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Kürzliche Beiträge
10. November 2012, 12.07 Uhr:

Über kultursensiblen Fortschritt

von Thomas von der Osten-Sacken

Sage niemand “unsere moderaten Alliierten am Golf", die  Saudis, gingen nicht mit der Zeit. Nun veranstalten sie sogar eine Frauenkonferenz  mit dem wunderbaren Titel: «Women in the Biography of the Prophet and the modern woman, Kingdom of Saudi Arabia a model».

Ein Blick aufs Auditorium überzeugt:

Geht es in diesem rasanten Tempo weiter, ganz sicher, in ca. 100 Jahren werden sie auch eine Frau zu ihren Frauenkonferenzen einladen.

Aber versprochen: an irgend einer deutschen Uni findet sich sicher noch eine GenderwissenschaftlerIn oder PostkolonialistIn, die uns allen in Kürze erklären wird, warum es sich hier um ganz kultursensiblen Fortschritt handelt, der mit Einfühlung und kulturellem Dialog begleitet werden müsse.

Es gibt viele Gerüchte über geheime iranisch-amerikanische Gespräche, die nicht nur von Ali Akbar Welayati, einem Berater des iranischen Revolutionsführers, dementiert werden. Indessen wurde bekannt, dass Anfang November iranische Jagdflugzeuge auf eine US-Drohne geschossen haben, als diese über internationales Gewässer des Persischen Golfs flog. Ein Signal der Dialogbereitschaft war das nicht. Welche ideologischen Barrieren gibt es auf Seiten des iranischen Regimes bezüglich Verhandlungen mit den USA? Die iranische Außenpolitik ist von Leitlinien bestimmt, die der Revolutionsführer Ali Khamenei vorgibt. Demnach darf der Iran nur dann einen Dialog mit den USA führen, wenn die US-Regierung ihre Solidarität mit Israel aufgibt.

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8. November 2012, 16.29 Uhr:

Palästinenser von Deportation bedroht

von Thomas von der Osten-Sacken

Wie ein PLO Funktionär mitteilte, fürchtet seine Organisation, dass Zehntausende von Palästinesern  als Vergeltungsaktion für den Raketenbeschuss aus Gaza die gewaltsame Depotation drohe:

Unnamed PLO sources told Al-Quds Al-Arabi they feared that Israel may resort to “crazy” actions (…) and begin deporting Palestinian refugees estimated to number some 500,000.

Zum Glück gibt es ja die Palästinasolidarität, die sofort auf die Schreckensmeldung reagierte und europaweit zu Demonstrationen und Petitionen aufrief und umgehend auch Gehör bei Politikern von Bundesregierung und EU fand.

Nicht ganz, der PLO Funktionär sprach ja von Syrien und nicht Israel, weshalb es auch ganz still ist und die Damen und Herren Grothe, Paech et. al.  gerade mit wichtigen anderen Dingen beschäftigt sind.

Was eigentlich macht George Galloway?  Ach so: Der verteidigt wacker weiter das Assad Regime und wird wohl, nun das selbst die Hamas die Seiten gewechselt hat, Ahmed Jibril als letzten aufrechten Antiimperialisten hochleben lassen.

Und die Palästinenser?  Nun sie müssten eigentlich einmal mehr merken, wie so oft zuvor, dass die so genannte internationale  Solidarität mit ihnen nie eine war, sondern sie einzig als  Bündnispartner im Kampf gegen den jüdischen Staat wertschätzt.

7. November 2012, 20.28 Uhr:

Die, die sich freuen

von Thomas von der Osten-Sacken

Ägypter und Palästinser freuen sich über Wiederwahl Obamas, den 69% aller amerikanischen Juden gewählt haben.

Zwei Meldungen, die nebeneinander auf der Seite von JSS-News:

Palestiniens et égyptiens se félicitent de la victoire de leur ami Obama

69% des juifs américains ont voté pour Obama

4. November 2012, 12.23 Uhr:

Wer unterstützt wen in der syrischen Opposition

von Thomas von der Osten-Sacken

Die BBC mit einer Reportage über den Konflikt zwischen Nichreligiösen und Islamisten innerhalb der syrischen Opposition.

Der Sachverhalt ist eigentlich ganz einfach:

Die einen haben Saudi Arabien, Katar, die UAE und die Türkei, die sie unterstützen und zudem die ihnen leider ganz wohlgesonnen USA sowie die europäischen Regierungen, die ihre Hände den Muslimbrüdern austrecken.

Die anderen haben …., ja wen eigentlich?

Gewinnen dann die Islamisten, so heißt es, die Araber seien eben nicht reif für die Demokratie, deshalb seien Autokraten und Diktatoren eben das geringere Übel. Und außerdem müsse man eben mit den Islamisten, die ja gewonnen hätten, ein Auskommen finden.

Und dann ist da noch das saudische und anderes Geld unserer “moderaten Alliierten” vom Golf, das man ja, “die ökonomische und Krise, der Euro,  Sie wissen schon", keineswegs riskieren möchte.

 

3. November 2012, 15.16 Uhr:

Der Gang zur Toilette, verletzte religiöse Gefühle und eine abgeschnittene Zunge

von Thomas von der Osten-Sacken

Weil er,  ohne vorher gefragt zu werden, einen Salafiten nicht auf seiner Toilette pinkeln lassen wollte, mussten ein Mann in Suez und sein Bruder einen hohen Preis zahlen. Denn wer einen Salafiten am Toilettengang hindert, der beleidigt eine religiöse Figur und damit den Islam selbst. Und als Strafe werden Hände und Zungen abgeschnitten:

“I told him that he needs to ask for permission to use the toilet,” said Gharib, “but he just responded with ‘we do not ask for permission,’” he added.

A few minutes later, a group of 30 “bearded” men reportedly came to Gharib’s shop and said they wanted to “discipline him for insulting a religious figure,” reported the newspaper.

“They tied me down and assaulted me,” said Gharib. “They tried to cut off my hand for reaching for one of them,” he added.

They were unable to cut off his hand, however, as passersby intervened to stop the fight. But Gharib sustained deep cuts.

Gharib’s brother, who had reached the shop later, angered with what had happened to his brother insulted the men so the “Promotion of Virtue and Prevention of Vice” group ordered the cutting of the young man’s tongue as they claimed that he cursed Islam.

“They tried to catch him to carry out the order but he managed to escape with the help of neighbors,” said Gharib.

The father of the two men had to report the incident to police after the group refused to leave and remained waiting for the brother outside his home’s doorstep.

A political activist, Fawazi Abdul al-Fatah, also confirmed the incident and said that the group remained in search of the young man and members of the neighborhood had to guard the man’s house.

 

3. November 2012, 14.55 Uhr:

Amerikanische Waffen für syrische Jihadisten?

von Thomas von der Osten-Sacken

Es gibt viele offene Fragen, was eigentlich genau am 11. September in Benghazi geschah, warum die US-Army nicht eingriff, um Botschafter Stevens zu retten, wieso Obama wieder besseres Wissen noch Tage später erklärte, es habe sich um eine “spontane Demonstration” und nicht einen lange vorher geplanten Terroranschlag gehandelt. Besonders den Republikanern nahe stehende Medien greifen das Thema immer wieder auf. Die neuste Frage nun ist: haben die USA über Libyen syrische Jihadisten bewaffnet?

Perhaps one of the most important questions that President Obama should be required to answer is, “What was Ambassador Stevens doing in Benghazi when our ‘consulate’ was attacked?” And a follow-up question: “Was Ambassador Stevens helping to arm militant anti-American jihadists, including Syrian and Libyan al-Qaeda elements?” Investigative reporter/bestselling author/radio talk-show host Aaron Klein has reported (see here and here) that according to his Middle East sources, that is precisely what Ambassador Stevens was doing.

This reporter interviewed Aaron Klein, Jerusalem bureau chief for WorldNetDaily, in Appleton, Wisconsin, on October 22 (see video below) , where he appeared at a joint speaking engagement with New Zealand author/researcher Trevor Loudon, author of Barack Obama and the Enemies Within.

Klein emphatically took issue with the numerous media reports that referred to the U.S. compound that was attacked on September 11 as a “U.S. consulate,” and he explained why that distinction is important.

“It was not a consulate,” Aaron Klein told The New American. “According to Middle East security officials I talked to, this was a major meeting point — I would say the central meeting point — for the American diplomats, including Christopher Stevens, the U.S. Ambassador who was killed, to meet with officials of Turkey, Saudi Arabia, and Qatar, about supplying the opposition in Syria and Libya. Well, who is the opposition? In Libya, the opposition openly included jihadists, included al-Qaeda elements. In Syria, right now, the al-Qaeda elements are leading the opposition…. According to the different sources I spoke to, what we have here is a U.S. policy of arming rebels, knowing or not knowing — but I can’t understand how they would not know — that many of these rebels are jihadists.”

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