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Kürzliche Beiträge
15. November 2012, 01.01 Uhr:

Der Salafit und die Demokratie

von Thomas von der Osten-Sacken

Ein aufschlussreicher Artikel aus Al Masry al Youm. Amr Ezzat diskutiert mit einem salafitischen Freund über Demokratie und bekommt diese Antworten:

He told me that in Islam the majority does not necessarily possess the truth because truth is what God sent to his Prophet as understood by the righteous predecessors. He added that democracy contradicts with Islam since it could lead to results that violate this truth. He explained that Islamists accepted democracy because they thought it would bring them to power since the majority of people, they thought, supported the implementation of Sharia. “If the majority does not want Sharia, what would be the case?” I asked. He said that in that event democracy would be an ineffective way to implement Sharia.

He told me that democracy is also in contradiction with Islam because it makes “the truth,” which is the basis for making laws, something relative and dependent on lawmakers’ discussions and votes. “Thank God those MPs were Muslims!” he said. “But what if they weren’t?” I asked. He said in that case democracy would be an ineffective way to implement Sharia. “And in that case what can we do?” I asked. “We will have to look for another way or go back to our mosques,” he said.

13. November 2012, 23.49 Uhr:

Frankreich voran

von Thomas von der Osten-Sacken

Wie schon bei der libyschen Opposition, jetzt auch bei der syrischen, Frankreich hat eben die Opposition als Vertretung der Syrer diplomatisch anerkannt:

France recognized the newly formed opposition National Coalition as the sole representative of the Syrian people on Tuesday, the first Western country to do so, as fighting raged across the country.

“I announce that France recognizes the Syrian National Coalition as the sole representative of the Syrian people and thus as the future provisional government of a democratic Syria, allowing an end to the Bashar al-Assad regime,” President Francois Hollande told a press conference.

Meanwhile, the coalition’s chief called on world powers to arm Assad’s foes, as Arab and EU leaders urged his coalition to seek broader support inside the war-torn country.

13. November 2012, 15.11 Uhr:

Von Bamiyan nach Giza

von Thomas von der Osten-Sacken

Weg, alles muss weg aus der Zeit der Dunkelheit, die herrschte, bevor der Islam das Licht brachte:

Murgan Salem al-Gohary told Egypt’s privately-owned Dream TV2 channel over the weekend that the Sphinx and pyramids are “idolatrous” and must be destroyed, Egyptian daily al-Masry al-Youm reported.

The newspaper said Gohary is a jihadist leader with links to the Taliban and that he had previously helped smash Buddha statues in Afghanistan ten years ago.

“The idols and statutes that fill Egypt must be destroyed. Muslims are tasked with applying the teachings of Islam and removing these idols, just like we did in Afghanistan when we smashed the Buddha statues,” Gohary said in a Saturday night television interview, according to al-Masry al-Youm.

10. November 2012, 12.07 Uhr:

Über kultursensiblen Fortschritt

von Thomas von der Osten-Sacken

Sage niemand “unsere moderaten Alliierten am Golf", die  Saudis, gingen nicht mit der Zeit. Nun veranstalten sie sogar eine Frauenkonferenz  mit dem wunderbaren Titel: «Women in the Biography of the Prophet and the modern woman, Kingdom of Saudi Arabia a model».

Ein Blick aufs Auditorium überzeugt:

Geht es in diesem rasanten Tempo weiter, ganz sicher, in ca. 100 Jahren werden sie auch eine Frau zu ihren Frauenkonferenzen einladen.

Aber versprochen: an irgend einer deutschen Uni findet sich sicher noch eine GenderwissenschaftlerIn oder PostkolonialistIn, die uns allen in Kürze erklären wird, warum es sich hier um ganz kultursensiblen Fortschritt handelt, der mit Einfühlung und kulturellem Dialog begleitet werden müsse.

Es gibt viele Gerüchte über geheime iranisch-amerikanische Gespräche, die nicht nur von Ali Akbar Welayati, einem Berater des iranischen Revolutionsführers, dementiert werden. Indessen wurde bekannt, dass Anfang November iranische Jagdflugzeuge auf eine US-Drohne geschossen haben, als diese über internationales Gewässer des Persischen Golfs flog. Ein Signal der Dialogbereitschaft war das nicht. Welche ideologischen Barrieren gibt es auf Seiten des iranischen Regimes bezüglich Verhandlungen mit den USA? Die iranische Außenpolitik ist von Leitlinien bestimmt, die der Revolutionsführer Ali Khamenei vorgibt. Demnach darf der Iran nur dann einen Dialog mit den USA führen, wenn die US-Regierung ihre Solidarität mit Israel aufgibt.

Weiterlesen.

8. November 2012, 16.29 Uhr:

Palästinenser von Deportation bedroht

von Thomas von der Osten-Sacken

Wie ein PLO Funktionär mitteilte, fürchtet seine Organisation, dass Zehntausende von Palästinesern  als Vergeltungsaktion für den Raketenbeschuss aus Gaza die gewaltsame Depotation drohe:

Unnamed PLO sources told Al-Quds Al-Arabi they feared that Israel may resort to “crazy” actions (…) and begin deporting Palestinian refugees estimated to number some 500,000.

Zum Glück gibt es ja die Palästinasolidarität, die sofort auf die Schreckensmeldung reagierte und europaweit zu Demonstrationen und Petitionen aufrief und umgehend auch Gehör bei Politikern von Bundesregierung und EU fand.

Nicht ganz, der PLO Funktionär sprach ja von Syrien und nicht Israel, weshalb es auch ganz still ist und die Damen und Herren Grothe, Paech et. al.  gerade mit wichtigen anderen Dingen beschäftigt sind.

Was eigentlich macht George Galloway?  Ach so: Der verteidigt wacker weiter das Assad Regime und wird wohl, nun das selbst die Hamas die Seiten gewechselt hat, Ahmed Jibril als letzten aufrechten Antiimperialisten hochleben lassen.

Und die Palästinenser?  Nun sie müssten eigentlich einmal mehr merken, wie so oft zuvor, dass die so genannte internationale  Solidarität mit ihnen nie eine war, sondern sie einzig als  Bündnispartner im Kampf gegen den jüdischen Staat wertschätzt.

7. November 2012, 20.28 Uhr:

Die, die sich freuen

von Thomas von der Osten-Sacken

Ägypter und Palästinser freuen sich über Wiederwahl Obamas, den 69% aller amerikanischen Juden gewählt haben.

Zwei Meldungen, die nebeneinander auf der Seite von JSS-News:

Palestiniens et égyptiens se félicitent de la victoire de leur ami Obama

69% des juifs américains ont voté pour Obama

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