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Kürzliche Beiträge
11. Juni 2013, 16.49 Uhr:

End of Syria

von Thomas von der Osten-Sacken

Farid Ghadry schreibt über das Ende Syriens, die Transformation des Landes in eine “Monstrosität” und fragt, wer für diese Entwicklung verantwortlich zu machen ist.

Between the butchery of Assad and the apathy of Obama, the grotesque transformation of Syria from a State whose people sacrificed their lives for freedom into a true evil-driven monstrosity. Syrians fighting each other have become dehumanized killing machines with each side exacting more terror and more revenge on civilians than on each other. This will have repercussions for a Levant region that prides itself on the notion of co-existence with minorities like no other Arab region to its east or west. (…)

Syria no longer exists. The ruins of its cities will be governed by the ruins of its humanity be it the Assads or the religious terrorists. What form or political shape will rise from these ashes should be our concern moving forward as we let history judge those who lacked the courage and the moral fortitude to save valuable lives rather than step aside to let lives destroy each other. There is no escaping responsibility because time always uncovers the truth.

8. Juni 2013, 17.55 Uhr:

Türkei als Beispiel?

von Thomas von der Osten-Sacken

Von Erdogan selbst bis zu Westerwelle, auf den Seiten des deutschen Orieninstitutes, überall hieß es vor zwei Jahren, die AKP-Türkei, sie sollten die Protestierenden in den arabischen Ländern sich als glänzendes Vobild nehmen, wie Islam und Demokratie, Ost und West vereinbar seien. Dazu schreibt Cihan Çelik:

Despite huge diplomatic and PR efforts, voices proposing Turkey as a “model” to the “Arab Spring” countries eventually diminished since it was a stillborn idea from the get-go. Many critics, including the author of this article, objected to the Orientalist approach of spreading “neo-Ottoman” influence in the region with the argument that those countries needed to stand on their feet after suffering for years under strong-hand regimes and to chart a path to their own unique political system that would include more freedom and civil rights. Besides, Turkey was in deep trouble in finding its own way to democratization despite the baby-step advances in some core issues, and offering it as model merely served to present the “Arab Spring” nations with a “relatively better” choice.

But in recent weeks, Turkey, in fact its people, unexpectedly proved to not only a couple of countries looking to change its rulers but to the entire region that it would make an outstanding “model” not as a political export product but as a tale of a united power against heavy-handed authorities seeking to curb freedoms.

Some would say that Turkey came late to the party in discovering its rebellious soul, and that argument would be proven true to some extent, but the awakening and rise of people who have been habitually intimidated – meaning they have remained silent for years – has heralded a new era in which the people do not hesitate to hit and stay on the streets.


With the latest stage of the Occupy protests remaining in limbo amid calls for calm, the experience of Turkey still does not provide a breakthrough for neighboring nations, but if the level of outrage sees no ebb and continues to grow with the antagonistic stance of the government, the experience of Turkey could further send tremors to the heart of the Middle East. And that would be something more than a “model.”

6. Juni 2013, 13.00 Uhr:

Bier statt Ayran!

von Thomas von der Osten-Sacken

Das Plakat des Tages, nein, des Monates, vielleicht sogar des Jahres:

5. Juni 2013, 13.36 Uhr:

Gratulation an den Iran, Assad, die Hizbollah und Rußland

von Thomas von der Osten-Sacken

Gemeinsam ist es ihnen gelungen, dem syrischen Regime unterstützt von der Hizbollah, dem Iran und Rußland: Die strategisch enorm wichtige Stadt Qusayr ist gestern von ihnen erobert worden, gestern auch erklärte die UN, sie hätte Beweise in Syrien sei Giftgas eingesetzt worden.

Der Sieg der “Achse des Widerstandes” in Qusayr war vor auch und vor allem dank duldender Untätigkeit des Westens möglich.

Im Iran gratuliert man sich nicht nur zu diesem Sieg, nein, man weiß einmal mehr, was es zu bedeuten hat, wenn von roten Linien die Rede ist. Und deshalb weiter die Freunde in Syrien militärisch und logistisch unterstützen und an der Bombe bauen.

Was es mit dem so genannten Multilateralismus auf sich hat, nun darüber braucht man eigentlich keine Worte mehr zu verlieren. Dessen Wahrheit heißt Saringas und Qusayr:

Syria’s army routed rebels from the strategic town of Al-Qusayr on Wednesday following a blistering offensive led by Hezbollah fighters, scoring a major battlefield success in a drawn-out civil war that has killed thousands.

The Al-Qusayr region, located in the central province of Homs next to the Lebanese border, is strategic because it links Damascus to the coast and is a conduit for fighters and weapons for the army and the rebels.

Its fall opens the way for President Bashar al-Assad’s forces to move on the city of Homs, where rebels still control many neighborhoods.

The insurgents conceded they had lost the battle for Al-Qusayr.

4. Juni 2013, 20.30 Uhr:

Iran: Steinigung als islamisches Gesetz

von Wahied Wahdat-Hagh

Im Iran darf gesetzlich gesteinigt werden. In den vergangenen sechs Jahren wurde die Strafgesetzgebung diskutiert. Nun ist es amtlich. Die Steinigung ist in der neuen Fassung der Strafgesetzgebung im Artikel 132, Absatz 3 festgeschrieben worden. Ein Mann oder eine Frau können bei mehrmaligem außerehelichem Geschlechtsverkehr gesteinigt oder auf eine andere Art hingerichtet werden. Im Artikel 225 der neuen Strafgesetzgebung wird hervorgehoben, dass der Mann und die Frau mit Zustimmung des Richters gesteinigt werden können. Sie können auch mit jeweils 100 Peitschenhieben bestraft werden.

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4. Juni 2013, 19.48 Uhr:

Zufluchtsstätte Hotel Intercontinental

von Thomas von der Osten-Sacken

Aus einer Reportage über die Demonstrationen in Istanbul und anderen türkischen Städten:

Wenige Meter höher spielen sich beeindruckende Szenen ab: Das Intercontinental hat sein Foyer für die Demonstranten geräumt. In den belüfteten Marmorhallen kann man tränengasfrei atmen. Aus einem Fünf-Sterne Hotel wird ein Zufluchtsort. Der Portier hat sich einen Atemschutz aufgesetzt und verteilt Zitronensaft gegen die geröteten Augen.

Auch an der Rezeption hat man sich ausgestattet. Vor allem findet man hier viele ehrenamtliche Ärzte. Sie haben Isomatten ausgerollt und sich vorbereitet. Ähnliches spielt sich auch einige Meter weiter in den Fluren der Istanbul Teknik University ab. Wenn die Demonstranten, wie Tayyip Erdogan sagte, Arm in Arm mit dem Terrorismus gehen, dann müssen das Terroristen sein, die einen hohen Rückhalt in der Hotelindustrie, bei Ärzten und an Universitäten genießen.

Ein fünf Sterne Hotel, dass Demonstranten Zufluch gewährt? Nun die Munizipalität in Antlaya hat sich heute geweigert, Wasser an die Polizei auszuteilen. Nein, natürlich, solche Reaktionen wären in Deutschland ganz undenkbar:

Antalya Metropolitan Municipality refused to provide water for the riot control vehicles, called TOMAs, which are being used by the police against protesters, according to Do?an news agency.


Acht Kandidaten hat der Wächterrat, in der totalitären Diktatur des Iran zuständig für die Überwachung von Regierung und Verwaltung, zur elften Präsidentschaftswahl zugelassen. Revolutionsführer Ali Khamenei hat die Möglichkeit, Bewerber wie Rafsanjani und Mashaie, die vom Wächterrat disqualifiziert wurden, nachträglich zuzulassen. Doch er hat sich bei den disqualifizierten Kandidaten bedankt. Dies wird als ein Zeichen gedeutet, dass Khamenei keinen Kandidaten nachträglich absegnen wird.

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