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Kürzliche Beiträge
2. März 2013, 17.22 Uhr:

Harlem Shake fuer die Muslimbrueder

von Thomas von der Osten-Sacken

Nach Tunesien nun auch in Aegypten:

Dozens of young men and women put on a public ‘Harlem Shake’ performance in front of the Muslim Brotherhood’s national headquarters in Cairo’s Moqattam district on Thursday.

A two and a half minute YouTube video shows the young Egyptians dancing to different kinds of music, not just the Harlem Shake song.

2. März 2013, 17.13 Uhr:

Salehi droht in Mafiamanier

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi droht bei seiner Visite in Wien Kritikern des Regimes. Das Bündnis STOP THE BOMB hatte gegen den Besuch demonstriert und gefordert, dass die EU und Österreich endlich dem Beispiel Kanadas folgen und die diplomatischen Beziehungen zur Diktatur der Ajatollahs und Pasdaran abbrechen solle. Die „Wiener Zeitung“ fragte den Außenminister diesbezüglich: „Manche Gruppen kritisieren die österreichische Regierung dafür, dass sie iranische Regierungsvertreter empfängt. Sie sollten, so die Forderung, Teheran boykottieren. Was halten Sie von solchen Gruppen?“ Und Salehi antwortete darauf ganz im Stile eines Don Vito Corleone: „Sehen Sie, jede Gruppe hat das Recht, ihre eigenen Vorstellungen und Positionen zu haben. Was ich hier aber betonen möchte, ist, dass man bei seinen Entscheidungen immer Vorsicht und Weisheit walten lassen sollte. Sonst gerät man in Problemsituationen. … Mein Rat an diese Gruppen ist: Ihr mögt Eure Differenzen mit uns haben, Ihr mögt Eure Anschauungen haben, aber gleichzeitig raten wir Euch, etwas rationaler und vorsichtiger zu sein.”

Da wird es den Außenminister nicht besonders freuen, dass die Österreichische Orient-Gesellschaft soeben eine Kooperation mit der Kulturabteilung der iranischen Botschaft in Wien aufgekündigt hat, nachdem STOP THE BOMB ganz ohne jede Vorsicht gegen diese Zusammenarbeit mit den Repräsentanten des iranischen Holocaustleugner-Regimes interveniert hatte. Der Iranistik-Professor und Präsident der Orient-Gesellschaft Bert Fragner erklärte hinsichtlich der ursprünglich geplanten und öffentlich angekündigten Kooperation mit der Kulturabteilung der iranischen Botschaft in einer Anfragebeantwortung: „Wir stornieren jegliche Zusammenarbeit mit den iranischen offiziellen Stellen in Wien, und werden das Programm ausschließlich als eine Veranstaltung der Österreichischen Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall durchführen.” Die Kulturabteilung, von der iranische Oppositionelle nur als „Spionagenest“ sprechen, wurde aus allen Ankündigungen gestrichen. Wenn es nach Salehi geht, muss nun wohl auch Fragner „Vorsicht walten lassen“ und damit rechnen, in „Problemsituationen“ zu geraten.

1. März 2013, 16.26 Uhr:

Iran: Bauernaufstand wegen Wassermangel

von Wahied Wahdat-Hagh

In der Provinz Isfahan gab es in den letzten Tagen Bauernaufstände. Am 23. Februar wurde gemeldet, dass Bauern aus Ost-Isfahan Wasserrohre, die von Isfahan in die Städte Yazd und Rafsanjan führten, gesprengt haben. Daraufhin wurden einige Bauern verhaftet. Protestierende stürmten dann die Polizeistation, die Verhafteten wurden entlassen.

Die Nachrichtenagentur Farsnews berichtet, dass angeblich der Gouverneur der Provinz Isfahan sich mit den Bauern geeinigt habe. Jedenfalls habe er deutlich gemacht, dass „ein aufgeregtes Klima“ nichts nütze. Wie BBC-Farsi meldet, sind die Bauern sehr unzufrieden, weil ihnen „der Wasserzufluss abgeschnitten“ worden ist. Tatsächlich wird das Wasser in andere Regionen umgeleitet.

Die Bauern haben verschiedene technische Einrichtungen, die das Wasser von „Sayande Rud“ in Isfahan nach Yazd umleiten, zerstört. Inzwischen wird das Wasser in Yazd rationiert. Die Revolutionsgardisten geben den örtlichen Behörden die Schuld für die Aufstände, die offenbar andauern. Inzwischen haben die Bauern in Isfahan inzwischen auch Busse in Brand gesetzt.

Wahied Wahdat-Hagh, Fellow bei der European Foundation for Democracy.

Im Iran entscheidet letztlich der „Führer“ über das Atomprogramm und nicht die Atomunterhändler, die lediglich den Auftrag haben die Verhandlungen möglichst in die Länge zu ziehen.

Die Freitagsprediger im heutigen Iran unterscheiden sich von der großen Masse der Prediger. Sie bestimmen die Politik der Diktatur und verbreiten sie, im Namen der Religion und des Gebets und in der Form der Hasspropaganda.

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Die islamistische Diktatur hat einen Grund zu feiern. Sie hat im Konflikt um ihr Atomprogramm wieder Zeit gewonnen und die Gegenseite hat keinen einzigen Punkt gemacht. Auf der Expertenebene sollen die Verhandlungen mit dem Iran am 17. und 18. März in Istanbul weitergehen und die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrats sowie Deutschland wollen ihre Gespräche mit den iranischen Atomunterhändlern am 5. und 6. April in Almaty fortsetzen.

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27. Februar 2013, 11.34 Uhr:

Tanzen gegen Islamisten

von Thomas von der Osten-Sacken

Man muss nicht unbedingt ein Freund von Kleinkunstdarbietungen sein, um sich hierueber zu freuen und gutes Gelingen zu wuenschen:

Mit unangemeldeten Tanz-Aktionen bringen die “Danseurs Citoyens” seit einigen Monaten nun Kunst auf die Straßen von Tunis. Der Marktplatz wird ebenso zur Bühne wie der Busbahnhof, die Avenue Bourguiba und das Innenministerium werden zur Kulisse für die jungen Tänzer. Männer und Frauen, ausgebildete Tänzer und Autodidakten überraschen die Passanten mit Elementen aus Streetdance, klassischem Ballett und modernem Tanz. Mitten im Alltag der Menschen.

Und dort sind sie willkommen: Das Publikum reagiert überrascht, aber positiv auf die Handvoll Tänzer, die sich eines wachsenden Bekanntheitsgrades erfreuen – Youtube und Facebook sei Dank. Die Mitschnitte der Tanz-Aktionen sind Renner im Internet, jeden Tag steigen die Klickzahlen der Videos, die unter dem Titel “Je danserai malgré tout – ich werde trotz allem tanzen” die einzigartigen Momente einfangen. Eine junge Tänzerin dreht Pirouetten zwischen Gemüseständen, ein Paar versinkt im Tanz vor Polizeiwagen, ein Breakdancer zeigt am Busbahnhof den Wartenden, was er kann. (…)

Dass die jungen Frauen mit offenen Haaren und in weiten Hosen mitten auf der Straße tanzen, rief auch schon harsche Kritik hervor.

Davon einschüchtern lassen sich die jungen tanzenden Bürger Tunesiens aber nicht: “Der Tanz ist unsere Form des Widerstandes gegen den religiösen und gesellschaftlichen Dogmatismus", sagt Bahri Ben Yahmed. “Mit unseren Aktionen erinnern wir die Tunesier daran, dass nur sie selbst über ihre Körper bestimmen dürfen. Wir appellieren an ihre Lebensfreude und laden sie ein, die Kunst mit uns zu teilen.”

26. Februar 2013, 20.49 Uhr:

Kerry in Kairo

von Thomas von der Osten-Sacken

Der neue US-Aussenminister John Kerry, der einst eine so gute Beziehung mit Bashar al Assad pfelgte, wird in Kuerze in Kairo erwartet. Erstaunlicherweise wird allerdings erwartet, dass Kerry zwar das gute Verhaeltnis zu den regierenden Muslimbruedern, das die Obama Administration unterhaelt, weiter fuehren, aber etwas haertere Toene anschlagen wird, als seine Vorgaengerin Hillary Clinton:

“Unlike [outgoing US state secretary] Hillary Clinton, Kerry won’t be satisfied with the Brotherhood’s management and containment of Hamas in Gaza,” said one Egyptian diplomatic source. “He will also want more in terms of Egypt’s domestic situation. Indeed, he won’t be as restrained in his reactions as Clinton was regarding clashes between protestors and police outside Egypt’s presidential palace.”

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