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Kürzliche Beiträge
7. März 2013, 20.08 Uhr:

Iran: Gewalt gegen Bahai bleibt straflos (Teil 1)

von Wahied Wahdat-Hagh

Die Bahai International Community (BIC) hat im März 2013 einen neuen Bericht über die Menschenrechtsverletzungen gegen die Bahai im Iran veröffentlicht. Angriffe auf Angehörige dieser religiösen Minderheit bleiben straflos. Zu den Tätern gehören übereifrige religiöse Fanatiker, die in den Gefängnissen als Wärter fungieren, Mitglieder der Bassij-Miliz und zivil gekleidete Geheimdienstler, die den Auftrag bekommen, zuzuschlagen und Dissidenten zu erniedrigen. Selbst einfache Bürger gehören zu den Tätern.

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6. März 2013, 22.37 Uhr:

«Der Muslimbruder an den Galgen, der Salafist in die Hölle»

von Thomas von der Osten-Sacken

Der WOZ Autor Cedric Rehman hat den beruehmt-beruechtigten Schwarzen Block in Aegypten besucht und berichtet aus Kairo:

Kairos Altstadt gleicht teilweise einer von den IslamistInnen befreiten Zone. Hier hat die Jugend die Macht übernommen. Bärte schmücken in der näheren Umgebung des Tahrirplatzes nur noch Puppen, die an Ampeln und Bäumen baumeln. «Der Muslimbruder an den Galgen, der Salafist in die Hölle», steht auf den Puppen geschrieben. Über den Tahrirplatz wabert nicht mehr Tränengas; stattdessen kommt aus den Zelten ein anderer Duft in Form einer süsslichen Marihuanawolke. Pärchen halten Händchen, und Jugendliche schäkern in aller Öffentlichkeit, als wollten sie allen AnhängerInnen der Geschlechtertrennung sagen: «Ihr könnt uns mal.» Auch die Homosexuellenbewegung hat sich mit einem Graffiti an der Mohammed-Mahmoud-Strasse – sie mündet auf den Tah­rirplatz – verewigt: «Schwulenfeindlichkeit ist antirevolutionär» verkünden zwei auf Beton gepinselte Männer, die sich küssen.

2. März 2013, 17.41 Uhr:

Syrien: Stellvertreterkrieg im Stellvertreterkrieg

von Thomas von der Osten-Sacken

Nadine Elali fuehrt aus, wer in Syrien zunehmend das Kommando uebernimmt: Der Iran

Iran has taken command inside Syria and is maneuvering to create a new leadership structure; in the meantime Assad’s regime has crumbled to merely a façade. Evidence of this can be found most obviously in the 9 January prisoner swap between opposition and regime forces, as well as in the increased role Iran has recently been playing in military planning and operations.

For over six months now, the Islamic Revolutionary Guards Corps (IRGC) has been both overseeing and directly taking part in the regimes battles against the armed opposition Louay Moqdad, Free Syrian Army spokesperson tells NOW. Iranian military advisors, he says, have formed joint operation rooms with regime forces to provide tactical and logistical support.

Ausserdem, so stellt sie fest, und diese These erscheint aeusserst plausibel, entwickele sich ein weiterer Stellvertreterkrieg im Syrienkonflikt, der eh seit langem schon ein Stellvertreterkrieg geworden ist:

Syrian opposition member and Associate Professor at Shawnee State University Amr al-Azm believes that at this stage, Iran aims to remain relevant to the developments in Syria at least until the proposed 2014 elections. (…)

Azm also points out that the conflict in Syria has turned into a proxy war between Iran and the regime on one side, and Arab states and Turkey on the other. He sees the recent transfers of weapons aim to create a balance between the different regional powers. Azm, referring to recent reports of Saudi Arabia arming rebels, believes that the Kingdom aims to bypass the jihadist groups present in Aleppo and in the northern part of Syria.

“The Saudis, along with other western countries, namely Britain, are supporting the brigades present in Damascus and south, all the way to Daraa, whereas the middle strip between Aleppo and the northern border is being controlled and influenced by Turkey, Qatar, and the Muslim Brotherhood. The battles are just as much against each of these proxies as they are against the regime and Iran,” says Al-Azm.

Und nun scheinen auch noch irakische Truppeneinheiten gegen Stellungen der FSA auf syrischem Boden vorgegangen zu sein:

For the first time, Iraqi forces opened fire on Syria shelling the positions of the Free Syrian Army (FSA) days after Iraqi Prime Minister Nouri al-Maliki warned that a victory of the Syrian opposition would spread chaos in the region.

Al Arabiya correspondent near the Syrian-Iraqi border reported that Iraqi snipers took up positions on buildings near the Rebiya crossing while others forces shelled the positions of the Free Syrian Army.



2. März 2013, 17.22 Uhr:

Harlem Shake fuer die Muslimbrueder

von Thomas von der Osten-Sacken

Nach Tunesien nun auch in Aegypten:

Dozens of young men and women put on a public ‘Harlem Shake’ performance in front of the Muslim Brotherhood’s national headquarters in Cairo’s Moqattam district on Thursday.

A two and a half minute YouTube video shows the young Egyptians dancing to different kinds of music, not just the Harlem Shake song.

2. März 2013, 17.13 Uhr:

Salehi droht in Mafiamanier

von Thomas von der Osten-Sacken

Gastbeitrag von Stephan Grigat

Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi droht bei seiner Visite in Wien Kritikern des Regimes. Das Bündnis STOP THE BOMB hatte gegen den Besuch demonstriert und gefordert, dass die EU und Österreich endlich dem Beispiel Kanadas folgen und die diplomatischen Beziehungen zur Diktatur der Ajatollahs und Pasdaran abbrechen solle. Die „Wiener Zeitung“ fragte den Außenminister diesbezüglich: „Manche Gruppen kritisieren die österreichische Regierung dafür, dass sie iranische Regierungsvertreter empfängt. Sie sollten, so die Forderung, Teheran boykottieren. Was halten Sie von solchen Gruppen?“ Und Salehi antwortete darauf ganz im Stile eines Don Vito Corleone: „Sehen Sie, jede Gruppe hat das Recht, ihre eigenen Vorstellungen und Positionen zu haben. Was ich hier aber betonen möchte, ist, dass man bei seinen Entscheidungen immer Vorsicht und Weisheit walten lassen sollte. Sonst gerät man in Problemsituationen. … Mein Rat an diese Gruppen ist: Ihr mögt Eure Differenzen mit uns haben, Ihr mögt Eure Anschauungen haben, aber gleichzeitig raten wir Euch, etwas rationaler und vorsichtiger zu sein.”

Da wird es den Außenminister nicht besonders freuen, dass die Österreichische Orient-Gesellschaft soeben eine Kooperation mit der Kulturabteilung der iranischen Botschaft in Wien aufgekündigt hat, nachdem STOP THE BOMB ganz ohne jede Vorsicht gegen diese Zusammenarbeit mit den Repräsentanten des iranischen Holocaustleugner-Regimes interveniert hatte. Der Iranistik-Professor und Präsident der Orient-Gesellschaft Bert Fragner erklärte hinsichtlich der ursprünglich geplanten und öffentlich angekündigten Kooperation mit der Kulturabteilung der iranischen Botschaft in einer Anfragebeantwortung: „Wir stornieren jegliche Zusammenarbeit mit den iranischen offiziellen Stellen in Wien, und werden das Programm ausschließlich als eine Veranstaltung der Österreichischen Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall durchführen.” Die Kulturabteilung, von der iranische Oppositionelle nur als „Spionagenest“ sprechen, wurde aus allen Ankündigungen gestrichen. Wenn es nach Salehi geht, muss nun wohl auch Fragner „Vorsicht walten lassen“ und damit rechnen, in „Problemsituationen“ zu geraten.

1. März 2013, 16.26 Uhr:

Iran: Bauernaufstand wegen Wassermangel

von Wahied Wahdat-Hagh

In der Provinz Isfahan gab es in den letzten Tagen Bauernaufstände. Am 23. Februar wurde gemeldet, dass Bauern aus Ost-Isfahan Wasserrohre, die von Isfahan in die Städte Yazd und Rafsanjan führten, gesprengt haben. Daraufhin wurden einige Bauern verhaftet. Protestierende stürmten dann die Polizeistation, die Verhafteten wurden entlassen.

Die Nachrichtenagentur Farsnews berichtet, dass angeblich der Gouverneur der Provinz Isfahan sich mit den Bauern geeinigt habe. Jedenfalls habe er deutlich gemacht, dass „ein aufgeregtes Klima“ nichts nütze. Wie BBC-Farsi meldet, sind die Bauern sehr unzufrieden, weil ihnen „der Wasserzufluss abgeschnitten“ worden ist. Tatsächlich wird das Wasser in andere Regionen umgeleitet.

Die Bauern haben verschiedene technische Einrichtungen, die das Wasser von „Sayande Rud“ in Isfahan nach Yazd umleiten, zerstört. Inzwischen wird das Wasser in Yazd rationiert. Die Revolutionsgardisten geben den örtlichen Behörden die Schuld für die Aufstände, die offenbar andauern. Inzwischen haben die Bauern in Isfahan inzwischen auch Busse in Brand gesetzt.

Wahied Wahdat-Hagh, Fellow bei der European Foundation for Democracy.

Im Iran entscheidet letztlich der „Führer“ über das Atomprogramm und nicht die Atomunterhändler, die lediglich den Auftrag haben die Verhandlungen möglichst in die Länge zu ziehen.

Die Freitagsprediger im heutigen Iran unterscheiden sich von der großen Masse der Prediger. Sie bestimmen die Politik der Diktatur und verbreiten sie, im Namen der Religion und des Gebets und in der Form der Hasspropaganda.

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