ist-nur-schwer-vorstellbar/14239971/print.html)

Und einer aus England:

Alastair Hay, another former weapons expert, who investigated the aftermath of the Halabja attack, when up to 5,000 people were gassed in Iraqi Kurdistan by Saddam Hussein’s forces in 1988, said: “I’m struck by the appearance of the victims and the absence of any signs of trauma. This suggests some powerful asphyxiant. Many of the victims have individual signs suggestive of exposure to an organophosphate agent. Nasal and lung secretions are very evident in many of the victims. These are just some of the signs consistent with [such] exposure.”

Quelle: http://www.theguardian.com/world/2013/aug/22/syria-deaths-strike-sarin-alleged-chemical)

15. August 2013, 18.41 Uhr:

Iran: Pragmatisch, aber machtbewusst

von Wahied Wahdat-Hagh

Nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Hassan Rohani wird auch in iranischen Politforen über einen möglichen iranisch-amerikanischen Dialog diskutiert, allerdings nur in dem engen Rahmen, den das islamistische Regime vorgibt. Es gibt jedoch offenbar Meinungsverschiedenheiten über die Frage, ob man überhaupt mit den USA reden solle und wenn ja, mit welchem Ziel. Der iranische Experte für internationale Beziehungen Kayhan Barzegar hat in einem Beitrag die Möglichkeiten eines iranisch-US-amerikanischen Dialoges analysiert. Barzegar lehrt an der Teheraner „Freien Universität“ und ist Direktor des Forschungsinstituts für strategische Studien des Mittleren Ostens. Seine Analyse erschien am 13. August 2013 in der Nachrichtenagentur Tabnak.

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15. August 2013, 00.00 Uhr:

'I hold both the army and Brotherhood responsible'

von Thomas von der Osten-Sacken

Der ägyptische Schauspieler und Regisseur Khalid Abdalla kommentiert die blutigen Ereignisse des heutigen Tages:

I hold both the army and the Brotherhood responsible for the situation we’re in - on so many levels - and unfortunately it’s the narratives they are peddling, in blood, in actions and in words, that are currently defining how things are framed, internally and externally.

I don’t believe we’re facing a civil war, but I believe we’re being threatened with it - which for both sides acts as a way to justify the blood, the burning of churches, the violence.

The wider context is that neither of them holds the key to the future and I believe time will prove that.

Since this revolution began, the country has shown time and time again that despite moments of deep and bloody confusion, it will not accept attempts to establish any authoritarian or fascist status quo. We’re transitioning between two of those right now. (…)

The way forward has to be inclusive from a political perspective, and fought fairly. To do so we need the whole state to be reformed, starting with a new constitution.

The recent downfall of the Brotherhood began with its own bloodstained attempt to tailor the state around its own political interests, with actions that found their clearest formulation in a constitution that disenfranchised the rest of the population: the majority, who ended up toppling them.

The army needs to remember that the country came out in its millions to refuse their rule before, barely 18 months ago. If things continue as threateningly as they are, it may well come to pass that they will be pushed out again.

14. August 2013, 13.16 Uhr:

Public Kissing Day in Egypt

von Thomas von der Osten-Sacken

Während Protescamps der Muslimbrüder in Ägypten gewaltsam geräumt werden, es überall im Land zu Zusammenstößen, oft mit oft tödlicher Folge kommt und schon vor einem möglichen Bürgerkrieg gewarnt wird, haben einige Ägypter diese Kampagne ins Leben gerufen:

A Facebook page is calling on Egyptians to celebrate “National Kissing Day” on 30 August. Over 4,000 Facebook users have said they will attend the event, which was launched on Saturday. The page did not specify how it wants Egyptians to celebrate the day. “Love on the streets is more honest than sneaking into the houses of prostitutes,” wrote the organisers. There was a mixed response by Facebook users to the call for public affection. “Damn you Morsi, the country has gone nuts,” wrote one in reference to the recently removed Islamist president. “If a girl and a guy kiss each other on the streets, all hell will break loose, but if a guy hits a girl on the streets people will say it’s none of our business,” read another post on the page. Displays of public affection between couples in Egypt are considered taboo. Article 278 of the Egyptian penal code criminalises “scandalous acts” in public spaces. If found guilty, defendants could face up to a year in prison or pay a fine of maximum LE 300.

13. August 2013, 21.13 Uhr:

Der zukünftige iranische Verteidigungsminister hat Terroristen ausgebildet

von Wahied Wahdat-Hagh

Iranische Medien berichten, dass der zukünftige iranische Verteidigungsminister Hussein Dehghan bei der Ausbildung der libanesischen Hisbollah eine zentrale Rolle gespielt habe. Zudem hat er bei der Zerschlagung von zivilgesellschaftlichen Aktivitäten in der iranischen Hauptstadt Teheran eine wichtige Rolle gespielt.

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13. August 2013, 14.29 Uhr:

Drohende Abschiebung in Folter und Tod

von Thomas von der Osten-Sacken

Mehrzad Zarnegar droht die Abschiebung in den Iran, wo sein Leben akut bedroht wäre:

Dem 25-Jährigen, der vor zwei Jahren nach Deutschland kam und hier als Asylbewerber abgelehnt worden ist, drohen in seinem Heimatland Verfolgung, wenn nicht gar der Tod. Darin ist sich Shahnaz Morattab von der Internationalen Föderation Iranischer Flüchtlinge ganz sicher. Denn Zarnegar stamme aus einer politisch sehr aktiven Familie, die sich gegen das Regime im Iran auflehne - sein Onkel sei sogar hingerichtet worden, sagt Shahnaz Morattab. Und auch Mehrzad Zarnegar selbst sei immer wieder offen bei Demonstrationen aufgetreten und habe auch in Deutschland bei politischen Aktionen das Regime in seiner Heimat scharf kritisiert.

Die Ausländerbehörde schätzt den Fall anders ein: “Nachdem Herr Zarnegar als Asylbewerber abgelehnt worden ist, hat er sich an Demonstrationen beteiligt und dabei immer auch fotografieren lassen", sagt Abteilungsleiter Hans-Jürgen Schäfer. Doch auch bei einem zweiten Verfahren sei der Asylantrag abgelehnt worden. Und eine Gefährdung in seinem Heimatland sei nicht klar zu erkennen. Somit spreche nichts gegen die geplante Abschiebung des jungen Mannes.

(Update v. 14.08: Mehrzad Zarnegar wird nicht abgeschoben. Und nicht nur das: Der 25-jährige Iraner bekommt jetzt auch eine Aufenthaltserlaubnis. Das hat das Bundesamt Trier gestern entschieden.)

Nazanin Borumand von den Exmuslimen ruft zur Solidarität:

Liebe Freunde,

ich möchte Euch um eine große Hilfe bitten.

Unser Mitglied und Asylbewerber, Herr Mehrzad Zarnegar, wurde heute morgen, als er wegen der Verlängerung seines provisorischen Ausweises zur Ausländerbehörde ging, verhaftet und soll nach Iran abgeschoben werden. Trotz allen Bemühungen und dem Einsatz verschiedener Organisationen für seine Freilassung sitzt er immer noch in Abschiebehaft und kann jeder Zeit nach Iran abgeschoben werden.

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