Kaffeekollektiv Aroma Zapatista
Kürzliche Beiträge
28. August 2011, 11.52 Uhr:

Mehr Dialogangebote

von Thomas von der Osten-Sacken

Dialogangebote haben gerade eine seltene Konjunktur in der Region:

Moussa Ibrahim, Muammar Gaddafi’s spokesman, has reportedly told the Associated Press news agency that the toppled Libyan leader is ready to negotiate with the rebels to form a transitional government.

Ibrahim called AP headquarters in New York late on Saturday, and told them he was calling from Tripoli, the Libyan capital, and that Gaddafi was still in Libya.

Siehe auch: Gaddafi’s end … and Libya’s new beginning

27. August 2011, 01.28 Uhr:

Dialogoffensive der Achse des Widerstandes

von Thomas von der Osten-Sacken

Nachdem Mahmoud Ahmedinejad pflichtschuldig einmal mehr zur Vernichtung Israels aufgerufen hat,  fordert er nun die syrische Regierung auf, mit der Opposition in Dialog zu treten:

“The people and government of Syria must come together to reach an understanding,” Ahmadinejad said on Lebanese, Hezbollah-run Al-Manar television, according to a Now Lebanon/AFP report . “When there is a problem between the people and their leaders they must sit down together to reach a solution, away from violence,” he said.
The Iranian president added that “one must not kill the other, because killing, whichever side is responsible, serves Zionist interests.”

Es scheint wirklich schlecht um Assad bestellt zu sein, wenn seine engsten Verbündeten schon so reden, als wäre der Geist des letzten evangelischen Kirchentages in sie gefahren.  Keinen Monat ist es  her, da leugnete der Iran die Proteste in Syrien schlichtweg oder nannte die Demonstranten “zionistische und imperialistische Agenten”

Auch Hassan Nasrallah hat es plötzlich mit dem Dialog, die Angst seinen Schutzpatron und Terrorpaten in Damaskus verlieren zu können, ist ihm offensichtlich in die Knochen gefahren:

“Everyone who is a friend of Syria and seeks to preserve the country and its unity should combine efforts to help push them toward dialogue and peaceful resolution,” Nasrallah said during a ceremony for the occasion of Jerusalem International Day in Maroun al-Ras, a village on the Lebanese border with Israel. Nasrallah also warned that any positive or negative developments in Syria would affect the entire region, including Lebanon, and would harm the chances of liberating Palestine, praising Syria’s role in supporting the Palestinian cause.

Inzwischen verurteilt der Sprecher der Palästinensischen Regierung, Navil Abu R’Dina,

Iranian President Mahmoud Ahmadinejad’s statement that the creation of a Palestinian state would be the first step in wiping out Israel. “These words do not help anyone accept the Israeli right who are against our bid at the UN, and put in doubt our intentions and obligations to a two state based on the 1967 borders,” he said.

Soviel zur Einigkeit in der Achse des Widerstandes.

26. August 2011, 17.49 Uhr:

Keine Intervention

von Thomas von der Osten-Sacken

Das war absehbar: die Bilder aus Tripoli haben ihre Auswirjung auf die Protesbewegung in Syrien, die sich bislang immer eine Intervention von außen zumindest öffentlich verbeten hatte:

There have been growing calls by some activists and protesters for some form of limited intervention for the past week. Some suggest a no-fly zone and others international observers. But with opposition to any UN Security Council resolution from Russia and China, any further action is extremely unlikely.

Aber Assad braucht sich keine größeren Sorgen zu machen. Nicht nur Russland und China stehen hinter ihm, auch der Iran und mit dem mag niemand sich anlegen. Und da wäre zuletzt auch noch Deutschland. Außenminister Guido Westerwelle hat ja erst kürzlich wieder betont, wie richtig die deutsche Haltung zu der Intervention in Libyen gewesen sei. Er wird sich zu Syrien nicht anders verhalten.

25. August 2011, 23.39 Uhr:

Im Haus der Angst

von Thomas von der Osten-Sacken

Seit einigen Stunden kontrolliert die libysche Opposition nun auch das Hautquartier des Geheimdienstes, der, wie in so vielen anderen arabischen Ländern auch, als Inbegriff all des Schreckens und Terrors  galt. Mit dem Gebäude des Mukhabrat ist eines der stärksten Symbole des Ancién Regime gefallen, von hier wurde sie verbreitet, genährt und organisiert, die allumfassende Angst, mit der Gaddafi regiert hatte:

The headquarters of Libya’s intelligence services - a notorious symbol of Muammar Gaddafis 42-year rule - is now firmly in rebel hands.

Detailed reports on anyone opposing him would come directly to this building. Parts of the compound also served as a prison, with secret cells housing many Libyans that the regime would make disappear.

The building is full of confidential documents that could provide a valuable insight into what was one of the world’s most secretive regimes. But it will take weeks to sift through.

Man darf gespannt sein, was sie dort so alles finden werden. Denn diese Regimes leiden alle samt und sonders unter einer notorischen Sammelwut. Jede Folterung ist dokumentiert, ebenso wie das Schicksal der “Verschwundenen". So war es auch im Irak 2003. Und dann sind da noch all die Dokumente, die über Waffendeals etc. Aufklärung verschaffen könnten.  Und war da nicht noch diese Geschichte mit Rabta?

21. August 2011, 22.33 Uhr:

Exilrating für Muammar

von Oliver M. Piecha

Saudi Arabien ist nicht toll, mal allgemein vom Wetter und dem Rest abgesehen, und die Frau kann nicht mal Fladenbrot holen fahren gehen Freitags. Und wer möchte schon neben Ben Ali wohnen ( oder sich die alten Nachbarsgeschichten über Idi Amin anhören müssen, wenn der die menschlichen Festmahlknochen wieder nicht richtig entsorgt hatte).

Aber selbst dieser - “westliche” -Hitzeknast steht Muammar nicht offen:

Welcome to Chez Hugo? (Der Mann hat Krebs. Ob seine Epigonen so ewig linientreu sein werden, mh…).

Irgendwo in Afrika? Sehr, sehr unsicher (Höchstens empfohlen: Fallschirmabsprung über Südsomalia).

Minsk? Viel Spaß beim Zelten im Winter!

Nordkorea? Oh jeh, selbst schuld.

Große Führer enden in kleinen Gräbern. Leider immer zu spät. Aschereste des Grünen Buches wehen über die Wüste.

Sky News reports that the advancing Libyan rebels are now only seven kilometres away from the centre of Tripoli and are meeting no resistance. Civilians from the capital are pouring out of their homes to welcome the convoy.

Wie wäre es nun damit, auf den Fortschritt zu hoffen? (Bloß ohne Widersprüche gibt es den nicht, wer anderes wissen will muß weiter das Grüne Buch studieren - und wenn es nur darum geht, sich weiter daran abzuarbeiten. Viel Spaß dabei.)

We know how to make freedom. Remember him.

21. August 2011, 16.52 Uhr:

Keine Kohle mehr für die Hamas

von Thomas von der Osten-Sacken

Angeblich hat der Iran der Hamas nun den Geldhahn zugedreht, weil sie nicht, wie andere in Syrien ansässige Palästinenserorganisationen, die erwarteten Ergebenheitsadressen an das Regime abgeliefert hat:

One diplomat, who asked not to be identified, said intelligence reports showed that Iran had reduced funding for Hamas.

Other diplomatic sources, also relying on intelligence assessments, said the payments had stopped over the past two months.

The diplomats cited Iran’s displeasure over Hamas’ refusal to hold rallies in support of Tehran’s ally, Assad, in Palestinian refugee camps in Syria after an uprising against his rule. Hamas’ leadership outside the Gaza Strip is headquartered in Damascus.

21. August 2011, 13.48 Uhr:

Jetzt ja nicht die Palästinenser frustrieren

von Thomas von der Osten-Sacken

Südisrael liegt im Raketenhagel aus Gaza, die Toten des Terrorattentates sind gerade beerdigt, und aus Europa, genauer Spanien, kommt diese Reaktion:

Spain hopes a meeting of European Union foreign ministers on Sept. 2 will bring progress towards the recognition of a Palestinian state, Spanish Minister of Foreign Affairs Trinidad Jimenez said on Sunday.

“There’s the feeling that now is the time to do something, to give the Palestinians the hope that a state could become reality,” she said in an interview with El Pais newspaper published on Sunday.

“We have to give them some signal, because if we don’t it could generate great frustration for the Palestinian people.”

Und was passiert, wenn die Palästinenser frustriert sind? Schießen sie dann 250 Raketen statt 100 pro Tag auf Israel ab?

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edmundpiper: @Piratenbaer @Jungle_World Nazi aka N-sozialistin stimmt im umgangssprachl. Gebr. nicht. 'Faschistin' gibt's in weiblich #scheissThema sorry

Piratenbaer: @edmundpiper @Jungle_World Nee, weil Nazi Abk. f. N--sozialist und N-sozialistin ist. #würg

gerina009: RT @Jungle_World: Jan Tölva: Weshalb Savages die Band der Stunde ist http://t.co/NbRuKJIeHI

edmundpiper: @Piratenbaer @Jungle_World Wie ist eigentlich die weibliche Form von 'der Nazi'? 'die Nazi'? Oder fehlt der deutschen Sprache da ein Wort?

kidofempire: RT @Jungle_World: Martin Krauss und Elke Wittich: Nationaler Taumel vor dem »deutschen Finale« der Champions League http://t.co/jkDErOlmBU