Kaffeekollektiv Aroma Zapatista
Kürzliche Beiträge
15. Februar 2012, 17.20 Uhr:

Hamas weiterhin im Boot mit Iran und Syrien

von Wahied Wahdat-Hagh

Es gibt einen Machtkampf zwischen Khaled Mashaal und Ismail Haniya, zwei Führern der Hamas. Khaled Mashaal hatte sich Anfang Dezember 2011 entschieden Syrien zu verlassen und das Politbüro in Damaskus teilweise aufzulösen. Dies wurde von einigen Experten als ein Bruch mit dem Assad-Regime und Iran gewertet. Aber Ismail Haniya hat den Machtkampf gegen Khaled Mashaal gewonnen und hat sich für den Iran entschieden. Das Hamas-Politbüro in Syrien wird daher aufrechterhalten.

Zwar hatte Mashaal nie dem Terrorismus abgeschworen, aber inzwischen ist es eindeutig: Hamas setzt ihre Strategie des Terrors gemeinsam und mit Hilfe des Iran fort. Auch wenn die Finanzstärke des Iran bei Hilfsleistungen für Hamas nachgelassen hat, geben die iranischen Machthaber Millionen für den Terrorismus aus, um die islamische Revolution zu exportieren.

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13. Februar 2012, 16.52 Uhr:

Boykottkampagne gegen das Militär

von Thomas von der Osten-Sacken

Aus al Masry al Youm:

As part of a larger campaign to demand that the ruling Supreme Council of the Armed Forces relinquish power to civilians, activists have launched initiatives calling for the boycott of army-produced goods and services.

Several initiatives to compile lists of military-run enterprises sprang up across Facebook and the blogosphere, examples of which are a page on Facebook entitled Qate’oohom (boycott them) and a website.

10. Februar 2012, 11.51 Uhr:

Eine Kontaktgruppe, die das Massaker beobachtet

von Thomas von der Osten-Sacken

AFP meldetGermany on Thursday backed a proposed joint Arab League-UN mission to monitor the Syrian government’s deadly crackdown on protest.

Besser ließe sich deutsche Syrien-Politik kaum in Worte fassen. Gemeinsam mit der Arabischen Liga und der UN werden sie in Zukunft überwachen, wie das syrischen Regime die Aufständischen zusammenschießt.

Immerhin ist man einen Schritt weiter. Die einflussreiche, von Volker Perthes geleitete, Stiftung Wissenschaft und Politik, die den Bashar al Assad bis in den April letzten Jahres unermüdlich als Partner und Reformer lobte, schlug vor einem paar Monaten noch vor, man solle dies mit Drohnen machen:

Da es unwahrscheinlich ist, dass Damaskus Beobachter der Arabischen Liga, UN-Beobachter und ausländische Journalisten ungehindert ins Land lässt, ist eine umfassende Beobachtung durch Drohnen und Satelliten dringend angezeigt.

Auf Druck der Arabischen Liga, nicht etwa der Europärer, kamen Beobachter ins Land und haben es inzwischen wieder verlassen. Deshalb haben auch die Deutschen nun ihre Position angepasst. Der Drohnen-Vorschlag ist vom Tisch, ein neuer im Entstehen:

Um das Blutvergießen in Syrien zu stoppen, macht sich Merkel gemeinsam mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für die Gründung einer Kontaktgruppe stark.

Eine Kontaktgruppe. Das wird’s bringen. Ganz sicher. Die Kontaktgruppe Syrien, die dann denn deadly crackdown überwacht, denn wenn der beendet ist, gibt’s auch kein Blutvergießen mehr, sondern Friedhofsruhe.

8. Februar 2012, 23.21 Uhr:

"Press Boom in Libya"

von Thomas von der Osten-Sacken

Erfreuliches aus Libyen:

The Libyan revolution sparked an unprecedented press boom, with youth activists issuing their own editions to chronicle the events of the war.

The media landscape, which has long been dominated by the state through the Public Press Authority, now boasts more than 300 dailies and weeklies. The editions range from political to literary and diverse.

In Benghazi alone, the cradle of the revolution, the number of newspapers reached 180. The number is more modest in Tripoli, with less than ten newspapers.

“The press shifted from a blocked space that was monopolised by the regime and limited by many caveats and multiple taboos, to broad horizons that know no boundaries – even to the point of chaos and randomness, in some cases,” Awad El Shaary, editor-in-chief of Tobruk al-Hurra, told Magharebia.

8. Februar 2012, 19.04 Uhr:

Steuert der Mossad die Anti-AKW-Bewegung?

von Jörn Schulz

Seltsame Dinge gehen in der Friedensbewegung vor sich. Gerade haben wir gelernt: „Teheran nimmt ein Recht für sich in Anspruch, das alle anderen Staaten dieser Welt auch haben: den atomaren Kreislauf zu schließen, um die Kernkraft zu zivilen (energetischen) Zwecken voll nutzen zu können. Genau das sieht auch der Atomwaffensperrvertrag vor.“

Und nun das: „Anti-Atomkraft-Initiativen aus aller Welt wollen in diesem Jahr den Uranabbau in den Mittelpunkt ihrer Proteste rücken. (…) An gemeinsam organisierten internationalen Aktionstagen soll eine weltweite Stilllegung der Uranindustrie gefordert, sollen die Machenschaften von Atomkonzernen wie Rosatom, Areva, RWE, E.on und Urenco aufgedeckt werden. Ein afrikanischer Atomkraftgegner wird auf einer Vortragsreise über die verheerenden Folgen des Uranabbaus informieren. (…) Die Stillegung der gesamten Nuklearindustrie hat eine internationale Urankonferenz gefordert (…) Ziel des Treffens war die bessere internationale Vernetzung und die Planung von Aktionen gegen den Abbau und die Anreicherung von Uran sowie gegen die Herstellung von Brennelementen.“

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Alireza Forqani, bis Januar 2012 Gouverneur der Insel Kish, hat in einem Beitrag für die iranische Nachrichtenagentur Alef einen Angriffskrieg gegen Israel religiös begründet. Er fordert die Regierung von Ahmadinejad auf, noch in ihrer Amtszeit bis 2014 Israel anzugreifen und zu zerstören. Der Iran könne mittels seiner Mittel- und Langstreckenraketen innerhalb von neun Minuten Israel gänzlich zerstören.

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7. Februar 2012, 23.33 Uhr:

Die Muslimbrüder und der Golf

von Thomas von der Osten-Sacken

Wer glaubt zwischen den Golfstaaten und den Muslimbrüdern herrsche ein gutes Verhältnis, täuscht sich. Eher das Gegenteil ist der Fall:

Unlike Western officials, no Gulf state representative has visited the Brotherhood in Egypt (although Qatar’s emir did visit Field Marshal Hussein Tantawi last May). Nor have Gulf officials received representatives from the Brotherhood in their countries.

Warum man der Bruderschaft so skeptisch bzw. ablehnend gegenübersteht erklärt Sultan al-Qassemi in Al Masry al-Youm. Dabei benötigt Ägypten dringend weitere Investionen und Finanzhilfen der reichen Golfstaaten, schließlich steht das Land kurz vor dem Staatsbankrott.

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