Patrick Coburn berichtet aus Tripoli über den Einfluss von Islamisten und meint,
the Islamists may, for the moment, look stronger than they are because they alone could provide experienced guerrilla leaders and an organised network of sympathisers in Tripoli. These cells could scarcely maintain their existence before the rebellion started on 15 February, but thereafter they expanded rapidly.
In der libyschen Hauptstadt leitet allerdings immerhin ein ehemliges Führungsmitglied der Islamic Fighting Group den neu eingerichteten Military Council.
Auch Ranj Alaaldin analysiert im Guardian die Strukturen der Opposition, die meisten Milizen im Westen des Landes haben bislang den TNC nicht als legitimen Repräsentanten Libyens anerkannt und agieren alleine unter lokalem Kommando:
So far, brigades in both Misrata (located in the east) and the Nafusa mountains (the west) have refused to either recognise the authority of the NTC or reject the notion that they unreservedly take orders from NTC leaders.
Und dann wären da noch die USA, die in den 80er Jahren eng mit Islamisten in Pakistan und Afghanistan kooperiert haben (man denke nur an die Mujaheddin und den pakistanischen Präsidente Zia al-Haq). Einiges deutet darauf hin, dass die Obama Adminstration an diese Tradition wieder anzuknüpfen gedenkt. Zumindest in Syrien scheinen die Mulsimbrüder ihre bevorzugten Ansprechpartner zu sein.
Guido Westerwelle muss sich wohl bald einen neuen Job suchen. Damit er nicht in spätrömische Dekadenz verfällt, möchte ich ihm schon mal ein paar Tipps geben. Er hat ja auch viele neue Freunde gewonnen. „Man muss Westerwelle in diesen Tagen verteidigen“, meint Uli Cremer von der Grünen Friedensinitiative. Gewiss, bei den Grünen wäre es etwas ungemütlich, gegen die Kader, die solide KB-Schulungen absolviert haben, kommt man als Dünnbrettbohrer nicht an. Aber in der Friedensforschung ist es etwas einfacher. Keine Sorge, Herr Westerwelle, man muss da gar nicht soviel forschen. Man muss immer nur sagen, dass dieser oder jener Dikator schon etwas uncool sei, es aber auch nicht so schlimm wäre, dass man jetzt wirklich etwas unternehmen müsste, und dass die Leute da unten sowieso ganz anders sind als wir.
Aus Guantanamo zurückgekehrt wartet ein AL-Qaida Mann mit einem Reformprogramm für Saudi Arabien auf:
Ibrahim al-Rubeish, a former Guantanamo detainee, addressed Prince Nayef bin Abdulaziz with seven measures which he considered essential for “reform” in the ultra-conservative Gulf state and for the prince’s own safety, SITE Intelligence reported on Monday.
The measures included expelling non-Muslims from the Arabian Peninsula, repealing all man-made laws and instituting (Islamic) sharia-based governance, the US-based monitoring service said.
They also included releasing prisoners, allowing preachers to speak with impunity and removing themselves as obstacles to those who wish to support Muslims in Iraq and the Palestinian territories, it added.
Betrachtet man dieser Tage die Äußerungen und Artikel in von der Partei Die Linke nahestehenden Publikationen und die anderer Genossen zu den Ereignissen in Libyen, drängt sich einem doch die Frage auf: Wann wohl starten sie die Kampagne Zehn Euro für den Widerstand in Libyen?
Die Vorgängeraktion war ja auch äußerst erfolgreich und hat ganz immens zum Fortschritt der Menschheit beigetragen.
Und aus berufenem Munde wird den Gaddafi Leuten immerhin schon attestiert doch um einiges mutiger und motivierter gewesen zu sein, als die Truppen Saddams 2003:
Beeindruckend der Widerstand der Gaddafi-Leute, die selbst unter aussichtslosen Bedingungen bis zum Schluss kämpfen – jedenfalls kein Vergleich mit dem Saddam-Regime im Irak.
von Thomas von der Osten-Sacken
Normalerweise zerstreitet sie sich ja, nachdem sie festgestellt hat, dass auch daran Israel schuld ist, die Arabische Liga, wenn sie sich überhaupt mal trifft, über die Sitzordnung. Nun hat sie zumindest ein Statement zu Stande gebracht. Umgehend kommt das Dementi, es habe doch kein Statement gegeben. Man habe eine Sondersitzung zu Syrien einberufen, aber nicht über Syrien diskutiert:
Minister of Foreign Affairs Adnan Mansour said in remarks published Monday that the meeting of the Arab League ministers of foreign affairs ended with an agreement to not issue a statement or make media statements.
“The statement issued by the secretariat later was not discussed during the meeting and was not agreed upon,” Mansour told Al-Liwaa newspaper. (…)
The Arab League foreign ministers’ meeting did not discuss the situation in Syria, and the aim of it was to help Syria overcome its crisis “without interfering in Syrian affairs,” the FM also said.
Im Iran finden seit einigen Tagen Massenproteste statt. Der Grund: Lake Urumia, einer der größten Salzseen der Welt, droht auszutrocknen. Die iranischen Sicherheitskräfte reagieren, wie sie immer reagieren: mit äußerster Brutalität. Von Solidaritätsadressen der Grünen oder anderer Umweltaktivisten mit den iranischen Demonstranten ist bislang nichts bekannt geworden:
In protest to diversion of many rivers that feed one of the largest salty lake in the world, Lake Orumieh in north western Iran residents of the city of Orumieh poured to the streets (see video) of the city despite the heavy presence of security and anti-riot forces on Saturday afternoon.
According to Iranian Kurdistan’s official news agency, Kurdistan Press Agency, Kurdpa, Saturday afternoon’s protesters reached seven thousands in the streets of Orumieh.
In a telephone conversation with one of the protesters Kurdpa confirmed that the security and anti-riot forces have prepared caged vehicles to house arrested protesters and are stationed on the streets.
The security forces have cracked down on peaceful protesters and used tear gas to disperse them resulting in the injury of many protesters.
Dialogangebote haben gerade eine seltene Konjunktur in der Region:
Moussa Ibrahim, Muammar Gaddafi’s spokesman, has reportedly told the Associated Press news agency that the toppled Libyan leader is ready to negotiate with the rebels to form a transitional government.
Ibrahim called AP headquarters in New York late on Saturday, and told them he was calling from Tripoli, the Libyan capital, and that Gaddafi was still in Libya.
Siehe auch: Gaddafi’s end … and Libya’s new beginning
Iran: Armenbekämpfung statt ArmutsbekämpfungDie Armut im Iran wächst, und soziale Proteste werden nicht geduldet. Auf die Missachtung der …
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