Schlüppis
Kürzliche Beiträge
15. März 2013, 14.23 Uhr:

Fly to Iraq

von Thomas von der Osten-Sacken

Die Fluglinie Dokan Air, die mehrmals wöchentlich von Deutschland in den Irak fliegt, wirbt mit einem herrlichen Bild für sich, das ganz ungewollt und deshalb um so gekonnter alle Klischees von Orientalismus karikiert:

Und das passende Video, um einem den Trip mit Dokan Air richtig schmackhaft zu machen:

10. März 2013, 15.34 Uhr:

Haram!

von Thomas von der Osten-Sacken

Also sowas, im Iran da steht aufs Umarmen fremder Frauen schwere Bestrafung und der Praesident macht das ganz oeffentlich in Caracas mit der Mutter des kuerzlich verblichenen Hugo Chavez? Ya Haram. Und in so ein Suendenpfuhl wird er nicht kommen, bzw. wiederkehren, der ersehnte Mahjdi.

10. März 2013, 15.26 Uhr:

Wieder iranischer Wien-Besuch: Innenminister Mohammad-Najjar

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

Schon wieder wird hoher Besuch aus dem Iran in der österreichischen Hauptstadt erwartet: diesmal kommt der Innenminister Mostafa Mohammad-Najjar, der nur auf Grund von UN-Sonderregelungen überhaupt einreisen darf, weil er sich sowohl wegen seiner Verantwortung für die blutige Niederschlagung der iranischen Freiheitsbewegung als auch wegen seiner unmittelbaren Involvierung in das iranische Atomwaffen- und Raketenprogramm auf der EU-Sanktionsliste befindet. Mohammad-Najjar war im ersten Kabinett Ahmadinejads Verteidigungsminister und ist seit Jahrzehnten Mitglied der Revolutionswächter. Er gilt als einer der maßgeblichen Akteure beim Aufbau der Hisbollah im Libanon und wird für zahlreiche Terroranschläge des iranischen Regimes im Ausland verantwortlich gemacht.

In Wien soll er nun an einer Sitzung des UN Office on Drugs and Crime vom 11. bis 15. März teilnehmen. Es wird interessant sein zu sehen, ob es irgendwelche österreichischen Politiker gibt, die öffentlich Kritik an Mohammad-Najjar äußeren – insbesondere nachdem der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi seinen letzten Wien-Besuch Ende Februar dazu genutzt hatte, österreichischen Staatsbürgern, die das iranische Regime kritisieren, zu drohen.

Ganz gleich, was man von der internationalen „Drogenbekämpfung“ halten mag: Reichlich absurd muten in jedem Fall die Versuche an, ausgerechnet das iranische Regime in die Bekämpfung des Drogenhandels einbinden zu wollen. Simone Dinah Hartmann, die Sprecherin des Bündnisses STOP THE BOMB, meint dazu in einer Presseerklärung „Einerseits wird der Vorwurf des Drogenhandels, der im Iran regelmäßig zur Hinrichtung der Beschuldigten führt, immer wieder gegen politische Oppositionelle erhoben. Andererseits gibt es massive Vorwürfe gegen die iranischen Revolutionswächter und die vom Iran geförderte Hisbollah, selbst einer der wichtigsten Akteure in eben diesem Handel zu sein.“

9. März 2013, 22.16 Uhr:

Die Internationale Union Muslimischer Kleriker und der Weltfrauentag

von Thomas von der Osten-Sacken

Memri fasst dankenswerterweise zusammen, was Sheikh Yousuf Al-Qaradhawi Chef der Internationalen Union Muslimischer Kleriker und Obergeistlicher der Muslimbrueder zur Vereinbarkeit von Menschen- und Frauenrechten und Sharia zu sagen hat. Dialog hin, Dialog her, der Mann ist einfach eine Autoritaet in seinem Feld und sagt’s ganz deutlich: beide sind unvereinbar:

First, the IUMS demands [that] the UN [realize] the necessity to protect [the] values, ethics, and laws [of the] revealed religions, sealed by Islam, as a means of preserving international peace and security.

“Second, the IUMS demands [that] Muslim countries formulate a unified stance rejecting [anything] that contradicts the Islamic shari’a and [the] revealed religions, whether in former documents like the CEDAW and [the] Beijing Declaration, or [in] later documents presented for discussion and signing.

“Third, the IUMS urges all participating governmental delegations to take heed of the will of their nations [and] to adhere to their Islamic shari’a law, to express reservations regarding these [UN] documents and [to] refrain from involvement in signing [any] more of them. The Union also demands [that] these delegations reject all aspects contradicting the Islamic shari’a in the document to be discussed in the 57th session of the UN Commission on the Status of Women, refrain from compromising the reservations [made] at the signing the [of] international agreements concerned with women and children, and refrain from signing any protocols appended to these international agreements without consulting the scholars of the Muslim nations, their union, and the councils of senior scholars, in an attempt to preserve the identity of [the Muslim] nations and the sovereignty of [their] governments…”

8. März 2013, 18.09 Uhr:

Iran: Wenn Schulkinder gezwungen werden, zum Islam zu konvertieren

von Wahied Wahdat-Hagh

Im August 2012 berichtete Jungle World in einer Reihe von online-Artikeln, dass die „University of Religions and Denominations” (URD) in der Stadt Qom, eine islamistische Kaderschmiede, mit der Universität Potsdam zusammenarbeitet. Die Universitätsleitung und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) verteidigten die Zusammenarbeit mit der URD. Inzwischen ist bekannt geworden, dass das iranische „Ministerium für Erziehung“ landesweit Lehrer rekrutiert, um diese in Anti-Bahai-Propaganda zu unterweisen. Die Lehrer werden von zumindest einer Lehrkraft der URD unterrichtet und setzen dann insbesondere Bahai-Schüler unter Druck, damit diese zum Islam konvertieren.

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7. März 2013, 20.08 Uhr:

Iran: Gewalt gegen Bahai bleibt straflos (Teil 1)

von Wahied Wahdat-Hagh

Die Bahai International Community (BIC) hat im März 2013 einen neuen Bericht über die Menschenrechtsverletzungen gegen die Bahai im Iran veröffentlicht. Angriffe auf Angehörige dieser religiösen Minderheit bleiben straflos. Zu den Tätern gehören übereifrige religiöse Fanatiker, die in den Gefängnissen als Wärter fungieren, Mitglieder der Bassij-Miliz und zivil gekleidete Geheimdienstler, die den Auftrag bekommen, zuzuschlagen und Dissidenten zu erniedrigen. Selbst einfache Bürger gehören zu den Tätern.

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6. März 2013, 22.37 Uhr:

«Der Muslimbruder an den Galgen, der Salafist in die Hölle»

von Thomas von der Osten-Sacken

Der WOZ Autor Cedric Rehman hat den beruehmt-beruechtigten Schwarzen Block in Aegypten besucht und berichtet aus Kairo:

Kairos Altstadt gleicht teilweise einer von den IslamistInnen befreiten Zone. Hier hat die Jugend die Macht übernommen. Bärte schmücken in der näheren Umgebung des Tahrirplatzes nur noch Puppen, die an Ampeln und Bäumen baumeln. «Der Muslimbruder an den Galgen, der Salafist in die Hölle», steht auf den Puppen geschrieben. Über den Tahrirplatz wabert nicht mehr Tränengas; stattdessen kommt aus den Zelten ein anderer Duft in Form einer süsslichen Marihuanawolke. Pärchen halten Händchen, und Jugendliche schäkern in aller Öffentlichkeit, als wollten sie allen AnhängerInnen der Geschlechtertrennung sagen: «Ihr könnt uns mal.» Auch die Homosexuellenbewegung hat sich mit einem Graffiti an der Mohammed-Mahmoud-Strasse – sie mündet auf den Tah­rirplatz – verewigt: «Schwulenfeindlichkeit ist antirevolutionär» verkünden zwei auf Beton gepinselte Männer, die sich küssen.

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