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Kürzliche Beiträge
12. Mai 2012, 10.26 Uhr:

Al Qaida? Gibt es laut Assad nicht

von Thomas von der Osten-Sacken

Im Jahre 2003, als noch jeder Jihadist, der gegen die Amerikaner im Irak kämpfen wollte, Syrien als Transitland nutzen konnte und dort großzügige Unterstützung für seine Mission erhielt, damals also, erklärte Bashar al Assad, dass es das Terrornetzwerk Al Qaida vermutlich gar nicht geben würde:

Syrian President Bashar Assad said in an interview (…) that he doubts the existence of al-Qaeda, the terror group blamed for the Sept. 11 attacks and recent strikes in Saudi Arabia and Morocco.

Und heute? Wird noch jeder Demonstrant in Syrien, der gegen Assad auf die Straße geht, von der syrischen Staatspropaganda als Terrorist und Anhänger von Al-Qaida denunziert.

So ändern sich die Zeiten.

11. Mai 2012, 09.34 Uhr:

Iran: 100.000 Dollar für eine Hinrichtung in Deutschland

von Wahied Wahdat-Hagh

Shahin Najafi ist ein Sänger, der aus dem Iran geflohen ist und in Deutschland lebt. Er singt kritische Lieder, die die iranischen Inquisitoren nicht mögen. Sie fordern nun seinen Tod. Die Schiaonline hat ein Kopfgeld auf ihn gesetzt. Der Mörder soll 100.000 Dollar für die Hinrichtung von Najafi in Deutschland oder sonst wo bekommen. Die Fatwa stammt von Ayatollah Safi Golpayegani.

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10. Mai 2012, 10.52 Uhr:

Iran: Die Atombombe ist nicht verboten

von Wahied Wahdat-Hagh

Ali Khamenei, der religiöse Führer des Iran, hat in verschiedenen Reden davon gesprochen, dass eine Atombombe nicht islamisch sei. Gegenwärtig schlussfolgern einige Politiker, Wissenschaftler und Journalisten daraus, dass diese Aussage auf einer Fatwa beruhe und man davon ausgehen könne, dass der Iran die Atombombe nicht bauen wolle. Doch an dieser optimistischen Annahme muss gezweifelt werden.

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8. Mai 2012, 21.58 Uhr:

Antrag auf Haftbefehl gegen Sheikh Qaradawi

von Thomas von der Osten-Sacken

Ein tunesischer Anwalt hat heute einen Antrag eingericht, der verlangt, dass, sollte wie angekuendigt, Skeikh Yussuf al Qaradawi in Tunesien einreisen, man ihn umgehend verhaftet muesse. Tja, wenn der Sheikh, der Suicide Bombings gegen israelische Zivilisten bewirbt, Genitalverstuemmelung eine gute Sache findet, kurzum seiner Rolle als geistiger Mentor der Muslimbruderschaft mehr als gerecht wird, frueher nach London reiste, wurde er da von (Ex-)Buergermeister Ken Livingstone mit offenen Armen empfangen. Auf die Idee einen Haftbefehl gegen den Kleriker zu beantragen waere wohl niemand gekommen:

Un avocat tunisien, célèbre activiste en matière des droits de l’Homme, a déposé, aujourd’hui mardi 8 mai 2012, une plainte contre cheikh Youssef Qardhaoui, célèbre prédicateur qatari, pour “terrorisme et incitation à la discorde” tout en réclamant son arrestation immédiate tant qu’il se trouve encore en Tunisie.  La plainte a été reçue et acceptée, ce matin par le ministère public.

Anzeige erstattet hat auch Gilbert Naccache, ein tunesischer Schriftsteller, und zwar gegen die Salafiten, weil sie “Antisemitismus als politische Bewegung” in Tunesien etablierten  und “die erklärten Gegner der Frauen, der Künstler, ja aller Kreativen und Denker sind.”

Zugleich kristisiert Naccache die gemaessigten und saekularen Kraeften fuer ihr Versagen angesicht der islamistischen Konterrevolution.

7. Mai 2012, 22.01 Uhr:

Jihad & Demokratie

von Thomas von der Osten-Sacken

Nabil Naeem vom Islamischen Jihad Aegyptens klaert ueber jihadistisches Demokratieverstaendnis  auf:

Naeem warned that violence will resurge if a president who does not meet Jihadists’ aspirations is elected, saying that they are disposed to rebel against any government, even Islamist-led, if it does not apply Sharia.

3. Mai 2012, 22.26 Uhr:

Iranische Studie befürwortet Terrorismus gegen Israel

von Wahied Wahdat-Hagh

Eine im April 2012 erschienene Studie der wissenschaftlichen Abteilung des iranischen Pseudo-Parlaments untersuchte die Sicherheitsprobleme Israels. Das Land sei weniger von der militärischen Macht seiner arabischen Nachbarstaaten bedroht als von „asymmetrischen Kriegen“. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass Israel große „Sicherheitssorgen“ an seinen Grenzen mit den arabischen Staaten habe. Ein besonderes Problem für Israel stellten die „moderaten Muslimbrüder und die radikalen Salafisten“ dar.

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2. Mai 2012, 16.59 Uhr:

Kein ausgesprochenes Interesse am israelisch-palaestinensischen Konflikt

von Thomas von der Osten-Sacken

Einer neueren Umfrage zufolge interessiert sich die arabische Jugend herzlich wenig um den israelisch-palaestinensischen Konflikt und weit mehr um Belange, die sie auch wirklich etwas angeht.  Lediglich im “moderaten” Saudi Arabien sieht es etwas anders aus:

Earning a fair wage and owning a home are now the two highest priorities for young people in the Middle East, displacing “living in a democracy” as the greatest aspiration of regional youth, according to the findings of the latest ASDA’A Burson-Marsteller Arab Youth Survey, the largest study of its kind of the region’s largest demographic group. 

 The survey, which polled 2,500 Arabs aged 18 to 24 in 12 Middle Eastern states one year after the start of the Arab Spring, highlighted how larger political concerns have been superseded by more personal, economic anxieties.

 Being paid a fair wage was not only the highest collective priority among those surveyed – with 82 per cent of all those surveyed citing it as “very important” – but was also the highest individual priority in each of the 12 countries covered.

 Asked “What do you believe is the biggest obstacle facing the Middle East?” very few respondents in almost all surveyed countries, apart from Saudi Arabia, said the Israeli-Palestinian conflict was the biggest obstacle. The number was lowest in Egypt, with only 10% saying the conflict was the region’s biggest obstacle. The number was also low in most of the Gulf emirates. However, in Saudi Arabia 53% said the conflict was a major obstacle in the region.


The poll showed that civil unrest and lack of democracy far outstripped the Israel-Palestinian conflict as a concern in most Arab countries. While not overly optimistic that the Arab Spring would spread to further Arab countries, many respondents said that if it did, it would spread to Jordan.

The survey also found that the number of respondents who felt that living in a democratic country was “very important” to them had declined from 68% in the 2011 survey to 58% this year.

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