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Kürzliche Beiträge
29. November 2012, 21.24 Uhr:

Wenn der Muslimbruder verschiebt

von Thomas von der Osten-Sacken

Das läuft gerade ein bißchen dumm  für die Muslimbüder: Erst müssen sie ihre geplante tolle pro-Mursi Demo aus Angst vor Zusammenstößen von Freitag auf Samstag verschieben (für morgen rufen die nichtreligiösen Oppositionsgruppen zu Massenkundgebungen gegen den Präsidenten und die Muslimbrüder auf auf) und jetzt auch noch vom Tahrir Platz irgendwo anders hin:

The Muslim Brotherhood has changed the venue of its planned Saturday demonstration in support of President Mohamed Morsi from Cairo’s Tahrir Square to another location yet to be decided, Al-Ahram’s Arabic-language news website reported on Thursday evening.

Die arabische Straße, die können sie zumindest im Augenblick nicht so wirklich für sie reklamieren, die Islamisten.Deshalb denunzieren verschiedene Salafiten die Demonstranten auch als Konterrevolutionäre, während sie zugleich betonen, dass sie zwar Mursis Selbsterächtigung unterstützen, weiterhin aber den Verfassungsentwurf strikt ablehnen, der heute im Schnellverfahren und unter Abswesenheit von Nichtislamisten durchgeprügelt worden ist, weil der viel zu wenig Scharia für Ägypten vorsehe:

Meanwhile, Salafists groups at the press conference announced that their support for President Morsi does not imply that they will support the coming proposed constitution.

“Having the article that says only “principles” of Islamic Sharia and not “Sharia is the base of legislation” is unacceptable,” Said Farag, Salafist member of the Islamic Coalition for Rights Support, told Ahram Online.

Richtig solide Bündnispartner in so schwere Zeiten sehen auch anders aus.

Derweil, und das wäre, was eigentlich zählen sollte, findet in der selben Ausgabe von Al-Ahram sich diese Meldung: Poverty rate rises in Egypt, widening gap between rich and poor.

29. November 2012, 20.58 Uhr:

Internet, planes down

von Thomas von der Osten-Sacken

Zwei Meldungen heute aus Syrien zur aktuellen Lage: in 90% des Landes ist das Internet abgestellt, den Rebellen ist es gelungen innerhalb der letzten 24 Stunden zwischen zwei und neun Kampfflugzeugen (die Angaben variieren) abzuschießen.

In Damaskus finden heftige Gefechte statt, wie an den Tagen zuvor starben wieder weit über 100 Menschen. Assad, so melden iranische Nachrichtenagenturen, ist zwischenzeitlich aus seinem Palast ausgezogen und hält sich an einem geheimen Ort auf.

Kurzum, es sieht nicht gut aus für das syrische Regime, das eh die Kontrolle über fast den ganzen Norden des Landes verloren hat, dessen Armee in den Stadtvierteln von Aleppo, die sie noch hält, vom Nachschub abgeschnitten ist und die andernorts fast täglich weitere Stützpunkte und Flughäfen an die Free Syrian Army verliert.

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27. November 2012, 22.52 Uhr:

Mubarak mit Bart

von Thomas von der Osten-Sacken

Es sei die größte Demonstration in Kairo seit dem Sturz Mubaraks, meldete ein Journalist von Al-Ahram über Twitter. Wie viele Menschen heute in Ägypten gegen die jüngste Selbstermächtigung von Präsident Mohamed Mursi auf die Straße gegangen sind, ist schwer zu sagen. Zehntausende sind es allemal, neben jungen Revolutionären hat Mursi auch Gewerkschaftler, Juristen. Ärzte, Journalisten, Beschäftigte im Tourismussektor und sogar einige Abtrünnige aus seiner eigenen Muslimbruderschaft gegen sich aufgebracht.

Zum allerersten Mal, so liest und hört man, sei es gelungen, die weitgehend zersplitterte Opposition zusammen zu bringen. So erklärte ein Armeeoffizier, der sich den Demonstranten angeschlossen hatte, der Zeitung Al Masry al Youm:

“The president succeeded in one thing — he unified the divided civilian powers for the first time.”

Ob Wafd Partei, Sozialisten, Sozialdemokraten oder Fußballfans, diesmal haben sie in der Tat alle mobilisiert. Und erklären nicht ohne Stolz und vielleicht auch ein wenig übertrieben:

“The Muslim Brotherhood claim that they are the majority, but today we have learned that they are a minority.”

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21. November 2012, 23.07 Uhr:

Iran: Die irrationalen Akteure einer totalitären Macht

von Wahied Wahdat-Hagh

Manche deutsche Politiker, Wissenschaftler und Journalisten meinen, dass die iranischen Machthaber “rationale Akteure” seien, auf die man bauen könne.

Wie rational ist aber der iranische Revolutionsführer Ali Khamenei, wenn er sagt: “Die islamische Welt muss sich gegenüber den Feinden unverletzbar machen, indem sie sowohl ihre Glaubenskraft stärkt als auch dank des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts die Fähigkeit des Baus von Ausrüstungen erlangt, seien dies Waffen oder auch anderes.” Wohlgemerkt, er will solche Ausrüstungen, die auch Waffen sein können für das „Leben“ einsetzen. Etwa für das Überleben der Diktatur?

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21. November 2012, 14.32 Uhr:

Mad Max plus Islam

von Thomas von der Osten-Sacken

Ein Racket, ganz auf der Höhe der Zeit, ein Bild, das über die herrschenden Zustände mehr aussagt, als alle ellenlangen Analysen:

Der Text dazu:

Palestinian gunmen shot dead six alleged collaborators in the Gaza Strip who “were caught red-handed,” according to a security source quoted by the Hamas Aqsa radio on Tuesday. (…)

Gunmen chained the body of one of the alleged collaborators to a motorcycle and dragged it throughout the main streets of Gaza City

 

 

 

19. November 2012, 00.24 Uhr:

Berlin und Jakarta

von Thomas von der Osten-Sacken

Eine Beobachtung, die festzuhalten ist. Bislang, also nach viertägigem Einsatz der IAF in Gaza, gab es nur recht unbedeutende Demonstrationen in der arabischen Welt. Ein paar Tausende gingen am Freitag in Ägypten auf die Strasse, 500 in Tunis.

Und heute zählt das russische RT weltweite Demonstrationen unter dem reißerischen Titel “Anti-Israel rage across globe as violence in Gaza goes on” auf: Berlin ist dabei, London, Jakarta, Amsterdam und Tel Aviv. Nur interessanterweise kein einziges arabisches Land. (Kleine Anekdote am Rande: in Bahrain wurden laut dem iranischen Press.TV “Anti-Israel"-Demonstrationen sogar verboten)

Und wen wundert’s, in Jakarta und Berlin gingen genau gleich viele Leute auf die Strasse.

18. November 2012, 15.30 Uhr:

20.000 iranische Bassij-Kämpfer wollen nach Gaza, um gegen Israel zu kämpfen

von Wahied Wahdat-Hagh

Der Iran leistet seit Jahren militärische Hilfe für terroristische Organisationen, wie die Hamas und Hisbollah. Die Machthaber der „Islamischen Republik Iran“ wollen Gaza zu einer iranischen Front gegen Israel aufbauen.

20.000 Bassij, eine Reservearmee der iranischen Revolutionsgardisten, haben sich laut Farsnews bereit erklärt nach Gaza zu gehen, um dort gegen Israel zu kämpfen. Am letzten Freitag haben Tausende Menschen auf einer antiisraelischen Demonstration in Teheran gerufen: „Israel, die Armee des Islam steht bereit.“ Und an „Tod Israel und Tod Amerika“ Parolen hat es auch nicht gemangelt. Iranische Jihadisten warten offenbar auf den Befehl des Revolutionsführers Ali Khamenei nach Gaza zu ziehen.

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