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Kürzliche Beiträge

Acht Kandidaten hat der Wächterrat, in der totalitären Diktatur des Iran zuständig für die Überwachung von Regierung und Verwaltung, zur elften Präsidentschaftswahl zugelassen. Revolutionsführer Ali Khamenei hat die Möglichkeit, Bewerber wie Rafsanjani und Mashaie, die vom Wächterrat disqualifiziert wurden, nachträglich zuzulassen. Doch er hat sich bei den disqualifizierten Kandidaten bedankt. Dies wird als ein Zeichen gedeutet, dass Khamenei keinen Kandidaten nachträglich absegnen wird.

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28. Mai 2013, 23.04 Uhr:

Iran: Ein unvergesslicher Präsident (Teil 1)

von Wahied Wahdat-Hagh

Ahmadinejad konnte durch viele Versprechen an die armen Bevölkerungsteile des Iran, durch Drohungen gegen Israel und die USA, durch eine aggressive Atom- und Aufrüstungspolitik und nicht zuletzt durch antisemitische Hasstiraden weltberühmt werden.
Es lohnt sich einen Blick auf die abenteuerliche Politik seiner Regierungszeit zu werfen. Vahid Pourostad geht in einer dreißigteiligen Reihe, die in Radio Farda/Radio Free Europe erscheint und im folgenden zusammengefasst wird, auf die achtjährige Regierungszeit von Präsident Ahmadinejad ein.

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Man glaubt es kaum, Europa hat sich entschieden. Und genau so sieht diese Entscheidung auch aus: man hat sich entschieden nicht entscheiden zu können. Oder positiv gefasst: Dann lasst sie halt nach eigener Fasson sterben. Man lässt den Dingen ihren Lauf; es wird den einzelnen Nationen überlassen, wie sie mit Waffenlieferungen an die Aufständischen in Syrien umgehen werden. Die totale Blamage konnte trotz der Österreicher knapp verhindert werden; Waffenlieferungen an das Assad-Regime bleiben ausgeschlossen.

Praktisch wird das bedeuten: Frankreich und England werden Waffen liefern. Sofort? Nein. Erst nach „Genf 2“. Was ist „Genf 2“? Das klingt nicht umsonst nach der vierhundertfünfundsiebzigsten Atomverhandlungsrunde mit dem Iran. Die Russen und Obama organisieren das. Wem das noch nicht langt: Das syrische Regime will sogar teilnehmen, wahrscheinlich kriegen sie dafür ein paar russische Raketen, und die offizielle syrische Opposition wird hier bloß erneut demonstrieren, dass man ihr nicht einmal die Verwaltung einer Schwarmabude anvertrauen könnte – die würden sich dort gegenseitig auf den Spieß stecken, während sie wahlweise nach den Geldbündeln der Kataris oder Saudis schnappen.

Nach „Genf 2“ ist vor „Genf 2“. Oder nicht ganz. Ein syrischer Twitterer hat es letztes Wochenende treffend formuliert: „Shit is going down in the region… Soon“. Ja, denn das ist nicht das Ende. Das fängt jetzt erst an.

Iran und Russland werden Bashar al Assads Regime nicht fallen lassen. Die wissen, um was sie da kämpfen. Die Hisbollah als lokaler Vertragspartner Assads wird ihn nicht fallen lassen, die wissen auch, was sie an ihm verlieren werden. Die sind gerade erst richtig eingestiegen. Man wird dieser Seite viel vorwerfen können, nur nicht, dass sie interessengeleitet und in dieser Hinsicht einigermaßen rational handeln. Die bringen Syrer um, weil sie wissen, was sie wollen. Sie werden Assad bis zum letzten Syrer, der noch aufrecht stehen kann, Bomben, Mörsergranaten und Kugeln liefern. Das Gas hat Assad selbst.

Was „der Westen“ will oder nicht will, weiß niemand, am wenigsten solche politischen Leerstellen wie „Obama“ oder „Westerwelle“. Außer das sie irgendwie für Verhandlungen sind und am liebsten in Ruhe gelassen werden würden, und bloß keine Entscheidungen treffen mögen. Ja hätten die Syrer nur mal ruhig gehalten; der Arabische Frühling hat das Odeur der entscheidenden Faulstelle des Alten Nahen Ostens zum Ausdünsten gebracht.

Die europäische Nichtentscheidung – die nun tatsächlich eine Entscheidung war – ist das Beste was unter diesen Umständen – nicht zuletzt diesem politischen Personal – zu erreichen war. Das heißt trotzdem nichts Gutes für die Menschen in der Region, aber das ist ein Gemeinplatz. Es gibt keine guten Entscheidungen für die Menschen in der Region. Es gibt nur noch den Krieg. Der ist nämlich längst da. Und der hört vielleicht einmal auf, wenn die syrischen Flugzeuge, die gerade Qusayr bombardieren, und den Hisbollahkämpfern den Vormarsch ermöglichen, vom Himmel geholt werden.

Nach dem Theater von „Genf 2“ – was könnte denn dort ernsthaft „verhandelt“ werden, die Selbstaufgabe der aggressiven Staatsraison der „Islamischen Republik Iran“ etwa, oder die Infragestellung der „Resistance“ der Hisbollah, oder gar ein Sitz auf der Oppositionsbank für Assad in einem neuen syrischen Parlament? – werden die syrischen Flugzeuge dann schließlich doch vom Himmel fallen. Die Waffen werden kommen. Zu spät, zu hektisch, die Falschen werden sie sowieso in die Hände bekommen. Man hätte es früher leichter haben können. Für alle. Selbst die Hisbollah mußte nun in ein Vakuum vorstoßen, das man ihr mutwillig überlassen hat. Vermutlich wäre selbst ein Nasrallah im Grunde lieber früher eindeutig begrenzt worden. Er hätte weniger zu verlieren gehabt.

Der sektiererische Wahn und die Jihadkämpfer? Das ist alles sowieso vorhanden gewesen. Bloß daß dieser Wahnsinn sich eigengesetztlich ausbreitet, je mehr Raum man ihm lässt. Wo genau verläuft die Grenze der politischen Moral, sagen wir gerade in jener syrischen Kleinstadt namens Qusayr nahe der libanesischen Grenze? Die Stadt ist immer noch nicht in die Hände der Hisbollah und der Assad-Truppen gefallen, noch sendet das örtliche Media Center. Ab und an schlägt eine Rakete ein, ein Flugzeug donnert im Himmel, ein „Märtyrer“ wird weggetragen, dem der halbe Kopf fehlt. Blutende heulende Kleinkinder im Feldhospital, oh, der Junge da hat Glück gehabt, dem fehlt bloß eine Fingerkuppe. Einer der Verteidiger der Stadt ist der berüchtigte „Kannibale“ Abu Sakkar – gewesen – er liegt auch schon im Feldhospital. Moral? Gut und Böse? Wenn ich jetzt nicht für die Abu Sakkars bin, dann also für die Hisbollah? Assad?  Ach so, die unschuldigen Kinder. Brauchen wir Leichenhaufen von Kleinkindern um eine Entscheidung zum Eingreifen zu treffen? Diese Bilder gibt es auch längst und Abu Sakkars entzivilisierte Rohkosteinlage an einem toten Assadsoldaten hat auch bloß die besonders gräßlichen Massakerphotos von hingeschlachteten Kindern in Banyas medial verdrängt. Der Krieg in Syrien hat wenige Möglichkeiten offen gelassen, welche Schauerbilder noch fehlen – und solange nicht mindestens tausend Giftgastote auf einem eng begrenzten Fleck beieinander liegen ist die berüchtigte „Rote Linie“ Obamas exakt so dehnbar wie ein Bubblegum. Und die  toten Hisbollakämpfer in ihren martialisch-hilflosen Märtyrerposen? Womöglich sind das auch Opfer? Ja, auch die. Die hatten vermutlich auch mal etwas anderes vor in ihrem Leben.

Die Bewaffnung der syrischen Opposition wird kommen, sie hätte früher kommen müssen.



23. Mai 2013, 09.14 Uhr:

Iran: Die Logik der totalitären Macht

von Wahied Wahdat-Hagh

Viele hielten es nicht für möglich. Wie konnte der reichste und einer der mächtigsten Männer des Iran, Hashemi Rafsanjani, von den Präsidentschaftswahlen ausgeschlossen werden? Immerhin hat er an der islamistischen Verfassung des Iran mitgearbeitet, hat über die Fortdauer des achtjährigen Krieges gegen den Irak bestimmt, hatte gar Ali Khamenei in die Position des Revolutionsführers gehoben.

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16. Mai 2013, 15.15 Uhr:

Deutsche Islamisten im Netz

von Wahied Wahdat-Hagh

Das Shia-Forum.de tritt als eine religiöse Vereinigung auf und verbreitet alle religiösen und politischen Mythen der totalitären Herrscher im Iran in deutscher Sprache. Sie sind Anhänger von Ayatollah Khomeini, Gründer der islamistischen Diktatur im Iran. Sie gehorchen dem heutigen Revolutionsführer Ali Khamenei und glauben an die Heiligkeit der Jamkaran-Moschee. Diese Moschee gewann unter Präsident Ahmadinejad eine besondere Rolle. Denn sie steht für den schiitischen Messianismus. Der Mythologie nach verschwand der 12. Imam, genannt Mahdi in einen Brunnen und zog sich in die Verborgenheit zurück. Bis heute warten die Schiiten auf seine Wiederkunft.

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14. Mai 2013, 18.44 Uhr:

Iran: Religions-un-freiheit im islamischen Gottesstaat

von Wahied Wahdat-Hagh

Die Autoren eines 371-seitigen Berichts der US-amerikanischen Kommission für internationale Religionsfreiheit (USCIRF, United Commission on International Religious Freedom) widmen rund 13 Seiten der Religionsunfreiheit im iranischen Gottesstaat.

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14. Mai 2013, 04.30 Uhr:

Schiiten und nackte Frauen

von Thomas von der Osten-Sacken

Mit der islamischen Einheit, die sie so gerne gegen Israel und andere Feinde beschwören, ist es nicht wirklich gut bestellt. Dass er seine schiitischen Glaubensbrüder aber so schlimm findet? Etwas verwerflicheres als nackte Frauen, gibt es das? Vielleicht nackte jüdische Frauen?

In einer Debatte über die Frage im ägyptischen Oberhaus, ob man das Land für iranischen Tourismus öffnen solle, erklärte Tharwat Attallah von der  salafistischen  Nour Partei:

“The Shias are more dangerous than naked women” und rief zum Boykott auf. Aber Boykott Irans, der doch so ganz doll gegen die USA und Israel ist? Tut man sich da nicht mit dem zionistischen Feind gemein?

MP Yehia Abo El-Hassan from the Islamist Al-Wasat Party disagreed with their concerns, saying that “the countries that cut off relations with Iran are the US and Israel.”

Am besten sie fragen bei den Gelehrten der Al-Azhar Universität nach, was den die heiligen Schriften zu diesem Problem so sagen. In parlamentarischer Debatte dürfte es kaum zu lösen sein.

 

Quelle: http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/71355/Egypt/Politics-/Shias-are-more-dangerous-than-naked-women-Salafist.aspx

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