Brian Whitaker über die anstehenden “Wahlen” im Jemen und eine weitere vertane Chance im sog. “arabischen Frühling":
Let’s get this straight once and for all. The so-called election, scheduled for February 21, will not “choose” Saleh’s successor. The successor has already been chosen. He is Vice-President Abd Rabbuh Mansur Hadi. Hadi’s name will be the only one on the ballot papers, because no other candidates have been allowed.
The “election” itself is illegal and invalid because the Yemeni constitution states very clearly that there must be more than one candidate. Even Saleh accepted that principle in two previous presidential elections (while of course ensuring that opposition candidates never stood a chance of winning).
Thanks to the diplomatic efforts of the Americans and the Saudis, this is turning into one of the more shameful episodes of the Arab Spring. Both countries are manipulating events in Yemen for the sake of their own short-term interests, with flagrant disregard for the long-term aspirations of the Yemeni people.
Es war zu erwarten und seit Monaten nur eine Frage der Zeit:
The leader of the Palestinian Islamist movement Hamas, Khaled Meshaal, has effectively abandoned his headquarters in the Syrian capital, Damascus, diplomatic and intelligence sources said on Friday.
“Meshaal is not staying in Syria as he used to do. He is almost out all the time,” said a diplomat in the region who spoke on condition on anonymity.
A regional intelligence source, who also did not wish to be identified, said: “He’s not going back to Syria. That’s the decision he’s made. There’s still a Hamas presence there, but it’s insignificant.” (…)
“Our belief is that Hamas will not announce a departure from Syria even if it happened,” the diplomat added.
The sources said Meshaal was currently in Egypt. But “there was no agreement to open an office in Cairo. Not yet,” said the diplomat. “The expected residence for Meshaal is Qatar where he may stay most of the time until the Syria smoke has cleared.”
Im Südlibanon, da ist die Welt noch in Ordnung, bzw. das Weltbild:
The Shia group Hezbollah on Thursday criticized UN Chief Ban Ki-moon for presenting “an incomplete [report] on the results of his tour of the region” during a Security Council’s monthly meeting for discussing the situation in the Middle East, according to the National News Agency.
Hezbollah said that Ban “did not tackle very dangerous issues related to international security and peace… such as the Zionist killings and arrests targeting the Palestinian people, in addition to [the attempts seeking to] Judaize [Jerusalem],” and construct settlement units on Palestinian lands.
Hezbollah added that Ban’s failure to mention the developments regarding the Palestinian territories “shows that the [UN Security Council is being used] by international powers and the Zionist entity to carry out conspiracy plans against the region and its people.”
Das ist die Parole des Bundesausschusses Friedensratschlag, des wohl repräsentativsten Gremiums der Friedensbwegung: „Anerkennung des Rechts auf Weiterentwicklung des zivilen Atomprogramms des Iran und dessen internationale Kontrolle (gemäß Atomwaffensperrvertrag).“ Das mit der Kontrolle hat bislang nicht so recht geklappt. Aber was soll’s. „Teheran nimmt ein Recht für sich in Anspruch, das alle anderen Staaten dieser Welt auch haben: den atomaren Kreislauf zu schließen, um die Kernkraft zu zivilen (energetischen) Zwecken voll nutzen zu können. Genau das sieht auch der Atomwaffensperrvertrag vor. Das muss uns nicht gefallen - zumal wir spätestens seit Fukushima wissen, dass auch die zivile Nutzung der Kernkraft lebensbedrohend und letztlich eben nicht beherrschbar ist.“
Aber – nein, kein aber. Obwohl das einzige iranische Atomkraftwerk (Bushehr) in einem Erdbebengebiet steht und es angesichts der politischen Verhältnisse allein im Ermessen des Regimes liegt, welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Ein Atomunfall würde auch die Wasserversorgung mehrerer Golfstaaten gefährden, die Meerwasserentsalzungsanlagen nutzen. Wenn die im Normalbetrieb eines Atomkraftwerks in der Umgebung von Krümmel die Leukämierate bei Kindern erhöht, dürfte das in Bushehr nicht anders sein. Aber für den Frieden müssen offenbar Opfer gebracht werden.
Das militärische Atomprogramm des Iran geht noch auf den Schah zurück, der sich in den siebziger Jahren in die euroäische Urananreicherung einkaufte. Das AKW Bushehr sollte ursprünglich von der Siemens-Tochterfirma KWU gebaut werden, wegen der Machtübernahme der Ayatollahs kam das Geschäft nicht zustande, der Reaktordruckbehälter gammelte jahrelang auf einem Kai des Hamburger Hafens vor sich hin. Die Anlage wurde dann von der russischen Rosatom gebaut. Kritiker warnen: “Bushehr (…) was built by ‘second-class engineers’ who bolted together Russian and German technology from different eras (…), it has ‘no serious training program’ or a contingency plan for accidents.” Womöglich können die Iraner die Straße von Hormuz auch ohne Marineeinsatz dauerhaft blockieren.
„Den atomaren Kreislauf zu schließen“, also Brennstoffherstellung, Wiederaufarbeitung und „Entsorgung“ selbst zu übernehmen, statt das alles für ungleich weniger Geld von der an Auftragsmangel leidenden Nuklarindustrie anderer Länder erledigen zu lassen, ist ökonomisch unsinnig. Der Iran hat in der Urananreicherung bereits gewaltige Überkapazitäten, die mit den schon aus finanziellen Gründen völlig unrealistischen Plänen für den Bau weiterer AKW gerechtfertigt werden.
Die Propaganda des iranischen Regimes zielt nicht nur auf die eigene Bevölkerung. Der Sender „Islamic Republic of Iran Broadcasting“ (IRIB) kann weltweit empfangen werden, er sendet in deutscher und in weiteren 26 Sprachen. Das deutsche Programm von IRIB zeichnet sich durch antisemitische Hetze aus. IRIB hat einen Sitz im Bundespressehaus Berlin.
Der islamistische Antisemitismus ist ein Bestandteil der iranischen Herrschaftsideologie. Auch in Deutschland leben Islamisten, German-IRIB bietet ihnen Hasspropaganda „Made in Iran“. Zu dieser Hasspropaganda gehören die Verherrlichung der terroristischen Gewalt, die als „Widerstand“ verbrämt wird, ferner die Leugnung des Holocaust, um Israel und die westlichen Demokratien zu verteufeln und das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen.
Salafitische Agbeordnete im ersten frei gewählten (oder bestenfalls doch nur halbwegs frei gewählten) ägyptischen Parlament:

Spengler in der Asiatimes mit den neuesten ökonomischen Daten aus Ägypten:
Investors bought less an a third of the 3.5 billion Egyptian pounds (US$580 million) worth of Treasury bills offered to the market on January 22, a red flag warning that Egypt’s foreign exchange position is close to the brink.
Yields on Egyptian government debt maturing in nine months jumped to nearly 16%, but the government could not place its local-currency debt to Egyptian investors, even at that exorbitant rate.
This is a new and ominous decline in the financial position of the most populous Arab country. (…)
Egypt faces a disaster of biblical proportions, and the world will do nothing about it. Officially, Egypt’s foreign exchange reserves fell by half during 2011, including a $2.4 billion decline during December - from $36 billion to $18 billion, or about four months of imports.
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