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Kürzliche Beiträge
22. März 2013, 00.41 Uhr:

Internationaler Tag gegen Rassismus in Tunesien

von Thomas von der Osten-Sacken

Da sich arabische Staaten in den vergangenen Dekaden gerne als große Opfer von Kolonialismus, Imperialismus und Zionismus inszeniert haben und jahrelang die Regel galt, dass, je übler die jeweilige Diktatur in ihrem Land wütete, umso lauter  ihre Vertreter klagten, Opfer zu sein, geriet, vor allem auch in linken Unterstützerkreisen des arabischen Nationalismus, allzu gerne in Vergessenheit, dass in fast allen arabischen Ländern extremer Rassimus gegenüber Schwarzafrikanern und migrantischen Arbeitern herrschte und noch immer herrscht. Umso erfreulicher sind deshalb Meldungen wie diese aus Tunesien:

In Tunisia’s first celebration of the International Day for the Elimination of Racial Discrimination, an event was held today in downtown Tunis to raise awareness about discrimination against racial minorities in the country.

The event, “Tunisia with all its Colors,” was organized by the Association for Equality and Development (ADAM). (…)

The event in downtown Tunis sought to revive the heritage of black minorities coming from Medenine, a state in southern Tunisia. Emina Soudani, General Secretary of ADAM, said that this event is highly important to create a better level of awareness among Tunisians.

Rokhaya Diallo, a French activist and author advocating against racism, said, “the main problem concerning this issue is the denial and the lack of awareness among Tunisians, as most of them don’t realize that there is real discrimination happening here.”

Gilberto Leal, from the Brazilian National Coordination of Black Institutions, participated in the event to build a link between his organization and ADAM, sharing with Tunisia some of Brazil’s experiences addressing racism.

The event will continue tomorrow with a presentation by Abdesattar Amamou, a Tunisian historian who will speak about the history of Tunisian racism.

16. März 2013, 11.05 Uhr:

Freie Araber

von Thomas von der Osten-Sacken

Es gibt Seiten im Netz, die lassen einen doch hoffen, dass es, wenn auch nicht viel dafür spricht, eines Tages einmal besser werden könnte. Eine davon ist die der Free Arabs, die zu besuchen sich auf jeden Fall lohnt. Ihr Slogan: “Secularism, Democracy, Fun".

15. März 2013, 17.47 Uhr:

Iranische Uran-Diplomatie: Krieg oder Akzeptanz des Atomprogramms

von Wahied Wahdat-Hagh

Die Nachrichtenagentur Tabnak, die dem Ex-General der Revolutionsgardisten Mohssen Rezai nahesteht, veröffentlichte am 14. März 2013 ein Interview mit dem iranischen Wissenschaftler Dr. Kayhan Barsegar. Er ist Professor für internationale Beziehungen an der Azad-Universität in Teheran und vertritt die Position, dass nur das Thema des Atomprogramms eine Basis für einen bilateralen Dialog zwischen dem Iran und den USA sein kann und nicht die Probleme, die die Region betreffen.

Weiterlesen.

15. März 2013, 14.23 Uhr:

Fly to Iraq

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Fluglinie Dokan Air, die mehrmals wöchentlich von Deutschland in den Irak fliegt, wirbt mit einem herrlichen Bild für sich, das ganz ungewollt und deshalb um so gekonnter alle Klischees von Orientalismus karikiert:

Und das passende Video, um einem den Trip mit Dokan Air richtig schmackhaft zu machen:

10. März 2013, 15.34 Uhr:

Haram!

von Thomas von der Osten-Sacken

Also sowas, im Iran da steht aufs Umarmen fremder Frauen schwere Bestrafung und der Praesident macht das ganz oeffentlich in Caracas mit der Mutter des kuerzlich verblichenen Hugo Chavez? Ya Haram. Und in so ein Suendenpfuhl wird er nicht kommen, bzw. wiederkehren, der ersehnte Mahjdi.

10. März 2013, 15.26 Uhr:

Wieder iranischer Wien-Besuch: Innenminister Mohammad-Najjar

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

Schon wieder wird hoher Besuch aus dem Iran in der österreichischen Hauptstadt erwartet: diesmal kommt der Innenminister Mostafa Mohammad-Najjar, der nur auf Grund von UN-Sonderregelungen überhaupt einreisen darf, weil er sich sowohl wegen seiner Verantwortung für die blutige Niederschlagung der iranischen Freiheitsbewegung als auch wegen seiner unmittelbaren Involvierung in das iranische Atomwaffen- und Raketenprogramm auf der EU-Sanktionsliste befindet. Mohammad-Najjar war im ersten Kabinett Ahmadinejads Verteidigungsminister und ist seit Jahrzehnten Mitglied der Revolutionswächter. Er gilt als einer der maßgeblichen Akteure beim Aufbau der Hisbollah im Libanon und wird für zahlreiche Terroranschläge des iranischen Regimes im Ausland verantwortlich gemacht.

In Wien soll er nun an einer Sitzung des UN Office on Drugs and Crime vom 11. bis 15. März teilnehmen. Es wird interessant sein zu sehen, ob es irgendwelche österreichischen Politiker gibt, die öffentlich Kritik an Mohammad-Najjar äußeren – insbesondere nachdem der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi seinen letzten Wien-Besuch Ende Februar dazu genutzt hatte, österreichischen Staatsbürgern, die das iranische Regime kritisieren, zu drohen.

Ganz gleich, was man von der internationalen „Drogenbekämpfung“ halten mag: Reichlich absurd muten in jedem Fall die Versuche an, ausgerechnet das iranische Regime in die Bekämpfung des Drogenhandels einbinden zu wollen. Simone Dinah Hartmann, die Sprecherin des Bündnisses STOP THE BOMB, meint dazu in einer Presseerklärung „Einerseits wird der Vorwurf des Drogenhandels, der im Iran regelmäßig zur Hinrichtung der Beschuldigten führt, immer wieder gegen politische Oppositionelle erhoben. Andererseits gibt es massive Vorwürfe gegen die iranischen Revolutionswächter und die vom Iran geförderte Hisbollah, selbst einer der wichtigsten Akteure in eben diesem Handel zu sein.“

9. März 2013, 22.16 Uhr:

Die Internationale Union Muslimischer Kleriker und der Weltfrauentag

von Thomas von der Osten-Sacken

Memri fasst dankenswerterweise zusammen, was Sheikh Yousuf Al-Qaradhawi Chef der Internationalen Union Muslimischer Kleriker und Obergeistlicher der Muslimbrueder zur Vereinbarkeit von Menschen- und Frauenrechten und Sharia zu sagen hat. Dialog hin, Dialog her, der Mann ist einfach eine Autoritaet in seinem Feld und sagt’s ganz deutlich: beide sind unvereinbar:

First, the IUMS demands [that] the UN [realize] the necessity to protect [the] values, ethics, and laws [of the] revealed religions, sealed by Islam, as a means of preserving international peace and security.

“Second, the IUMS demands [that] Muslim countries formulate a unified stance rejecting [anything] that contradicts the Islamic shari’a and [the] revealed religions, whether in former documents like the CEDAW and [the] Beijing Declaration, or [in] later documents presented for discussion and signing.

“Third, the IUMS urges all participating governmental delegations to take heed of the will of their nations [and] to adhere to their Islamic shari’a law, to express reservations regarding these [UN] documents and [to] refrain from involvement in signing [any] more of them. The Union also demands [that] these delegations reject all aspects contradicting the Islamic shari’a in the document to be discussed in the 57th session of the UN Commission on the Status of Women, refrain from compromising the reservations [made] at the signing the [of] international agreements concerned with women and children, and refrain from signing any protocols appended to these international agreements without consulting the scholars of the Muslim nations, their union, and the councils of senior scholars, in an attempt to preserve the identity of [the Muslim] nations and the sovereignty of [their] governments…”

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