Das Kein-Schmarrn-Abo
Prager Frühling Banner
Latest Comments
Küntzels Behauptung, der offene Brief würde den Terror der Hamas "verniedlichen" ist durch die angeführten Zitate schon mal widerlegt.

Küntzels Rundumschlag und sein Verweis auf den „Islamische Staat“ und „Boko Haram“ ist zwar atemberaubend spektakulär, geradezu Nahosterklärermäßig, aber hinkt irgendwie trotzdem gewaltig.

Aber jenseit von aller Polemik sind die Forderung durchaus vernünftig und beinhalten explizit sowohl Sicherheitsinteressen des staates Israel, Schutz der israelischen Bevölkerung vor Angriffen der Hamas, als auch Forderungen an Ägypten (also keine einseitige Schuldzuweisungen an Israel für die Blockade GAzas.

Küntzel tut halt, was er tun muss. Vielleicht sollte er lieber arabisch lernen, dann stünden ihm ungleich mehr Quellen zur Verfügung und er wäre nicht auf selektive Zitate von Memri angewiesen, sondern könnte durchaus differenzierte Diskussionen in zahlreichen arabischen Zeitungen oder auch anderweitig zur Kenntnis nehmen. So bleibt er halt ein bezahlter Scharlatan und Hetzer

Der offene Brief ist im Netz frei zugänglich (https://sites.google.com/site/nahostexpertengaza/) und kann somit von jedem/ jeder, der/die interessiert ist, vollständig gelesen werden. Wer das tut, wird zweifelsfrei feststellen, dass die von Mai Salloun zitierten »hamaskritischen Passagen« in den Forderungen am Ende des Briefs (»Wir bitten Sie ...«) keine Entsprechung finden. Um die wesentliche(n) Aussage(n) des Briefes herauszuarbeiten, war es mithin keineswegs erforderlich, diese Passagen zu zitieren.

Selektives Zitieren ist ein Spezialgebiet des Küntzel. So lang ist der Brif nämlich nicht, dass er die Kritik an der Politik der Hamas nicht hätte zitieren können. Für so einen Mist wird der auch noch von lobbygruppen.... ääh "thnk-tanks" bezahlt. Ein Blick ins Dokument verrät, dass der Brief alles andere als einseitig ist:

"Die destruktive Blockade des Gazastreifens zu See, Land und Luft muss aufgehoben werden. Dies kann unter internationaler Kontrolle geschehen, die gewährleistet, dass keine Waffen in den Gazastreifen gelangen, um so den legitimen Sicherheitsinteressen Israels gerecht zu werden. Die israelische Zivilbevölkerung hat ein Recht auf ein Leben ohne Angst. Das gilt ebenso fu?r alle Palästinenserinnen und Palästinenser."

"Die Hamas bleibt, ungeachtet der Aktivitäten ihres militärischen Flu?gels, eine populäre politische Partei. Der Dialog mit den politischen Vertretern der Hamas sollte deshalb nicht länger verweigert werden, die Bilanz der Isolationspolitik seit dem Wahlsieg 2006 ist ernüchternd. Ein solcher Dialog muss eine deutliche, direkte Kritik an der inakzeptablen Haltung der Hamas in Fragen der Menschen- und Frauenrechte sowie die Forderung nach Anerkennung Israels im Rahmen eines Friedensabkommens, das die Festlegung der Grenzen verbindlich regelt, einschließen. Voraussetzung ist, dass die Hamas wie z.B. nach dem letzten Krieg 2012 einen verhandelten, dauerhaften Waffenstillstand einhält und auf terroristische Mittel verzichtet. "

Zum Beitrag von Jörn Schulz: Neue Lösungen

Sinjar (das Gebirge) war nie mit einem "Belagerungsring" umgeben, die Stadt südlich vom Gebirge wurde am 3. August von IS erobert, nachdem die KDP Perschmerga sie aufgegeben hatten, PKK und YPG Einheiten haben sofort am nächsten Tag ihre Aktionen zur Rettung der Tausende Yeziden im Gebirge begonnen. Schon während des letzten Wochenendes haben die meisten ein sicheres Geleit durch diese kurdischen Einheiten nach Norden in die kurdischen Gebiete Syriens bekommen, siehe hier:



http://kurdishquestion.com/kurdistan/south-kurdistan/war-report-from-rabia-sinjar.html



Obama hat auch ein bißchen mitgebombt gegen IS, aber es waren die Kurden selber, die die Verteidigung und safe passage organisiert haben.



http://kurdishquestion.com/kurdistan/south-kurdistan/jelpke-pkk-not-us-planes-saved-tens-of-thousands.html

Reko FürGerechtigkeit sagt dazu (04.08.2014@17:17):
Wer will schon helfen ?

Etwa die USA ? Die das ganze unterstützen ?



Jetzt mal ehrlich aber Europa und USA sind sogar für Isis.

Während Menschen ermordet, unterdrückt und vergewaltigt werden,

schaut Europa einfach weg und die USA verkauft weiter Waffen an den Osten.

Länder wie Katar und Saudi Arabien wiederum beliefern Isis damit um das ganze Land platt zumachen.



Während wir in Deutschland demonstrieren und zeigen das wir auf Hilfe angewiesen sind wird einfach weggeschaut und nichts unternommen.

Fehlt nicht mehr viel dann kommt der Krieg auch zu uns und was will

dann die Welt machen.



Frauen werden vergewaltigt,

Kinder werden geschminkt und vergewaltigt

Männer werden ermordet

Jungen bei lebendigen Leid zerstückelt.

Christen und andere aufgefordert zu konvertieren

und alles was wir tun ist, wir gucken zu.



Wer wusste schon das Isis von Europa und USA unterstützt wird mit Waffen?!

Wie denn auch wenn alle nur wegschauen.



Wenn nichts passiert dann ist bald auch der Krieg

bei uns. Was wir dann wohl dagegen tun werden ?



Leute liest nicht nur Texte

guckt nicht nur Nachrichten

sondern unterstützt uns und zeigt uns eure Unterstützung.



Wir wollen den Frieden und brauchen eure Hilfe.

Nur zusammen bekämpfen wir das Böse

und gehen den Weg Gottes.

Die Jihadisten bzw. Kalifats-Irren von ,Daoulat islamiya' (ehemals Daisch respektive ISIL) ordnen Genitalbeschneidung für alle Frauen im Alter von 11 bis 46 an:



http://www.lorientlejour.com/article/877685/irak-les-jihadistes-de-leiil-ont-ordonne-des-mutilations-genitales-sur-les-femmes-onu.html

al-Jawlani hat natürlich kein Kalifat ausgerufen (ist nicht so die al-Qaida-Strategie), sondern ein Emirat. So wie es auch im zitierten Artikel heißt.



Zwischen einem Kalifat und einem Emirat gibt es selbstverständlich deutliche Unterschiede aber als Nahost-Experte ist dir das ja klar.


.. nicht auch noch die Marx Brothers beleidigen...

Ich finde den Beitrag von Grigat komplett daneben. Die ganze Welt hofft, daß es endlich eine Verständigung zwischen den USA, Europa und dem Iran gibt und Grigat hat Nichts besseres zu tun als dagegen zu stänkern. Die Iraner sind jedenfalls über jede Wirtschaftsdelegation froh, weil Sie wissen, daß das Ihren Alltag erleichtert und erträglicher macht. Ist doch gut wenn die Mullahs Ihr Geld für europäische Kleidung, Autos oder Maschinen ausgeben, das Geld geht dann ja nichtmehr in Rüstung oder sonst einen Mist.

Jeder sollte den andauernden Verhandlungen jedenfalls die Daumen drücken, Grigat kann sich ja dann ein anderes Hobby suchen, als ununterbrochen gegen den Iran zu hetzen.

Ähm, entgeht euch, dass in dem verlinkten Artikel davon die Rede ist, das die Leute (500 to 600 families) von dort in den Libanon geflüchtet sind? Dann flüchten sie wohl aus den von Rebellen gehaltenen Gebieten VOR den Rebellen in Richtung Hizbollah! Unter Assad lebten sie dort wohl in Frieden.

Und da wir niemandem vorenhalten wollen, um welche illustre Truppe es sich handelt (die Fahne mit dem Glaubensbekenntnis hängt ja schlaff beiseite): Es handelt sich um eine der al-Faruq Brigaden: Katibat al-Faruq, benannt nach dem Kalifen Omar ibn al-Khattab:

http://omaralfarouk.wordpress.com/



Übrigens: hätten Sie Verwandte in Yabrud oer sonst wo im Qalamun würden sie sich auch wünschen, dass dort bald wieder die syrische Armee oder auch die Hizballah einzieht.

Wunderbar, wie im Märchen!!! Endlich der neue Nahe Osten. Und wem haben wir das alles zu verdanken? Der Weitsicht von GWBush und seinen Neocons.

Dafür bekam die Hamas etwas zurück:

http://www.timesofisrael.com/iaf-attacks-gaza-in-response-to-rocket-fire/?utm_source=The+Times+of+Israel+Daily+Edition&utm_campaign=97a135d5b3-2014_02_11&utm_medium=email&utm_term=0_adb46cec92-97a135d5b3-54580961

wer hat Ihnen denn diesen Unsinn geflüstert? Dass Sie englische Quellen lesen können, darüber aber noch nicht mal die Überschrift eier arabischen Zeitung, haben wir nun begriffen. Warum aber ausgerechnet die Nusra-Front weniger verhasst sein soll als "ISIL" bedarf aber doch einer Erklärung. Schneidet Nusra die Köpfe ihrer Gegner vielleicht schonender ab? Man darf gespannt sein, wie sich die Nusra Front auf diesem Blog in den kommendnen Wochen zu "gemäßigten Islamisten" entwickelt. Die Halsabschneider der Islamischen Armee und der Islamischen Front haben es ja bereits geschafft.

Genau: Frieden für Syrien bzw. eine Lösung findet man nur mit den "Freunden Syriens": Qatar, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Saudia Arabien, Frankreich und den USA.

Genau und als Lösung bleibt nur die Bewaffnung der Halsabschneider (egal ob Islamische Front, ISlamische Armee, Nusra-Front oder Daisch), die man wohl in jedem anderen Kontext, wenn es einem in den Kram passen würde, zu Recht vedammen würde; Die man aber im Fall Syriens als Demokraten, gemäßigte Islamisten oder fehlgeleitete Menschen darstellt.

Am besten, man bombt diesen Leuten noch den Weg nach Damaskus frei, damit auch dort keine Christ, Alawit, Schiit und Yezid mehr am Leben bleibt, damit Rauchverbot, Musikverbot und Alkoholverbot, Schleierzwang und Betzwang auch dort Einzug halten.

Sie suggerieren hier ganz offensichtlich: Wenn es schon die Araber selbst sage, dann muss es wohl stimmen. Sie übersehen, dass al-Jazeera nicht nur in Ägypten für die Muslimbruderschaft, sondern auch in Qatar für den Islamismus berichtet, also nun bei aller Liebe keine neutrale Quelle ist. Bei den Massakern der FSA im Sommer in der Küstenregion ("Operation Bfreiung der Küste") war al-JAzeera Reporter Taysir Aluni bei den Terroristen. Ein Klip nzeigt ihn unter anderem mit de´m deutschen Jihadisten Rda Sayyam. Also in ganz feiner Gesellschaft.



Die Behauptung von al-Jazeera, Frankreich würde Moscheen usw. schonen ist zudem schlichtweg falsch. Beim großen Aufstand gegen die Kolonialmacht 1922 stellten die Franzosen einfach ihre Artillerie auf dem Qasiyun-Berg auf und schossen Teile der Altstadt zusammen, bis ihre militärischen Ziele erreicht waren. Nachzulesen hier: Poulleau, Alice, A Damas sous les bombes: Journal d'une française pendant la révolution syrienne

@Mai Solloum: Respekt vor Ihren scharfen Analysen.

Aber dass hier niemand, weder Schreiber noch Leser, etwas mit Islamisten zu tun hat, dürfte sich eigentlich von selbst erklären.



Was haben Sie z.B zu diesem Artikel zu sagen?

http://www.al-monitor.com/pulse/security/2014/01/isis-prisoner-horrors-syria.html



Lass mich wetten, es interssiert Sie nicht!

Das Märchen von der liberalen FSA glaubt doch niemand mehr, der noch bei verstand ist. Tatsächlich kämpfen Gruppen wie Ahrar al-Sham nun gegen Isis (oder Da'isch), da diese einen ihrer hochrangigen Kommandeure ermordet hatten. Die Situation ähnelt leider immer mehr der in Afghanistan, wo sich verschiedene Mordbanden (Mujahidin) nach dem Abzug der UdSSR gegeneinander wandten und um die Verteilung der Macht kämpften.

Weil die einen Mordbanden bzw. Islamisten nun merken, dass ihnen die Felle wegscwimmen, sprich, die Waffenlieferungen nachlassen, müssen sie sich noch schnell vor Genf als die Guten profilieren.

Lieber Herr Osten Sacken,

als Nahost Kenner wissen Sie sicher, dass einer der Alkohol-Läden in Baalbeck nur 200 m von der iranischen HAwza und Moschee entfernt ist. Wir können dort, wenn es Ihnen der CIA erlaubt, gerne einen Araq trinken. Vielleicht kennen Sie aber auch einen gleichen Ort im Freien Syrien, den die Salafisten noch nicht abgebrannt haben ? Aber egal. Dorthin komme ich trotzdem nicht, denn da würde mein Kopf abgeschnitten werden. Mit freundlichen Grüssen ...

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (19.12.2013@17:41):
Richtig, die sind ganz dufte, diese Milizen, coole Musik haben sie auch noch http://jihadology.net/2013/07/03/hizballah-cavalcade-the-songs-of-liwaa-abu-fadl-al-abbas-militant-iraqi-shia-music-syria/#_ftn1.
Arak in Baalbeck? Vielleicht gar im Beiruter Flughafen im Duty Free Shop gekauft, der sich ebenfalls unter Kontrolle der Hizbollah befindet?

Der Nahosrkenner hat wieder zugeschklagen und die "Zeinab Milizen" aus der Taufe gehoben. Naja Sitt zainab ist ein Vorort von Damaskus und der wird unter anderem von den Abu al-Fadl al-Abbas Brigaden gehalten, soweit erstmal de Fakten. Und auch wenn diese islamistisch sind, wie die Hizb Allah auch, so schneiden sie immerhin nicht Andersgläubigen die Hälse durch. "Fanta statt Fatwa" war doch immer das Stichwort der Antideutschen Nahostversteher. Und iin diesem Sinne kann man in Baalbeck direkt gegenüber der vom Iran erbauten Hawza seinen Araq kaufen, während im "befreiten Syrien" der blanke Horror regiert. Prost!!

Ja Bernd, das stimmt, das ist keine wörtliche Übersetzung von Daawa. Es meint aber dennoch eine Strategie der Islamisten, namentlich von Ansar Al-Sharia, die darauf hinausläuft, dass sie mit Hilfe von Spendenaktionen und sozialen Projekten im eigenen Land zu missionieren.



Was die PDP angeht, wird doch genau das im Text erklärt: die vielen sich widersprechenden Positionen, die sich unter ben Ali unter die PDP subsumierten, die aber nach der Revolution auseinandedrifteten und in Konkurrenz zueinander traten.

Die Fragezeichen waren eigenblich Buchstaben, aber arabische Buchhaben haut das Schreibprogramm raus.

Dawa'a (??????) bedeutet nicht ,Wohltätigkeit', sondern im unmittelbaren Sinne Einladung, und im übertragenen Sinne so viel wie ,Aufruf zum Gebet'. Wird sicherlich von manchen Islamisten auch als Synonym für Missioniarismus benutzt.



Und der PDP (Parti démocrate progressiste) als ,ernstzunehmende Oppositionspartei', naja, naja, naja... Das war eine tolerierte Partei, die unter Ben 'Ali zu Wahlen antrat, die von vornherein ein abgekartetes Spiel waren, genauer: zu allen "Wahlen" von 1989 bis 1999. Die von 2004 und 2009 hat die Partei dagegen boykottiert. Ihr ehemaliger Néjib Chebbi hat im Laufe der Jahre schon so einige Positionen vertreten: Maoist, Anhänger der Ba'ath-Partei, dann den USA nahe stehender Liberaler, später tunesischer ideeller Gesamtdemokrat...



OK, unter den Blinden ist der Einäugige König, und manch andere schon unter Ben 'Ali existierende Partei war noch erheblich schlimmer.

Bei der Blogadresse fehlt ein Buchstabe, der Blog lautet fitunis.blogspot.com

In der Sache haben Sie mit den Mullahs Recht. Wenn Sie allerdings zugleich die Syrischen Aufständischen hochloben und deren Terror hier leugnen muss ich Ihnen wiedersprechen. Die Autobomben, die schon tausende getötet haben, die Massaker an allen andersgläubigen, seien es Schiiten, christen, alawiten oder sunniten, die nicht dem Wahhabismus anhängen, die Massaker an syrischen Zivilisten, die Einführung der Scharia- Körper-Strafen ... Das sind Ihre Aufständischen. Tschetschenen, Tunesier, Deutsche wie Reda Sayyam und Deso Dogg alias Abu Talha al-Almani. Übrigens: selbst in Baalbeck kann man Araq kaufen, die Barada-Brauerei bei Damaskus haben die Aufständischen eingeäschert, ebenso wie zahllose Kirchen und Schreine islamischer Heiliger.Die Leute, die ich spreche empfinden es als Befreiung, wenn die syrische Armee und selbst die Hizb Allah einrückt und diese Terroristen vertreibt, so wie das die Franzosen in Mali getan haben oder die USA in afghanistan.



Und: Adopt a revolution ist mitnichten eine respektable Quelle, sondern einseitige Propaganda. Ich kann die Quellen lesen und finde es lachhaft, mir Märchen aus dem toleranten Kafranbel erzählen zu lassen. Ich spreche mit Leuten, die aus dem "aufsässigen" Daraya fliehen mussten (da sie freundlicherweise von Nachbarn gewarnt wurden), damit man Ihnen nicht die Köpfe abschnitt.


@ Mai Salloun



Falls Sie glauben, sich auf die tatsächlichen oder vermeintlichen Verbrechen der US-amerikanischen, saudischen oder sonst einer Regierung berufen zu können, um die realen Verbrechen des iranischen Regimes in Abrede stellen oder verniedlichen zu können, täuschen Sie sich. An diesem Punkt wird Ihnen hier niemand folgen. Natürlich ist es kein "Märchen", dass das iranische Regime mit Terror über die dortige Bevölkerung herrscht, und dass es beispielsweise auch Oppositionelle im Ausland ermorden lässt. Siehe Mykonos-Morde vom September 1992 in Berlin, und andere Fälle.

@ Mai Salloun: Danke für diese Klarstellung. Diesem Dank werden sich sicher die Angehörigen der vom Regime ermordeten Bahai, Schwulen, Ehebrecherinnen, Kommunisten und Kurden anschließen. Die Drohung, Israel von der Landkarte zu tilgen, hat Ahmadinejad auch nicht so gemeint, da soll sich die Israellobby nicht so anstellen und mit ihrer Verteufelung aufhören. Und ob der Holocaust wirklich stattgefunden hat, das wird man ja wohl noch hinterfragen dürfen. Das soll man sich nicht verbieten lassen von Leuten, die das Märchen vom Hizbollahunterstützenden Iran verbreiten.

Vielleicht sollte man anerkennen, dass das Regime im Iran entgegen der Verteufelung pro-israelischer Lobbygruppen eben nicht irrational und fanatisch ist. Machen wir uns nichts vor: Die Irrationalität des Regimes ausgerechnet mit Verweis auf den "Mahdi-Glauben" belegen zu wollen (der natürlich etwas gaanz anderes ist als der Messias) ist einfach nur lachhaft. Das Märchen vom Terrorunterstützenden Iran ist nicht weniger lustig, wenn man sich anschaut, welche Terrorsiten die USA selbst so ausferüstet haben. Und nicht zuletzt: verglichen mit Saudi-Arabien ist Iran doch geradezu eine Demokratie. Aber gegen die Herren Monarchen vom Golf erhebt sich komischerweise keine Stimme und bilden sich keine lustigen Initiativen.

Hört doch auf mit dem Theater.


Lieber Klaus,



Vom Herangehen her sind wir prinzipiell einverstanden. Aber das Problem mit den Sanktionen war, dass es tatsächlich Teilen der Bevölkerung dabei dreckig ging (u.a. aufgrund der Zurückhaltung von Ölmilliarden). Natürlich, weil ein solches Regime ,seine' Bevölkerung dabei als Geisel nimmt, gar keine Frage. Aber vielleicht hast Du Recht und diese Option war das kleinste Übel - aber nur vielleicht. Jedenfalls, für GEZIELTE Sanktionen (kein Verkauf von Nuklearmaterial, von Rüstungsgütern, von C-Waffen-Komponenten) bin ich immer.



Und über die Notwendigkeit, dass die so genannte ,internationale Gemeinschaft' besser mal einen Blick auf die Zustände in den iranischen Knästen und Haftanstalten werfen müsste, sind wir uns absolut einig.

@ Elias Loss: So ziemlich alle Linken haben also kein Problem mit der iranischen Atombombe? Wo hast Du denn diesen originellen Gedanken her? Aber man kann ja mal was in die Welt setzen.

@ Bernard: Richtig, keine der beteiligten Mächte vertritt das Anliegen der Emanzipation. Aber es macht Sinn, sich anzuschauen, ob nicht eine der genannten drei Optionen aus emanzipatorischer Sicht einen "Kollateralnutzen" haben könnte, und das wäre zweifellos die zweite: Aufrechterhaltung der Sanktionena statt Zugeständnissen, bis das Regime sein Atomprogramm aufgegeben hat oder zusammengebrochen ist. Wenn der „Kollateralnutzen“ im Sieg der säkularen Opposition besteht, umso besser.

Dass es keine Verhandlungen etwa über die Zustände in iranischen Gefängnissen gibt und keine damit begründeten Sanktionen, belegt in der Tat, dass es nicht um Emanzipation geht. Dennoch kann es Sinn machen, den Beteiligten ihre rhetorischen Floskeln vorzuhalten, um sie als solche zu entlarven, als ideologische, anderen Zwecken dienende Schaumschlägerei.

@ Jannis



Beim Damenbart der Prophetin, der Herr zitiert jedenfalls weder französischsprachige Quellen (wo's um den Maghreb geht), noch arabisch-, persisch-, türkischsprachige. Das ist, wenn man sich als Experte für eine Region aufspielen möchte (mag man auch das Wort ,Nahostexperte' höhnisch für Andere benutzen), ein bisschen mager.



By the way, noch ein kleiner Hinweis darauf, warum das moralisierende statt analytische Herangehen (,der böse Obama hat einen schlechten politischen Willen') so falsch ist. Der wichtigste Wandel in der Iranpolitik der USA fand nämlich am Ende der Ära Bush statt, und nicht erst mit dem Wechsel von Bush zu Obama. Remember the NIE Report? Diesen Geheimdienstbericht vom Dezember 2007, welcher behauptete, der Iran strebe nicht nach der Bombe? Damals fiel der eigene Militär- und Geheimdienstapparat Bush in den Arm, weil er der Auffassung war, militärische Angriffsdrohungen gegen den Iran seien ein irres Projekt. Das Hauptproblem der USA, nämlich die Überdehnung und Überstrapazierung ihrer militärischen Kräfte, machte sich damals schon bemerkbar. Zu dem Zeitpunkt setzt die Strategie der Kräfte-Kontraktion statt Expansion ein. Verantwortlich ist nicht der Verrat Obamas an der vermeintlich guten Sache, sondern schlicht die materielle Situation des US-Imperialismus.



Und heute will er nicht länger den Absatzmarkt Iran für die eigenen Unternehmen unerschlossen wissen. taaten haben weder Freunde noch Ideale, sondern Interessen.

Beim Barte des Propheten, ich habe TvdOS schon französisch parlieren hören.... Oder habe mich mich nur verhört und Herr B. Schmid weiss es einfach besser?

Teil 3:



...Sie konnten nicht weitermachen wie in der Bush-Ära, selbst wenn sie es wollten, weil es materiell nicht mehr ging: Die Militärausgaben waren nicht mehr ausdehnbar, und die Resultate der Politik etwa im 'Iraq (Irak) waren nicht die erwünschten. Der strategische Wechsel war keine Frage des Willens, sondern des Könnens oder Nicht-mehr-Könnens.



Auch das iranische Regime konnte nicht mehr weitermachen wie in der Ahmedinedjad-Ära, weil die Strategie der splendid isolation ruinös war. Deswegen setzt es heute mehrheitlich auf eine geschmeidigere Strategie. Was es in Genf erreichte, war eine politische Bestandsgarantie - die Grossmächte versuchen das Regime nicht zu beseitigen - und, wie Sie richtig schreiben, eine politische Aufwertung. Der A-Bombe ist es nicht nähergerückt, es muss alles über 5 % hinaus angereicherte Uran abgeben (für eine A-Bombe benötigt man zu 93 % angereichertes). Es ist ihr auch nicht definitiv fern gerückt, denn, ja, es behält die Infrastruktur; allerdings wird sie unter Kontrollen gestellt. Einen strategischen Gewinn fährt das Regime nun ein, unter vorläufigem Verzicht auf die Bombe.



Entscheidend für den Bestand dieses Regimes wären jedoch ganz andere Sachen. Gäbe es vergleichbare harte internationalen Verhandlungen über den Zustand in iranischen Gefängnissen und über die Möglichkeit von unangekündigten internationalen Kontrollen dort, hätte dies für die Unterdrückten im Iran viel konkretere Auswirkungen.

Teil 2:



Ansonsten plädiere ich für einen analytischen Zugang zu dem, was in Genf passierte: Sieben Mächte sitzen um einen Tisch, keine von ihnen vertritt das Anliegen der Emanzipation. Sie haben die Wahl zwischen lauter schlechten Alternativen: (1) Sie einigen sich auf ein Abkommen, das alle vertretenen Machte irgendwie zufrieden stellt, (2) sie gehen im Konflikt auseinander, was sich entweder in Sanktionen oder (3) in Krieg niederschlägt. Keine dieser Optionen ist eine gute - die gute Option wäre es, dass die (nicht am Tisch vertretene) iranische Bevölkerung ihr Regime unter Druck setzt oder stürzt.



Nun kann und muss man analysieren, warum die beteiligten Mächte sich mehrheitlich entweder auf (1), auf (2) oder auf (3) einigen. Das absolut falsche Herangehen ist jedoch das moralisierende, das besagt: die Macht soundso (etwa die US-Administration) hat die gute Sache verraten, etwa weil sie sich eher für die eine als für andere Option entschieden hat. Und das personalisierend-moralisierende Herangehen, das den bösen Obama wegen Schlappschwanz- und Verrätertums angreift (ach, wäre der gute Bush doch noch da), ist erst recht lächerlich. Die USA entscheiden sich so, wie sie es tun, nicht weil Herr Obama als Person Herr Obama ist, sondern weil sie sich in der Bush-Ära materiell überstrapaziert haben. Sie konnten nicht weitermachen...



(Teil 3 folgt)

@ Elias Loss



Uiiii, jetzt haben Sie aber eine polemische Glanzleistung geliefert. Hihi, ich bin beeindruckt.



Selbstverständlich gehe ich nicht davon aus, dass eine (bislang hypothetische aber leider mittelfristig denkbare) iranische A-Bombe die Lage der Frauen in Saudi-Arabien oder sonstwas verbessern würde. Natürlich nicht. Ich weiss auch nicht, wer ähnlichen Unfug sonst behaupten soll, mit Ausnahme natürlich des iranischen Regimes und seiner Parteigänger.



Was das Abschreiben betrifft: Das Problem ist weniger das Sammeln von Quellen als ihre Auswahl. Und einen Blick in Primärquellen der Region jenseits der Sprachbarriere (die darin besteht, NUR Englisch zu können) zu werfen, wäre nie verkehrt. Dabei geht es weniger um das Französische - ausser natürlich im Maghreb -, eher um Arabisch und Persisch. Wer sich so gern zum Nahostexperten aufschwingt wie Herr vdOS (bei gleichzeitiger ironischer Benutzung des Begriffs Nahostexperten gegen alle anderen, die er zu Recht oder zu Unrecht abwertet), sollte da ein bisschen mehr können als ausschliesslich Englisch. Nichts gegen Englisch, aber als Sprache in der betreffenden Region ist es allein definitiv unzureichend.



An einem Punkt haben Sie natürlich Recht: Adopt a revolution ist eine respektable Quelle, und die Kampagne Adopt a revolution verdient volle Unterstützung. (Teil 2 folgt)

@ Bernhard Schmid:



Und warum sollteten Sie die Le Pen's zitieren?

Gibt es da irgendeinen Punkt der zitatwürdig ist?

Oder ist das nur schlechte Polemik?



Und haben sie irgendeine linke Quelle parat, die sich kritisch, mit dem Suckers Deal auseinandersetzt?



Oder haben Sie auch kein Problem, wie so ziemlich alle Linken, mit der iranischen Atombombe?

Denken Sie auch, dass eine iranische Atombombe, die Welt und die Lage der Frau in Saudi-Arabien verbessern wird?



Und apropos Syrien, wie soll Assad je gestürzt werden, wenn der Iran jetzt politisch aufgewertet wird?



Und zum "Abschreiben": Was kann es besseres geben, als wenn jemand Quellen zusammensucht und kommentiert. Danke Thomas, weiter so!!



und Bernhard, du müsstest besser wissen, aber Adopt a Revolution & Ahram, nur als Beispiel, ist definitiv keine US-Sekundär Literatur.



Und Respekt, Sie sprechen französisch, Sie müssen ein Genie sein.


...und pass auf, dass Dir niemand unterstellt, einer reaktionären Agenda "tendenziell" zuzustimmen ;-)

@dylan ebus: Diese Antwort lenkt aber von der aktuellen Diskussion und meiner an Mai Salloun gestellten Frage ab.

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (24.11.2013@21:00):
Wenn es reaktionaer ist, kalte Krieger zustimmend zu zitieren, die gegen die Islamische Republik Iran lieber mit Methoden, die sich in ihrem kalten Krieg in den 80ern als erfolgreich erwiesen haben, vorgehen wuerden, als Deals wie den Genfer mit ihnen abzuschliessen, dann kann man mich gerne reaktionaer nennen. Es taete mich ausserdem noch interessieren, was an Krauthammer Analyse des Genfer Abkommens falsch oder reaktionaer ist. Und es sind nun einmal Republikaner, die diesen Deal aeusserst skeptisch kommentieren: http://www.washingtonpost.com/blogs/post-politics/wp/2013/11/23/congressional-reaction-to-the-iran-nuclear-deal/?hpid=z1

PS: Wie schoen, dass Artikel aus dem Jahre 2001 noch immer erinnert werden, vor allem meine kleine Polemik gegen Frau Roy, die ein paar Jahre spaeter dann den sog. irakischen Widerstand unterstuetzte, lobende Worte fuer Jihadisten in Kashmir fand und beim Mumbai Social Forum sich offenbar besonders unter den dort weilenden Islamisten wohl fuehlte.

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (24.11.2013@20:48):
Uuuups, danke fuer den Hinweis. Fehler ist behoben.

Die im Text unter "das autonome Gebiet Rojava (Westkurdistan) ausgerufen," verlinkte Homepage passt so gar nicht zu der Beschreibung.

@Klaus "Guilt by association" ist eine ätzende Strategie, die TOS aber selbst bestens beherrscht, und die leider vereinzelt auch mit dazu führte, dass sich manch hervorragender Autor (wie A. Schobert) von der Jungle abwendete:

http://www.graswurzel.net/266/jungle.shtml

Ein wiederholtes Problem bei den Blog-Einträgen, aber auch bei den TOS-Artikeln in der Zeitung ist jedoch der eklatante Mangel an Quellenkritik, der sich eben hier wieder zeigt (sogar unabhängig davon, ob man in der Sache tendenziell zustimmt).

Man kann es ja für falsch halten, bestimmte Leute überhaupt zu zitieren, unabhängig von dem, was sie gerade sagen. Aber Mai Salloun beschränkt sich nicht darauf, sondern denunziert Thomas von der Osten-Sacken als Reaktionär. Da er inhaltliche Belege dafür nicht bringen kann, greift er zu einem ad hominem-Argument, zu einem klassischen Trick politischer Demagogen: guilt by association. Man hat jemand zitiert, der sich als "Schweinebacke" entpuppt hat, und - schwupps - ist man selber eine "Schweinbacke", völlig unabhängig davon, was man zitiert und wie man ansonsten zu den Machenschaften dieser Person steht.

Hallo Mai Salloun,



Sie haben völlig Recht, was Charles Krauthammer betrifft.



Allerdings vermag ich mich Ihrer Bewertung der Position von Hizballah-Chef Hassan Nasrallah, welche Sie in Klammern setzten ("Toll, endlich eine fortschrittliche Position!") ausdrücklich nicht anzuschliessen.



Jenseits aller Rhetorik ist es eine Tatsache, dass die Hizballah in Syrien auf der Seite des dortigen Folterregimes gegen die Aufständischen kämpft. Auch wenn nicht alle Fraktionen unter den Aufständischen fortschrittlich sind - die von Ihnen zitierten Takfiristen (von "Takfir" = Akt, durch den man andere Muslime zu "kafir" = Ungläubigen erklärt) alias Jihadisten sind es jedenfalls nicht -, so ist doch der Aufstand gegen ein solches Regime grundsätzlich richtig. Die Repression dieses Regimes zu unterstützen, wie die Hizballah es aktiv tut, ist jedenfalls ebenfalls eine Sache von "Schweinebacken".

Krauthammer ist eine ausgemachte Schweinebacke. Ich kann mich noch gut an sein Geifern gegen die Sandinisten und seine Lobpreisungen der „Freiheitskämpfer“ (von Böswilligen Kommunisten und anderen auch als Contras bezeichnet) erinnern.

Schön, das man jetzt einige dieser Perlen auch online finden kann, wie diese hier, angesichts der Wahlniederlage der FSLN 1990.



“The astonishing march of democracy throughout the world tends to make Americans complacent. It should make us more militant. What we want, at least in the Americas, is total victory. To the communist holdouts in Cuba and El Salvador and to their fellow travelers everywhere, our motto should be: No pasaran.”



“After Russia, China, Southeast Asia and Cuba, Nicaragua shows - by secret ballot, no less - that the left's record of being on the wrong side of history is unbroken. Wrong now again in El Salvador. It is precisely because the guerrillas know that they cannot win an election in El Salvador that they continue to fight.” Immerhin hier hat sich die Schweinebacke geirrt, hat doch der Kandidat der FMLN 2009 die Wahlen gewonnen.

Krauthammer ist eine ausgemachte Schweinebacke. Ich kann mich noch gut an sein Geifern gegen die Sandinisten und seine Lobpreisungen der „Freiheitskämpfer“ (von Böswilligen Kommunisten und anderen auch als Contras bezeichnet) erinnern.

Schön, das man jetzt einige dieser Perlen auch online finden kann, wie diese hier, angesichts der Wahlniederlage der FSLN 1990.



“The astonishing march of democracy throughout the world tends to make Americans complacent. It should make us more militant. What we want, at least in the Americas, is total victory. To the communist holdouts in Cuba and El Salvador and to their fellow travelers everywhere, our motto should be: No pasaran.”



“After Russia, China, Southeast Asia and Cuba, Nicaragua shows - by secret ballot, no less - that the left's record of being on the wrong side of history is unbroken. Wrong now again in El Salvador. It is precisely because the guerrillas know that they cannot win an election in El Salvador that they continue to fight.” Immerhin hier hat sich die Schweinebacke geirrt, hat doch der Kandidat der FMLN 2009 die Wahlen gewonnen.

@Bernard Schmidt: genauso siehts aus. Und selbst seine übersetzten "Quellen" werden selektiv und willkürlich zitiert, um seine reaktionäre Agenda zu untermauern. Journalismus ist das jedenfalls nicht.

Jetzt hat TvdOS endlich die übersetzten Video-Aufnahmen eines angeblich "kommandierenden iranischen Offiziers", die dann als Beweis für die Interessen herhalten dürfen, denen die iranische Aussenpolitik folgt ("dankenswerter Weise gibt es Leute, die sprechen Klartext.") Aah so: die iranischen Interessen werden also von "kommandierenden Offizieren" definiert.

Genauso könnte man doch aus der jüngsten Aschura-Rede von Nasrallah zitieren (Herr TvdOS: gibts inzwischen auch in Übersetzung!)und darauf verweisen, dass sich die Hizb Allah die verteidigung der Christen, Schiiten und explizit auch der Sunniten vor den Takfiris auf die Fahnen geschrieben hat. "toll!" müsste man doch da eigentlich sagen."Endlich mal jemand, der eine halbwegs fortschrittliche Position bezieht!"

Vor lauTer Abschreiben, natürlich.

Ach, lieber Klaus, sollte ich auf die (schlechte) Idee kommen und morgen vielleicht Herrn oder Frau Le Pen zustimmend zitieren - ich nehme jetzt ein Extrembeispiel -, würdest Du mir auch nicht durchgehen lassen, dass ich ja ANDEREN Aussagen der/s Betreffenden nicht zugestimmt hätte, sondern nur dieser einer hier. Nun ist Krauthammer nicht Le Pen, ideologisch ist er nichtso schlimm wie die beiden Faschisten, aber als Schreibtischtäter bis zum jetzigen Zeitpunkt für ein paar mehr Tote auf dem Konto (Contra-Terror etc.) verantwortlich. OK, klar, den Le Pens und Konsorten mangelte es bislang an Gelegenheit dazu ;)



Das Problem mit dem werten Herrn Osten-Sacken ist, dass er im Prinzip NUR aus vorwiegend US-amerikanischen Sekundärquellen abschreibt (wofür er bekannt ist, frag mal im journalistischen Milieu). Kunststück, wie soll man aus Primärquellen in der betreffenden Region zitieren, wenn man weder Arabisch noch Persisch, noch Französisch (für den Maghreb) spricht...



Vor lauer Abschreiben aus englischsprachigen Sekundärquellen hat er leider gar nicht mitbekommen, wie man Desaster auf Deutsch schreibt (vgl. http://www.duden.de/rechtschreibung/Desaster), eben anders als im Englischen. Er schreibt regelmässig "Disaster". Und das ist jetzt kein Plädoyer für die "Reinheit der deutschen Sprache", mit dem Völkischen halte ich es durchaus überhaupt nicht... Man merkt halt nur zu deutlich, was beim Abschreiben rauskommt...

"Dieser Osten-Sacken ist schon das Reaktionärste was die Junge-worls zu bieten hat." Was ist an den aktuellen Aussagen von Krauthammer falsch und reaktionär? Wo hat Thomas von der Osten-Sacken Krauthammer hinsichtlich des Contra-Kriegs gegen Nicaragua und der Aufrüstung der Gotteskrieger in Afghanistan zugestimmt? Bitte die Karten auf den Tisch, Mai Salloun.

Dieser Osten-Sacken ist schon das Reaktionärste was die Junge-worls zu bieten hat. Da bleibt natürlich nicht aus, dass er sich ausgerechnet auf diesen Krauthammer beruft, den massgeblichen Autor der Reagan Doktrin (Wer erinnert sich? Contra-Krieg gegen Nicaragua, Aufrüstung der Gotteskriegr in Afghanistan)

auch hierzu, dazu

http://postausderprovinz.wordpress.com/2013/10/22/ein-abend-bei-den-freunden-des-gepflegten-terrors-die-universitat-duisburgessen-verleiht-baschar-al-assad-die-ehrenprofessur/

Ein Ranking der imperialsten Antiimperialisten:



http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/10/die-imperialisten-antiimperialisten/



Platz 1: Adolf Hitler



Spielte schon als Kind am liebsten “Bure gegen Engländer” und bekämpfte als Großer die USA, hinter der (wie auch heute bei Antiimperialisten) das jüdische Großkapital steckte.



Hitler war bis zum bitteren Ende davon überzeugt, dass die Engländer auf seine Seite wechseln würden, um ihr “Empire” zu retten.



Hitler hatte mit seiner Einschätzung über den Untergang des britischen Weltreichs als Folge des 2. Weltkriegs zwar recht.



Die Vernichtung der barbarischen Nazi-Tyrannei war Churchill dieser Preis jedoch wert.



Als Antiimperialist konnte Hitler nicht begreifen, dass es wichtigere Dinge gibt als irgendwelche Imperien.

Mit Syrien teilen sich Russland und der Iran ein Stück Machtbogen, in welchen sie - beide innerlich verrottet - sich nun mal hinein überdehnt haben.

Der Gebrauch der C-Waffen bleibt - nach allen normalen Maßstäben - ungeahndet. Das Zusammenkarren des Arsenals beschert Gelegenheiten zu Unterschleif und zudem sakrosankte internationale menschliche Schutzschilde.

Eigentlich ideal die Kombination. Das Dream-team Putin/Iran/Assad hat den USA die Eskalationsdominanz entwunden und statt dessen diese für sich selbst eingesackt. Putin kann keinen Eklat mit Assad wollen und Obama keinen mit Putin. Also alles easy im Machtbogen.

Assad kann für den Anfang erstmal die Hand aufhalten: für Lieferungen von Pakistanischem Billigparfüm, oder was sonst alles irgendwie giftig aussieht.


Und was soll daran nun interessant sein? Muslimbrüder = Terroristen, das ist doch bloß das übliche Propagandageschwätz, das man schon von Mubarak kennt und das seit dem Putsch aus allen gleichgeschalteten ägyptischen Kanälen dringt, nicht zuletzt eben Al-Ahram. Dass sowas in kaum einer europäischen Zeitung zu lesen ist, liegt einfach daran, dass es gar zu dümmlich und platt ist.

Dazu passt der Verschwörungskram dann auch perfekt. Wirklich beliebt war und ist die Muslimbruderschaft bei westlichen Regierungen ja durchaus nicht; man hat sich halt mit ihnen arrangiert, als sie an der Macht waren, hatte aber gegen den Putsch grundsätzlich nichts einzuwenden. Aber dass man, wenn man mit Demokratie und Menschenrechten und so hausieren geht, die Massakrierung hunderter Demonstranten und die Unterdrückung der wichtigsten Oppositionskraft nicht vorbehaltlos bejubeln kann, liegt ja auf der Hand. Die Propagandamaschine kennt aber nur noch "für uns oder gegen uns", also bastelt man sich mit den allseits beliebten Versatzstücken eine Verschwörung zusammen.

http://youtu.be/QxaDmAyt84g



Bilder sind manchmal besser als viele Worte. Einfach

den Link eingeben und Video anschauen.




Das Positive ist ja, das Du, Ich und Norman Paech jetzt beruhigt aufatmen können: keine syrischen oder libanesischen Zustände in Gaza!



Nur betrübt mich dann doch, dass du völlig am Kern meiner Aussage vorbeigeschrammt bist, ging es doch lediglich darum, dir zu erklären, dass die Worte von der Osten-Sackens sich an die linke Doppelmoral wendeten.



Um der Dämonisierung Israels Vorschub zu leisten, wird beständig die Lage in Gaza überdramatisiert. Gaza ist gewiss nicht das Paradies auf Erden, dafür sorgt schon der islamistische Tugendterror der Hamas und die aus ihrer Machtstellung für die Bevölkerung resultierenden politischen und ökonomischen Probleme.



Aber es mit den Zuständen in Yarmouk oder libanesischen Palästinenserlagern zu vergleichen ist grotesk und dient eben dieser Dämonisierung. Da kannst du auch noch so sehr auf Troll machen.

"Thanks to Gaza’s supply lines to Egypt, its GDP outpaced by a factor of five that of Hamas’s Western-funded rival, the Palestinian Authority (PA) in the West Bank. Further propelling Gaza’s economy, Arab governments across the region, like Qatar’s, have been shifting hundreds of millions of dollars in aid money from the PA to Hamas, signaling what may be a historic shift in Palestinian politics. (...) According to World Bank figures, construction starts in the first half of 2011 grew by 220 percent. (...) The economic effects have been remarkable: after notching 6 percent growth in 2008, the Gazan economy grew by 20 percent in 2010 and a whopping 27 percent last year; unemployment in the formal economy fell to 29 percent, its lowest in a decade and an improvement of eight percentage points in a year. A recent International Labor Organization report cited the emergence of 600 “tunnel millionaires”; many of them, seeking somewhere to park their profits, have invested first in land, and then in hundreds of luxury apartment buildings. So great is the demand that Gazans complain builders have to be booked months in advance, and decorators are never available." (nybooks.com).



Nach Aussagen der Bewohner Yarmouks schätze ich eher nicht.

Also Gaza wirst du ja kaum meinen, immerhin ist es seit dem Abzug der israelischen Truppen de facto nicht mehr besetzt. In der Westbank haben sie aber auch die selben Shopping Malls, Restaurants und Hotels, keine Sorge.



Ich weiß auch nicht ob in Yarmouk eine gut gehende Schmugglerökonomie herrscht(e), israelische Hilfslieferungen eingehen, internationale Institutionen subventionieren oder es allerorten an existenziellen Dingen wie Raumgestaltern mangelt.

Ich finde es ausgesprochen gut, dass sie damit also erkannt haben: die humanitäre Lage der Palästinenser in manchen (israelisch kontrollierten) palästinensischen Gebieten ist durchaus vergleichbar mit der Lage von Palästinensern in einem schwer umkämpften KRIEGSgebiet.



Ein wirklich guter Vergleich den sie da ziehen!



btw:

Ich habe mich übrigens nicht als Pazifist bezeichnet. Wie kommst du darauf, "Will Graham"?

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (01.09.2013@12:31):
Die Antwort bleibe ich Ihnen insofern schuldig, als ich nicht wüsste, je die Idee eines solchen begrenzten und planlosen Militärschlages unterstützt zu haben.

Es ist ein polemischer Einwurf bzgl. des ohrenbetäubenden Schweigens der (dt.) Linken, speziell ihrer Mavi-Marmara-Fraktion, die die Palästinenser als Projektionsfläche brauchen um ihren Judenhass zu artikulieren. Im Libanon oder jetzt auch in Syrien sind die ihnen schnuppe, weder gibt es pathetische Anklagen noch nennenswerten Aktionismus in diese Richtung.



Und der Text ist eigentlich gar kein Aufruf, westliche Marschflugkörper auf Assad regnen zu lassen - oder gar die Katjuschas in Stellung zu bringen (ist natürlich nur ein Ausdruck deiner pazifistischen Gesinnung, du trällerst höchstens das Liebeslied ^^). Sollte man checken,wenn man nicht schwer von Begriff ist.



"dann haben Sie mich intellektuell schwer enttäuscht"



muahaha, nimm du den Mund hier bloss nicht zu voll.

Ich weiß ja nicht ob Ihnen der kaum subtile Zusammenhang zwischen der Tatsache eines eingekreisten Flüchtlingslagers nahe Damaskus Zusammen mit Ihrer Forderung nach einer westlichen Reaktion einerseits und der gerade laufenden Diskussion über einen Militäreinsatz in Syrien andererseits bewusst ist.



Soweit ich das verstehe, konstruieren Sie hier eine Parallele zwischen der Hilfe für ausgehungerte Flüchtlinge und der anrollenden militärischen US-Strafaktion. Insbesondere Ihre Anklage bzgl. einer "schweigenden Welt" spricht Bände.



Entweder ist Ihnen dieser Zusammenhang nicht bewusst - dann haben Sie mich intellektuell schwer enttäuscht - oder dieser Zusammenhang ist Ihnen völlig klar - womit Sie mich allerdings moralisch schwer enttäuschen.


Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (31.08.2013@23:18):
Sehr geehrte "katyusha",

soweit ich sehe, ruft in dem von mir zitierten Beitrag ein palästinsisches Komittee aus dem von der syrischen Armee umzingelten Flüchtlingslager die UN um Hilfe an, fordert aber keine Marschflugkörper. Ich stimme zu: In Yarmouk gibt es vermutlich keine Bodenschätze. Nein, keine internationale Staatengemeinschaft wird den Belagerten zu Hilfe kommen. So wenig wie den Tutsis beim Völkermord in Ruanda. Dieselben Linken, die sich so um Palästinenser kümmern, wenn diese Probleme mit Israelis haben, schweigt nun ganz verbissen über die Lage in Yarmouk. deshalb verstehe ich Ihre Fragen nicht ganz, bzw. sehe nicht, was sie mit diesem kleinen Blogbeitrag von mir zu tun haben.

Die Inge und der Norman werden jetzt sicher aktiv werden. Ich werde den Aufruf auch an Augstein und seine Reservisten weiterleiten.



http://thinktankboy.wordpress.com/2012/04/20/freitagsreservisten/



http://thinktankboy.wordpress.com/2012/11/22/wie-soll-ein-mensch-das-ertragen/




Wenn ich sie also richtg verstanden habe, Herr Von Osten-Sacken, sollte der Westen im Namen von Humanität und Menschenrecht überall dort auf der Welt, wo Menschen hungern oder gar ausgehungert werden, ein paar Marschflugkörper abfeuern und Jagdbomber in den Kampf schicken?



Warum?

Um das zu beklatschen und uns wie "richtige Linke" zu fühlen?

Um mit fragwürdigen militärischen Aktionen ein gutes Gewissen zu haben?

Um nachträglich über "Kolateralschäden" diskutieren zu müssen?

Um die Übertretung einer willkürlich gezogenen "roten Linie" zu Strafen?

Oder vielleicht doch nur aus bodenloser Dummheit?



Sagen sie es mir bitte, Herr Von Osten-Sacken.



Ach ja: wo waren die USA und der ganze Westen 1994, als in Ruanda 600.000 Menschen systematisch ermordet wurden? Nirgends.

Herr Von Osten-Sacken, könnte es vielleicht daran liegen, dass Bodenschätze und andere geostrategische Interessen den Willen zu derartigen Friedenseinsätzen

bestimmen?

Herr Von Osten-Sacken, eine letzte Frage noch:

verstehen sie sich wirklich als "links"?

Hey, ich spende seit einem Jahr für ein illegales Widerstandskomitee in Nordsyrien, einige Kommilitonen von meiner Universität kämpfen in Syrien und einige sind auch bereits gestorben. Ich bin mir über den Bürgerkrieg sehr wohl bewußt. Mit ihrer dummer Internetpolemik bleiben sie dennoch der Antwort schuldig warum ein begrenzter Militärschlag wie ihn die USA planen, der noch nicht einmal das Regime stabilisieren, sondern lediglich öffentlich bestrafen soll, irgendetwas an dem Bürgerkrieg und dem Leiden der Zivilbevölkerung ändern soll.



Interessanterweise entwickelt sich die Jungle World immer stärker zum genauen Spiegelbild der Jungen Welt und eine ausgewogene Darstellung weicht immer mehr der reinen Kontraposition zu den Antiimps. Sehr schade.

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (30.08.2013@17:16):
Hier stehen doch ganz viele Artikel, die gegen den Krieg in Syrien sind! Oder welchen Krieg meinen Sie? Ach so, stimmt, Krieg ist ja erst, wie Jörn Schulz richtig feststellt (http://jungle-world.com/jungleblog/2311/), wenn entweder die USA, Israel, England und/ oder Frankreich involviert sind.

Kommen zur Abwechslung irgendwann in den nächsten Tagen auch mal ein paar Artikel die gegen den Krieg sind?^^

Fraglich ob die syrische Regierung gerade dann, wenn sie die Rebellen zurückschlägt Giftgas anwendet. Ist es nicht wahrscheinlicher, dass die Rebellen Giftgas angewendet haben um den langersehnten Luftangriff des Westen zu provozieren? Und die Lügen vom Westen bezüglich chemische Waffen kennen wir ja schon. Überhaupt eine ziemlich krasse einseitige Propaganda gegen Assad. Die Rebellen setzen sich zum größten Teil aus Kriminellen, Söldnern und Islamisten zusammen. Die Bevölkerung in Syrien die vor zwei Jahren auf die Straße gegangen ist, um für soziale Rechte zu kämpfen (zurecht), hat sich mittlerweile vollkommen gegen die Rebellen positioniert. Und das jetzt auf dieser "Linken" Seite offensichtlich Luftschläge gegen Syrien gefordert werden, die vor allem der Bevölkerung schaden werden, ist für mich ein Verbrechen. Die Leute in Damaskus haben grad nen rießen Schiss, dass 1000ende von Bomben hageln werden, und hier in Deutschland hört man auf allen Sendern die selbe Scheiße. Es gibt nicht immer Gut und Böse. Aber vor dem PC sitzende heimliche Unterstützer von Kriegen sind ziemlich böse. Schämt euch Jungle World. Für die soziale Revolution im Nahen Osten einschließlich Israel!! Schluss mit Bruderkrieg für Interessen des Kapitals!!

Danke für den Link, die Reportage ist sehr interessant, aber so ganz stimmt die Einleitung doch wohl nicht, immerhin steht genau in diesem verlinkten Text drinn:





"Several countries – the United States, Turkey and Israel – say they have evidence indicating that arms of this type were used, but they have neither disclosed the exact nature of the proof nor decided whether, as President Obama promised in August 2012, the use of such arms by the authorities in Damascus would constitute the crossing of a 'red line' that would lead to a foreign intervention in Syria against the regime."





Offenbar gab es damals also schon genau die selbe Diskussion. Was in dem Text zudem ebenso gut herauskommt, ist dass das Regime allem Anschein nach über Monate hinweg immer wieder ausgetestet hat, welche Qualität&Quantität der Einsatz von Giftgas haben kann, ohne eine größere / ernste Reaktion zu provozieren. Von dem Einsatz von gewöhnlichen Tränengas bis hin zu tödlichen Mischungen scheint da ein langer Prozess stattgefunden zu haben. So dass es dieser Text zumindest realistisch erscheinen lässt, warum es zu diesem doch sehr großen Einsatz von Giftgas in der vergangenen Woche gekommen sein kann. Das ganze kam wohl doch nicht so plötzlich wie es in der Jungen Welt beispielsweise dargestellt wird.

Und bei Augstein schließt sich mal wieder der Kreis zwischen Friedensexperte Lüders und dem Wahn vom "weltpolitischen" Strippenzieher Israel:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-jakob-augstein-zu-den-gas-angriffen-a-918633.html



PS: Wirklich geschafft hat man es beim Spiegel nur, wenn der eigene Name sogar im Link eines Artikels steht!

Der Irak steht leider viel zu wenig im Fokus. Seit dem (Teil-)Abzug der Amerikaner ist der Irak fast komplett sich selbst überlassen. Die fast täglichen Bombenattentate sind grausig und schrecklich. Alte konfessionelle Gräben sind durch die US-Invasion aufgerissen und erneut entfesselt worden. Die Invasion war meiner Meinung nach ein großer Fehler.

Auch in Syrien hätte eine Invasion nur zu einem Umlenken des Stroms an Gihad-Kämpfern geführt. Aus Irak über Jordanien zurück nach Syrien.

Syrien ist ein Schlamassel. Hätte ein frühes "Eingreifen" (wie auch immer) etwas bewirkt? Vielleicht. Ich weiß es nicht.

Greift der Westen ein, ist er ein postkoloniales Unterdrückerregime, greift er nicht ein, fragt man, wo seine Werte sind und er nicht danach handelt.

Solidarität gibt es nur, wenn Israel den bad guy gibt. Sorry Palis. Ägypter als Gegenspieler? Keine Lichterketten, keine Boykottaufrufe, keine Solidaritäts-noten, kein Marsch auf Kairo etc.

Diesmal ist es Ägypten, das Druck macht und die Schmuggel-tunnel blockiert. So sorry.

Die Hamas hat sich in Syrien verzockt und die Hilfe Irans verspielt. Die bekommt jetzt der Islamische Gihad in Gaza zugeschanzt. Das wird ein heißer Tanz für die Hamas.

Seit dem Sturz Mursis fehlt zudem ihr Standbein in Ägypten. Auch soll sich die Hamas nach Angaben der ägyptischen Armee angeblich auf dem Sinai engagieren und schon einige Kämpfer verloren haben.

Diese Fatwa-Sammlung zeigt wieder einmal, wie weit die iranische Orthodoxie bzw. wie der "Oberste Führer" sie auslegt und die Iraner auseinanderstehen und wie menschenverachtend die Dogmen der iranischen Führung sind. Vor allem die jungen Iraner wollen damit nichts mehr zu tun haben. Diese großartigen Menschen haben besseres verdient.

Spiel mit Worten. Gehe nicht über Los und ersetze antisemitisch mit antijüdisch, wahlweise antijudaistisch oder gerne einfach Judenhaß. Voilá. Es klappt.



Gut, daß Sie so offen sind und den Iranern zustimmen. So bleibt kein Zweifel an Ihrer Gesinnung.



In welchen Worten Rouhanis sehen Sie keinen Judenhaß?

Hetzerisch ist hier also wohl nur Rouhani.



Im Übrigen: Iraner sind Indo-Iraner bzw. Indo-Arier und keine Semiten. Das Persische gehört zum indogermanischen Sprachenzweig.



Weiter so jungle world!

Der Kommentator scheint mit viel Hintergrundwissen gesegnet. Was über Israel erzählt wird, glaubt man gerne und sofort. Aber Assad? Der und böse? Niemals! Ganze Städte werden zermalmt; beeindruckend u.a. die Feuerkraft der russischen T-72 und T-80; responsibility to protect der syrischen Bevölkerung? Chemiewaffen aber nicht?



Chemiewaffen gehören aber nun einmal zum Waffenarsenal Assads, warum also nicht einsetzen? Wer sollte ihn aufhalten?



Es gibt natürlich auch Berichte über Gaseinsätze der Aufständischen. Rußland glaubt man da natürlich sofort, oder?



Weiter so Jungle World.

Es gibt keine natürlichen Staaten. Vor allem nicht im Nahen Osten.

Die jüdischen Siedler wurden bei ihrer Ankunft zunächst sogar begrüßt. Die ehemalige osmanische Provinz war sehr arm und unterentwickelt. Natürlich kam es bei der Besiedlung auch zu großen Ungerechtigkeiten; keine Frage. Ein dauernder Kriegszustand ist damit aber nicht zu rechtfertigen.

Generell wieder einmal ein sehr treffender Artikel. Vielen Dank dafür.

In Bezug auf den Antizionismus stimmt der Satz: "Der Antizionismus ist der Antisemitismus der Cleveren." Unter diesem Vorwand kann man seinem Antisemitismus so richtig schön fröhnen. Ich denke, daß selbst wenn die Juden sich in der Antarktis niedergelassen hätten, man weiter ihre Vernichtung betreiben würde.

Die armen "Pälästinenser" tun mir im Übrigen sehr leid. Ihre arabischen "Brüder" benutzen sie genauso als Verfügungsmasse, wie ihre westlichen "Freunde". Sie sind Bürger zweiter Klasse in all ihren arabischen Aufnahmeländern, Ausnahme Jordanien, und bringt man sie um (Syrien) oder vertreibt sie (Kuwait) interessiert es kein Aas. Gegen Saddam auf die Straße? Ach, Nö!

Es gibt also genug Gründe gegen alle Staaten der Region auf die Straße zu gehen. Von mir aus auch in und gegen Israel. Dort ist es als einzige Demokratie der Region ja erlaubt.

Als Antisemit macht es aber wohl nur halb so viel Spaß und ist vielleicht sogar gefährlich, wenn Israel nicht das Feindbild ist.

Thomas, geh mal nach Gaza, lass dich einschließen und dir deinen täglich Lebensbedarf unzugänglich machen... Hättest du die Größe und Stärke der Palästinenser?

Dein Kommentar ist so von oben herab... Ekelhaft!

Da hat Von der Osten-Sacken wohl die Weisheit mit Löffeln gefressen...

Oder höre ich richtig, das der syrischen Armee unterstellt wird Chemiewaffen eingesetzt zu haben?

Nicht ernst zu nehmen hier. Jungle World konnte es mal besser...

Inhaltlich ist allem zuzustimmen – eine wunderbare Auflistung der Kommentare!



Doch wie kann bitte ein Semit antisemitisch sein Herr Wahdat-Hagh?

Hier entpuppen Sie sich als hetzerisch...



Und wieder enttäuscht von der Jungle World. Schade!

Israel ist ein künstlich implizierter Staat. Das Judentum ist eine Religionsgemeinschaft und somit kein Volk, das einen eigenen Staat vorsieht, wie Shlomo Sand richtig analysiert. Theodor Herzl bezeichnete den Nahen Osten als "Barbarei", indem er den zu gründenden Staat Israel als "ein Stück des Walles gegen Asien" darstellt. Weiter sagte er. "Das Land sollte mit einer "Landnahme" besetzt werden. Dies impliziert, dass die arabischen Völker keine Völkerrechte haben sollen.

Viele vergessen das heute, bei der Verblendung durch die Mainstream-Presse. Und ich bin entsetzt, das ich auch bei der Jungle World auf diese Verschrobenheit stoße!?

Israel kennt keinen Frieden – im Gegenteil, der zionistisch-rassistische Staat verletzt 65 UN-Mandate heute noch! Das Wasser in GAZA ist zu 80% kontaminiert worden. Palästinenser werden beraubt, denunziert und versklavt, wie wir es hier kaum wahrnehmen können, wenn man nicht vor Ort gewesen ist.

Es gibt genug Gründe, um gegen "Israel" auf die Strasse zu gehen!

Hizballah Anführer Sayyed Hassan Nasrallah "Ermutigung" zur Einwanderung von Juden nach Israel:

"Wenn sie alle nach Israel kommen, wird uns das den Aufwand ersparen, sie weltweit zu jagen."



The widening arena of Hezbollah's attacks stemmed from Nasrallah's perception that Jews anywhere are legitimate targets. In fact, Nasarallah has said:

If they (Jews) all gather in Israel, it will save us the trouble of going after them worldwide. (Daily Star, Oct. 23, 2002)

Shiite scholar Amal Saad-Ghorayeb analyzed the anti-Jewish roots of Hezbollah ideology in her book Hezbollah: Politics & Religion. In it, she quotes Hassan Nasrallah describing his antipathy toward Jews: If we searched the entire world for a person more cowardly, despicable, weak and feeble in psyche, mind, ideology and religion, we would not find anyone like the Jew. Notice, I do not say the Israeli. (New Yorker, Oct. 14, 2002)

Nasrallah also incoroporates anti-Semitic rhetoric in speeches. For example, he has characterized Jews as the "grandsons of apes and pigs" and "Allah's most cowardly and greedy creatures." (MEMRI: Al- Manar, Feb. 3, 2006)

http://www.camera.org/index.asp?x_context=7&x_issue=11&x_article=1158




Da hat Jemand mit viel Absicht den begriff Zionismus durch Judentum ersetzt. kann das so sein sein?

Da hat Jemand mit viel Absicht den begriff Zionismus durch Judentum ersetzt. kann das so sein sein?

Die wohl anspruchsvollste Disziplin in der Kunst des Despotismus besteht in einer national-mythologisch geschmeidigen Einbettung der vorhandenen Konfessionen:

Muslims & Christians praying for Syria

Nach Märtyrer-Gedenken, angemessener Erwähnung des Rais Min. 0.24 durch Muslim; Christ erhebt Blick gen Himmel; der Start mit dem gemeinsamen "Vater Unser".

Bei Min. 1.16 dann gemeinsamer Wechsel zur Islamischen Anbetung.

http://www.youtube.com/watch?v=g2RXhB5FzT0

Das zu tolerierende ist natürlich sehr exakt eingezirkelt.

Einzelheiten erläutert persönlich:

Syria's First Lady Asma Al Assad In Paris Part 4 -2010(Inetrnational Diplomatic Academy)

http://www.youtube.com/watch?v=f7bSsvnykG8

Ab Min 4.20: Die Gesellschaft, nicht das System sei säkular, weil ja alles sakrale auch aus Syrien stamme. "Tolerance - I disagree with this notion ... important to societies who need it ... we reject it ... we are beyond it..."

So geht: Faschismus.

Die USA haben einen “Das habt Ihr davon !” Kanal für Sunniten eingerichtet.

http://www.youtube.com/watch?v=2zyPGQMZdHo Klimax ab Min. 2.25

Vorher auch mit punkiger Zawahiri-Persiflage; bringt zwar alles nichts, aber just for the records: die Warnungen vor einem MENAP-weiten Konfessions-Konflikt sind wohl deutlicher, als alles, was im Juli 1914 den Europäern geboten wurde:

http://www.washingtonpost.com/blogs/worldviews/wp/2013/07/09/the-state-departments-arabic-outreach-team-spoofed-an-al-qaeda-video/

”spoofing al-Qaeda propaganda videos on an official State Department YouTube channel. … A somewhat clunky montage shows brightly garbed dancers spinning in front of Zawahiri. ..

the team consists of roughly 50 native Arabic, Punjabi, Somali and Urdu speakers. It’s grown considerably since January 2009, when a State Department bulletin listed only 10 team members; it’s been around, per the bulletin, since November 2006. …

The idea is to “explain U.S. foreign policy and to counter misinformation” through the power of Diplomacy 2.0, says the State Department bulletin.”

Hier das "Bringt zwar nichts":

“A 2012 study of the program, published in The Middle East Journal, concluded that engagement did little to change the tone of anti-American conversations. … Only 4 percent of posts expressed positive views of the team, and a sliver more — 4.8 percent — expressed positive views toward U.S. foreign policy.”

Zu einem Rundumschlag über den Irrwahn der Region und seine hiesige Verkennung, Beweihräucherung und Bemitleidung habe ich mich hier hinreißen lassen:

http://blog.zeit.de/joerglau/2013/06/27/gastbeitrag-jugenduberhang-und-neuer-konfessionskrieg_6043/comment-page-11#comments

Mit Ägypten-Aktualisierung bei #85

http://www.aljazeera.com/indepth/features/2013/07/2013710113522489801.html

enthüllt (wohl exklusiv) die Umtriebe von Omar Afifi Soliman, US-funded anti-Morsi activist und anderer zum Sturz von Mursi.

Überall Contras und Ultras gegen die Allende-Lichtgestalt des politischen Islam.

Konzerne und Mittelstand scheinen allerdings nur eine geringere Bedeutung aufzuweisen.

Die Syrisch-Argentinische Errungenschaft auf dem Gebiet von sich inhaltlich zur Empfehlung ausweisenden Konterrevolutionen* einer: "Corrective Revolution"

... hat etwas vom Technokraten-Sprech der 70-er Jahre.

*rein formal

Wo in Lateinamerika immerhin ein gewisser Mittelstand gegen das Milieu einer Marxis-tischen Revolte* in Stellung gebracht wurde, da mobilisiert in Kairo ein Militärisch-industrieller Sektor gegen rasch desavouierte Macht-Anwandlungen eines MB-Alternativ-Nepotismus. Und anstelle von ökonomischem Mittelstand: gibt es demographischen Jugend-Überhang.

*man muss die lateinamerikanische Erfahrung potenzieren, um das Geschehen in MENAP* zu erfassen.

*innenpolitisch; zwischenstaatliche Konflikte, bzw. proxie-Bürgerkriege, wie in Syrien kommen dann noch oben drauf.

Anfang der 60-er Jahre haben die Nasseristen Kampfgas gegen konservative Jemeniten im Machtkampf auf der Arabischen Halbinsel eingesetzt:

http://en.wikipedia.org/wiki/North_Yemen_Civil_War#Chemical_warfare

Damals mit den Saudis im Bunde gelten diese heute als Parteigänger Teherans. In Riad hat man sich bestimmt gemerkt, dass die richtigen Leute in Kairo keine Probleme hatten, ihre jetzigen Widersacher auch schon mal zu vergasen.

wer spendet für Ägypten und warum ?

(ohne dafuer auch nur die geringste Gegenleistung erwarten zu koennen)

Der GCC (minus Katar) ist schon eingestiegen (2236)

Die Gegnerschaft zur MB scheint eine "Corrective Revolution" wert zu sein:

http://www.eurasiareview.com/10072013-egypt-a-second-corrective-revolution-analysis/ Zur Erinnerung:

http://en.wikipedia.org/wiki/Corrective_Revolution

Ägypten, Syrien, Südjemen; aber auch Lateinamerika; mit brisantem Bindeglied:

http://en.wikipedia.org/wiki/National_Reorganization_Process#The_Dirty_War

http://de.wikipedia.org/wiki/Schmutziger_Krieg

Die Golfmonarchien (minus Katar) leisten sich einen Exorzismus gegen den MB-Islamismus im Maßstab eines regionalen Kalten Krieges. Mit Erdogan, Katar, der Hamas und Tunesien ist vom Imperium des MB-Islamismus jetzt ungefähr soviel übrig, wie von der Sowjetunion nach dem Austritt Russlands.

Die Milliarden von den Saudis und den Emiraten fließen:

"Egypt's new leaders get $8 bln boost from wealthy Gulf allies"

http://todayszaman.com/newsDetail_getNewsById.action;jsessionid=84C9D2626C0A39C925F637A064697305?newsId=320535

Und Kuwait legt noch was drauf:

http://debka.com/article/23107/Egyptian-army%E2%80%99s-financial-coup-12-billion-petrodollars-from-Saudi-UAE-Kuwaiti-fans

fehlt eigentlich nur noch Bahrain; beim Oman könnte man sich noch eine symbolische Beteiligung zur Abrundung des GCC-Engagements vorstellen.



Ob Katar zur Buße herangezogen wird ?

Eine sehr einseitige Darstellung. Immerhin führt der Link zu einem AFP-Stück, in dem die Darstellung der Gegenseite wenigstens erwähnt wird. Wo sind die Belege für die hier aufgestellten Behauptungen? Man sollte in einer so unübersichtlichen Situation, in der unübersehbar auch Interessen anderer Kräfte wie Islamiste oder der Türkei mitspielen, vorsichtiger sein. Nach Darstellung der PYD haben die Demonstranten angegriffen und islamistische Parolen gerufen. Angeblich hatte die Türkei schon vor dem Vorfall Vorkehrungen für die Aufnahme von Verletzten aus dem Anti-PYD-Lager getroffen und diese dann auch aufgenommen. Wie gesagt, die Lage ist unübersichtlich. Und wer behauptet, er blicke durch, übernimmt sich oder ist parteiisch.

Da ich durch meine Arbeit mit Menschen aus Syrien zusammenarbeite und mit diesem Thema sehr vertraut bin, muss ich feststellen, dass dieser Beitrag völlig aus dem Kontext gezogen wurde und nicht der Wahrheit entspricht. Dieser Beitrag könnte auch von einem türkischen Nationalisten erfasst worden sein.

Faribors Marktanner sagt dazu (29.06.2013@20:35):
Die Atomstrategie des iranischen Präsidenten Rohani: Explizit macht er in dieser Rede deutlich, dass er gegen Europa und den Westen insgesamt eingestellt ist.

OBGLEICH DER WESTEN UND EUROPA SO HERZLICH DEN IRAN Lieben und sich nach SEINEN REICHTÜMERN und nach den Verhältnissen, welchen unter Seiner Majestät Schahinschah König der Könige, Ariamehr das Licht der Arrier, Perserkaiser der Letzte sich verschaffen hatten, SEHNEN und gut und gern bereit wären unter eigener Regie gemäß Verträgen über Einrichtung von 19 KKW ( auch wir - D - waren dabei, gerade in Buschehr ) welche sie dem Kaiser, ihren gekonten Lakai, aufgezwungen hatten erfüllen würden. Nun kommt ein Herr Rohani daher und gibt offen seine völlig unbegründeten Feindseligkeiten gegen Europa und den Westen insgesamt zum Besten. na so was. Gruß

Die Verabschiedung am Schluss war natürlich ekelerregend, keine Frage, aber trotz allem ändert die Tatsache dass Assad ein Despot ist nichts daran dass er bezüglich Al-Nusra vollkommen Recht hat.

Die Unterstützung solcher Gruppierungen (Ich sag nur Kannibalismusvideo) ist die exakte Wiederholung des Fehlers von damals, als man die Mujaheddin gegen die Sowjets aufegrüstet hatte mit dem Langzeiteffekt 9/11.

Jede Revolution ist an ihrem emanzipatorischen Potenzial zu messen und es steht immer noch die Antwort aus, wo dieses hier gegeben ist, vom Rückhalt in der Bevölkerung ganz zu schweigen. Bleibt nur zu befürchten dass am Ende doch wieder nur ein hübscher kleiner Gottesstaat statt Communismus entstanden ist und die Linke wird dastehen und blöd gucken.

Zum Beitrag von Jörn Schulz: Unaccounted for

Zweifel sind durchaus angebracht. Das Problem ist ja, dass die Details bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wurden. Somit bietet man immer Platz und Raum für Kritik oder auch "Mythen".



Und zu den Fotos der Rebellen von den abgefeurten Gasgranaten:



http://www.liveleak.com/view?i=dc0_1368162229

http://www.ruigphotography.com/NusraChemicalWeaponsSyria



Die untersuchten Bodenproben stammten ebenfalls von den Rebellen, keiner kann letztlich wirklich beweisen, woher diese genau herkommen.



Die Beweislage scheint somit tatsächlich eher dünn zu sein, vor allem in der Frage wer, was eingesetzt hat.

Dieser Aufruf kommt offensichtlich von Scheich Assem Abdel-Maged, einem der Führer der militant-islamistischen Bewegung "Dschamaa Islamiya", sowie von Prof. Mahmoud Shaaban von der Al-Azhar University in Cairo.



Angesichts der Tatsache, dass das Zentrum für Islamische Theologie“ (ZIT) der Universität Münster unter der Leitung von Herrn Khorchide offizielle Beziehungen zur Al-Azhar University pflegt, bitte ich dringendst und schnellstens um Aufklärung, ob und wenn ja wie sich die Universitätsleitung und / oder ihre anderen Organe, das Zentrum für islamische Theologie ZIT etc. zu diesem Mordaufruf gegen einen nicht unbekannten Publizisten geäußert haben.



Das ZIT Münster arbeitet mit der Al-Azhar Universität ...

... Das ZIT Münster arbeitet mit der Al-Azhar Universität zusammen. ... Groß-Scheich

der Al-Azhar Universität (2. v. rechts) empfängt Prof. ...

www.uni-muenster.de/ZIT/.../aktuelles_2012_al_azhar.html/



Meine weiteren Fragen betreffen Aufklärung über die Personen, die in o.a. Artikel auf den Fotos abgebildet sind. Ist Herr Prof. Shaaban Mitglied in der Arbeitsgruppe „Episteme der Theologie Interreligiös“ in der Al-Azhar Universität, Kairo?



Ist er auf anderen Bildern auf einer der webseiten der Universität Münster abgebildet?



Artikel heute, 13.6. in Westfälische NAchrichten, Münster, mit Stellungnahme der Unileitung



http://www.wn.de/Muenster/Zentrum-fuer-islamische-Theologie-Mordaufruf-an-Muensters-Partner-Uni

Sehr geehrter Herr Goldberg,



Die Menschenrechtslage im Iran ist seit 1979 katastrophal. Auch die Modernisierungsdiktatur der Pahlavi-Dynastie war keine Demokratie. Aber seit der Islamischen Revolution sind die Menschenrechte vollständig unterdrückt worden. Der Schah gewährte wenigstens individuelle Freiheiten. Politische Parteien waren verboten und die Freiheit fehlte, aber mit der islamischen Revolution kam die vollständige Katastrophe. D.h. die Menschenrechtsverletzungen und die fehlende Demokratie oder besser die Existenz einer totalitären Diktatur kamen nicht durch Sanktionen zustande. Umgekehrt: Es gibt Sanktionen, weil im Iran eine Diktatur herrscht, die sich nicht scheut die Religion der Menschen, den Islam für die Machtabsprüche der Herrscher zu misbrauchen.

Aber unter Ahmadinejad wurde alles nochmal schlimmer.

Ich habe den Brief von Frau Mostafavi nicht übersetzt, sonst wäre es im "xy".

Ich habe einen Inhalt wiedergegeben, der für den Zusammenhang wichtig war und es ist richtig, dass Frau Mostafwai gesagt hat, dass Rafdanjani die Position eines Führers verdient habe. Hier ging es garnicht darum, dass Khamenei auch die Position, aus der Sicht Khomeinis, verdient hat.

Wie gesagt, Rafsanjani verhalf Khamenei sogar Führer zu werden.

Meine Übersetzungen sind sehr genau. Teilweise fasse ich Texte zusammen und diese werden in "" gesetzt und teilweise sind es Zusammenfassungen.

Sehr geehrter Julius Goldberg,



ad) Wenn die wirtschaftlichen Beziehungen mit Iran in den letzten Jahrzehnten nur die Diktatur stabilisiert haben, dann widersprechen sie sich doch selbst, indem sie zuvor darlegen, wie sich die Lage dort verschlimmert hat? Wo ist also die Logik in diesen Aufführungen?



Nein. Ich widerspreche mich nicht. Eine der Thesen meiner Dissertation, die 2003 im Litverlag erschien, war, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit mit einer totalitären Diktatur die Diktatur stabilisiert und nicht so wie die liberale Wirtscahftstheorie es unterstellt öffnet und einen Demokratisierungsprozeß einleitet. (Titel des Buches: Die Herrschaft des politischen Islam als eine Spielart des Totalitarismus.)





Wenn die wirtschaftlichen Beziehungen mit Iran in den letzten Jahrzehnten nur die Diktatur stabilisiert haben, dann widersprechen sie sich doch selbst, indem sie zuvor darlegen, wie sich die Lage dort verschlimmert hat? Wo ist also die Logik in diesen Aufführungen? Sie sprechen davon, wie die Sanktionen stark ausgeweitet wurden und die Menschenrechtslage und die Lage hinsichtlich der Demokratie schlimmer gerworden sind. Haben sie nicht einmal darüber nachgedacht, dass eben diese Sanktionen all die Lage dort verschlimmern, so wie es das iranische Volk nach den Studien des amerikanischen Forschungsintitutes GALLUP auch sieht? Nach Gallup macht es demnach eindeutig die US-Regierung für die Lage in Iran verantwortlich.



Sie haben außerdem falsch zitiert und das Bild sieht tatsächlich wieder ganz anders aus:

Die Tochter schrieb, Khomenei habe gedacht, dass Rafsanjani an zweiter Stelle NACH Khamenei die Position eines Revolutionsführers verdient hat


stimmt, wie können wir es wagen westliche Institutionen irgendeinen Vorwurf zu machen? Es würde mich nicht überraschen, wenn sie anfangen, Beiträge darüber zu schreiben, dass in Wirklichkeit Iran eine Invasion in ihren Nachbarländern Afghanistan und Irak gestartet hat. Vermutlich war auch Iran oder ein ähnlicher "Schurkenstaat" für Hiroshima verantwortlich.



Legitimieren sie ruhig weiter, dass die USA sich an Al-Qaidas Seite gesellt haben.

Solch eine Betrachtungsweise kann man auf jedes Land anwenden, und bei einigen Ländern ist es sogar viel bedenklicher.



Beispiel USA:

Die meisten Gefangenen der Welt

Die höchste Vergewaltigungsrate der Welt

Besetzung anderer Völker

US-Drohnen

Völkermord an den Indianern

Atombombe gegen Hiroshima

usw.



So etwas kann man natürlich leicht ausblenden in so einem Kontext. Deshalb die Frage: Was ist eigentlich das wirkliche Problem, das Sie mit Iran haben?



Sehr hilfreich hier: Ein Bericht über die allgemeine Menschenrechtserklärung Irans von der Initiative Irananders.



"Und so wird das, was in westlichen Menschenrechtsberichten der iranische Kopftuchzwang ist, im iranischen Pendant der "Entblößungszwang", die vom Westen beanstandeten beruflichen Einschränkungen für offen bekennende Bahai's kontert der iranische Bericht mit Schikanen für offen bekennende Muslime. Folter, polizeiliche Gewalt, illegaler Waffen- und Menschenhandel und nicht zuletzt die Unterdrückung der indigenen Bevölkerung - ein Propagandastreich Teherans? Was im Bericht steht, sind US-amerikanische Realitäten. Die Islamische Republik, seit 1979 der zuverlässigste Schurke vom Dienst für den Westen, versucht den Spieß umzudrehen. Das wird ihr zwar nicht gelingen. Es wird aber womöglich die Wirksamkeit jenes Zeigefingers abschwächen, den der Westen in seiner moralischen Deutungshoheit nur allzu gerne gegen Iran erhebt."

Sehr geehrter Herr Grigat,

Zunächst möchte ich klarstellen, dass eine Reise der Iran-Delegation des Europäischen Parlamentes nicht stattgefunden hat und wohl auch nicht wird. Außerdem, und da sind wir uns völlig einig, wäre eine Reise im Vorfeld der dortigen Präsidentschaftswahlen mit Sicherheit ein falsches Signal. Einig sind wir uns auch darin, dass wir uns den Iran als demokratischen und säkularen Rechtsstaat wünschen. Ihre Ansicht, die stark an die äußere Rechte hier im Europaparlament erinnert, dass die EU eine viel zu lasche Politik gegenüber dem Iran ausübe, wirft allerdings Fragen auf. Angesichts der bestehenden Sanktionen, deren teilweise Wirksamkeit auch in meiner Fraktion durchaus anerkannt wird, ist nicht klar, was Sie da fordern. Wie soll denn der regime change herbeigeführt werden, durch Aushungern oder Einmarsch?

Ihre merkwürdige Behauptung, dass es die "Hauptsache" der Iran-Delegation sei, die übrigens kein Privatclub ist, "endlich dem Holocaust-Leugner-Regime einen Besuch abzustatten", entbehrt zudem jeder Grundlage und ist lächerlich. Damit wird die kritische Position des Europäischen Parlaments gegenüber dem iranischen Regime unter den Tisch gekehrt.

ist das nicht logisch, wenn einem Land Sanktionen auferlegt werden? Und sollte das Volk sich solchen erpresserlichen Maßnahmen beugen? Sind diese Maßnahmen mit der UN-Charta vereinbar?



Betrachten sie sich einmal die Realität hinsichtlich der Legitimität der Sanktionen:



http://irananders.de/home/news/article/die-un-charta-und-die-legitimitaet-der-wirtschaftssanktionen.html

Faribors Marktanner sagt dazu (23.03.2013@20:17):
Iran: Dialog mit Amerika oder Tod für Amerika?

dEN BERICHTEN ZU fOLGE UND DEM VERNEHMEN NACH UND NACH UNTERRICHTETEN KREISEN UND AUSSAGE VON DIPLOMATEN; WELCHE IHREN NAMEN NICHT SAGEN WOLLEN dem Amerika, sich selbst eingehandelten, Tod dem Amerika. Dabei sind die berühmten 99% ausgeschloßen. gemein ist Tod dem Imperialismus mit Hauptsitz in amerika. Auch wir - DE - haben unseren lieben sorgen. Noch immer keinen Friedensvertrag. Lediglich einen Waffenstilstandsvertrag. Mit für unsere Volksmasse unbekannten undurchsichtigen einseitigen Vepflichtungen für uns.

Gut, in einem Land mit Internetensur und Todesstrafe an Jugendlichen und Kindern ist halt alles möglich. Daran müssen wir uns gewöhnen. Leider.

Ok.

Wie Priester Kindermissbrauchen wird nicht berichtet.

Wenn Muslime irgendwas machen, regt sich die halbe Welt auf!



Mfg

Mikaael

Faribors Marktanner sagt dazu (09.03.2013@08:05):
Iran: Wenn Schulkinder gezwungen werden, zum Islam zu konvertieren. Inzwischen ist bekannt geworden, dass das iranische „Ministerium für Erziehung“ landesweit Lehrer rekrutiert, um diese in Anti-Bahai-Propaganda zu.....

und wir in unserem schönen DE brauchen nicht keine Priester zu rekrutieren um Kinder in "moderne" Christliche Religionslehre einzuweisen. Diese sind alle Freiwillige ehrenamtliche....na? Wie sehe ich das? .

Faribors Marktanner sagt dazu (01.03.2013@13:17):
Iran: „Der Prozentsatz unserer Anreicherung geht niemanden etwas an.“

Der hat Recht.

Im Iran entscheidet letztlich der „Führer“ über das Atomprogramm und nicht die Atomunterhändler, die lediglich den Auftrag haben die Verhandlungen möglichst in die Länge zu ziehen.

Falsch. 5+1 ließ sich 8 Monaten Zeit um die thematisierten Vorschläge zu beantworten. Kurz nach der sitzung in Moskau ließ sich US AM nicht nehmen öffentlich von vernichtenden Sanktionen gegen dem Mullahstaat zu sprechen, welche auch realisiert wurden. In Folge präsentierten die Mullahs neue Stärken, neue Errungenschaften. Im Bereich der Wirtschaft, Verteidigung, Kultur, Tourismus, und Forschung. Im Iran entscheidet letztlich der „Führer“ über das Atomprogramm. Gutes geständnis dieser Satz. Dort unten am Persergolf herrscht also Ordnung. Diese Ordnung wäre nicht standhaft, nun mehr als 34 Jahren, wenn nicht alle Mullahs sich über Grundsatzfragen einig gewesen wären. zahl der Mullahs wird aktuell mit 76 Millionen Köpfe angegeben. Von etwa Alleinherschaft kann keine Rede sein. Mit den besten Empfehlungen

An dieser Stelle ein grosses Lob an die junge world und unbedingt dranbleiben!! Die sexuelle Übergriffe auf und um den Tahrir sind ein tiefer Stachel im Herzen der ägyptischen Revolution und die zukünftige Rolle der Frau innerhalb der ägyptischen Gesellschaft wird derzeit auf dem Tahrir knallhart ausgehandelt. Heute für Frauen eher ein düsterer Ort, wobei der Tahrir unmittelbar nach der Revolution ebenso eine zeitlang zur Flaniermeile für die Turteltäubchen und feschen Jungs wurde.



Wir erleben nun seit zwei Jahren epochale Umbrüche, wo wir in der Geschichte der Menschheit wohl wenig vergleichbare Prozesse finden werden. Trotzdem ist der Frühling immer noch nicht in unseren Köpfen und Herzen angekommen und es gibt da zwischen dem dumpfbackigen Nazischläger und dem studierten Antifa-Schönling überhaupt keinen Unterschied (mehr). Und das ist ein Problem...


Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (29.01.2013@14:19):
Und bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) darf der Herr dann, moderiert von Sylke Tempel, über "Iran’s Role in Regional Peace and Balance of Power" referieren. https://dgap.org/de/node/23256

Siehe dazu auch den Aufruf der Green Party of Iran:


Kein Empfang in Deutschland für den Repräsentanten der terroristischen Islamischen Republik Iran, Ali Akbar Salehi!

1- Die Bundesregierung und der Aussenminister Westerwelle müssen sich dafür einsetzen, dass die Teilnahme des Holocaustleugners Ali Akbar Salehi an der Sicherheitskonferenz (1.-3. Februar) in München sofort abgesagt wird, da seine Teilnahme eine Legimitation für die Politik des Regimes durch Deutschland und auch die internationale Gesmeinschaft in München bedeutet.
2- Darüberhinaus müssen die DGAP und insbesondere die Moderatorin Frau Dr. Sylke Tempel die Veranstaltung (4. Februar) mit dem Mörder Ali Salehi dringend einstellen und absagen.
Die Reise des iranischen Aussenministers nach Deutschland muss sofort abgesagt werden.

————————–———–

Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi ist zur Sicherheitskonferenz in München eingeladen worden (1.-3. Februar). Anschliessend soll er nach Berlin kommen, um in der “Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik” (DGAP) einen Farce-Vortrag über die Rolle des islamistischen Regimes im Friedensprozess im Nahen Osten zu halten (4. Februar).
Ali Akbar Salehi steht eigentlich auf der schwarzen Europäischen Sanktionsliste. Er vertritt ein Terror-Regime, dass bereits durch die USA und Europa unter den massiven Sanktionen steht.
Die aktuelle Menschenrechtssituation im Iran ist sehr dramatisch! Durch die aktuelle Hinrichtungsmaschinerie wurden allein in den letzten Monaten alle 8 Stunden ein Mensch im Iran öffentlich und in den Gefängnissen ermordet. Das Regime hat auch – am 24. Januar in Shiraz – öffentlich vier Finger eines Verurteilten amputiert:
“Iranian authorities’ campaign of conducting public, medieval punishments continues. A state-run Iranian news agency reported that the amputation sentence of a prisoner was carried out in public today in the city of Shiraz (southern Iran).
According to the report, the prisoner was a 29-year-old man, identified as “A. S. H.” He was sentenced to amputation of four fingers on the right hand and three years in prison and 99 lashes for engaging in an “immoral relationship”.”
http://iranhr.net/spip.php?article2695

Das Regime steinigt, ermordet und verfolgt politische Gegner, Frauen, ethnische und religiöse Minderheiten wie die Bahai, Schwule und Lesben. Zehntausende wurden hingerichtet oder verhaftet. Millionen von Iranern wurden ins Exil getrieben.
Darüberhinaus arbeiten die Mullahs pausenlos an der Erlangung von Atomwaffen, ihre Revolutionsgarden morden im Irak, in Syrien und rund um den Globus, sie unterstützen Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah. Das Regime der Holocaustleugner droht permanent damit, Israel zu vernichten.

Deshalb bedeutet der Empfang eines Terroristen wie Ali akbar salehi in Deutschland eine Beleidigung der iranischen Bevölkerung, die sich für die Abschaffung des Mullah-Regimes, Freiheit und Demkratisierung im Iran einsetzt.

Nochmal:
- Die Bundesregierung und der Aussenminister Westerwelle müssen sich dafür einsetzen, dass die Teilnahme des Holocaustleugners Ali Akbar Salehi in München sofort abgesagt wird, da seine Teilnahme eine Legimitation für die Politik des Regimes durch Deutschland und auch die internationale Gesellschaft in München bedeuten wird.
- Darüberhinaus muss die DGAP und insbesondere die Moderatorin Frau Dr. Sylke Tempel die Veranstaltung mit einem Mörder wie Ali Salehi dringend einstellen und absagen.

Kazem Moussavi
(Sprecher der Green Party Iran in Deutschland)
26.01.2013

http://www.iran-e-sabz.org/english/?p=328

Das Demokratenbashing des Herrn TvDOS wird echt langsam langweilig. Als ob die Herren und dAmen REpublikaner und sämtliche US-REgierungen zuvor jemals anders, als im eigenen Iteresse gehandelt hätten. Und als ob sie jemals davor zurückgescheut hätten dabei auf die übelsten Schurken zu setzen, und das nicht nur im Nahem Osten. Angefangen von Saddam Hussain bis hin zu einem gewissen Usama Muhammad Bin Laden.

Naja, wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing ist halt das Motto des Herrn TvDOS. Geht uns allen so.

mein Gott, die wollen halt keine potentiellen Terroristen ins Land lassen. Kann man doch verstehen.

Die eigenen "Geschwister" im Stich lassen - Nicht mal gute Volksgenossen sind die Palästinenser.

Faribors Marktanner sagt dazu (21.12.2012@13:10):
Mit diesen stürmischen Streiks mit steigender Tendenz können wir ja hoffen, dass nach und nach die Mullahs gehen werden. wer aber von den schönen zeiten Seiner majestät Schahinschah König der Könige, ariamehr das Licht der Arrier, Perserkaiser der Letzte träumt, das waren die zeiten also als wir kammen - in das Perserland - und mitnahmen was wir sahen, Koks, alkohol und Streetgirls inbegriffen,und das alles auch noch bezahlt kriegten, wird enttäuscht sein. DENN: Seine Majestät geruhen nicht mehr am Leben zu sein. Und noch etwas: Die Mullahs werden nicht gehen. wohin auch? Die 75 Millionen Mullahs habn in 1,8 Millionen Qm großes lnd Platz genug. Im jahre 2030 den Voraussagen gemäß werden sie soger 130 Millionen Köpfe zählen. Besser wir trosten uns nicht mit Unsinnigem, trenen uns so lang noch Zeit ist von unseren westlichen gemeinten Verbündeten und wählen den Weg der vernunft und Logik und bemühen uns um eigenständigkeit in unserer außen- und Wirtschaftspolitik. Wir sitzen nicht mit den Westen in ihrem Boot. wir sind vor deren karre eingespannt. Das ist alles.

http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/1492/



"Der 7. Dezember 1953: Der „Tag des Studenten“ geht auf die Zeit der Militärdiktatur zurück, als die Demokratiebestrebungen im Iran Opfer des Kalten Krieges wurden. ......Am 19. August 1953 hatten iranische Generäle mit Hilfe der USA einen Putsch gegen den damaligen Ministerpräsidenten Mossadegh durchgeführt. Am 7. Dezember 1953 demonstrierten iranische Studenten gegen die Ankunft des britischen Gesandten in Teheran. Dessen Ankunft und ein Iran-Besuch des damaligen Vizepräsidenten der USA, Richard Milhous Nixon, gaben den Anlass für die Demonstrationen. Die studentischen Proteste dauerten einige Tage. Verschiedene Universitäten wurden von Soldaten besetzt. Damals starben drei Studenten, Mostafa Bosorgnia, der Mitglied des Zentralkomitees der Jugendorganisation der moskauorientierten Tudeh-Partei war, Mehdi Schariat Razawi, der zu den Kadern der Jugendorganisation der Tudeh gehörte, und Ahmad Qandchi, ein Sympathisant der Nationalen Front, die von Mossadegh geführt wurde.

Besonders traurig über den Sturz Saddam Husains scheinen nun diese syrischen friedlichen Demonstranten... äh Aufständischen der sogenannten "Freien Syrischen Armee" zu sein:



http://www.youtube.com/watch?v=yB8Q7JqNRzA&feature=youtube_gdata_player



Die, wie sie erklären in Ma'arat an-Nu'man eine "Brigade Märtyrer Saddam Husain" gegründet haben, finanziert von den USA, dem türkischen Geheimdienst und Saudi Arabien.

Faribors Marktanner sagt dazu (10.12.2012@19:38):
Iran: Wie ein General den Bock zum Gärtner macht

von Wahied Wahdat-Hagh

Kommentieren

Im Iran erinnern Studenten am „Tag des Studenten“ an antidiktatorische Demonstrationen, die auf den 7. Dezember 1953 zurückgehen

UND WAS WAR DENN AM 07. DEZ. 1953?? Weswegen demonstrierten die Studenten damals? Wie viele Studenten bezahlten mit ihrem Leben dafür? Wogegen demonstrierten die Studenten konkret ? WOLLTE DAS JEMAND vielleicht verraten? Ha?

Gerade weil ich mich viel mit Israel und Palästina beschäftige, finde ich die Beobachtung und Aussage im Kern sehr richtig. Die Frage, wie die Müllabfuhr in Kairo zukünftig organisiert wird, betrifft ja einfach mal auch viel mehr Menschen als, ohne die Situation dort beschönigen zu wollen, diejenige nach der Souveränität auf den Hügeln südlich von Hebron.



Dem Plädoyer für das "alleine lassen" würde ich mich - mit Blick auf FreundInnen und GenossInnen in Israel und Palästina auf der Suche nach friedlicher Koexistenz - so zwar nicht anschließen, aber ich glaube auch, dass vielfältig aufgeblasene Projektionen von außerhalb (vielleicht wirklich fast mehr aus Europa und Amerika als aus dem arabischen Raum; Iran ist allerdings nochmal ein Thema für sich) zu den größten Hürden im Konflikt gehören.



Aber, apropos Projektionen: Die (kaum noch) indirekte Gleichsetzung von Hugo Chavez et. al. in ihren angeblichen Zielsetzungen mit der NPD und dann sogar noch mit Hitler, Himmler, Eichmann ("Endlösung...") finde ich eine unnötige und gar nicht hilfreiche rhetorische Entgleisung, vor allem weil sie nach meinem Dafürhalten nolens volens eine törichte Verharmlosung und Schuldverschiebung weg von der jüngsten faschistisch-deutschen Geschichte beinhaltet. Oder?

Dass es einen Prozess geben wird, scheint mir unwahrscheinlich. Unter einer autoritär regierenden Partei werden die ,eigenen' Leute selten an die Justiz überstellt, auch wenn's im Inneren heftige Konflikte gibt.



Dass die Hamas die Milizionäre (die laut ihren politischen Führungsleuten Scheisse gebaut haben) verurteilen lässt, glaube ich deswegen nicht. Aber die Hamas-Regierung hat eine eigene Untersuchungskommission dazu einsetzen lassen, vgl http://www.lorientlejour.com/category/Dernières+Infos/article/789306/Execution_de_%22collaborateurs%22_a_Gaza%3A_le_Hamas_cree_une_commission_denquete.html

„Die Anführer der Hamas, oder jeweils einen Teil von ihnen, haben dieses üble Spektakel übrigens verurteilt.“



Auf den Bildern sind die Mörder eindeutig zu identifizieren. Können wir damit rechnen, dass Mad Max und seine Freunde angeklagt werden? Wohl kaum.



Free Gaza from Hamas!



http://thinktankboy.wordpress.com/2012/11/15/free-gaza-from-hamas/

WW, warum werden Sie gleich persönlich?

Um mal zurück zur Sachlichkeit zu kommen: Es gibt einen sehr deutlichen, akademisch definierten Unterschied zwischen Existenzminimum und Armutsgrenze. Ich finde, dass ein promovierter Angestellter eines Lobbyunternehmens die Begrifflichkeiten kennen und nicht so durcheinander bringen sollte. So erscheint Ihr Auftreten als plumpe Propaganda. Sie schaden damit nicht nur Ihren eigenen Ansehen, sondern auch dem Ihrer Organisation und nicht zuletzt der Glaubwürdigkeit dieser Wochenzeitung.

Also, mal ehrlich Herr WW



Sie werden von der European Foundation for Democracy (also vermutlich dem State Department oder dem CIA) finanziert.



Das ist OK, aber was ist an dem Khamenei Zitat irrational? Dasselbe Geschwafel gibt jeder Politiker eines x-beliebigen Landes von sich. Auf dem Grundsatz beruht quasi die Nuklearstrategie jedes Landes.



Und wenn Ali Larijani “alle islamischen Staaten“ auffordert, „Palästina militärische Hilfe zu leisten” mag ihnen das nicht gefallen, aber irrational ist das doch nicht. Auch der Satz “Tod ist besser als Schande und Erniedrigung” ist ein beliebtes rhetorisches Mittel aller möglichen Politiker. Aus dem kalten Krieg kennen wir „Lieber tot als rot“.



Und was ist daran irrationale von der „Niederlage Israels“ im gegenwärtigen Konflikt zu sprechen? Lesen Sie mal die Kommnetare der Zeitungen dieser Tage.



Was ist daran irrational der Hamas Waffen zu liefern? Verbündete mit „Todeswaffen“ zu beliefern… dass würde eine Demokratie natürlich niemals tun.



Zugegeben: Im Iran herrscht ein diktatorisches Regime, das weite Teile der Bevölkerung verarmen lässt. Meinen Sie, nach einem Krieg wird es dann besser?

Ihre Geldgeber haben vermutlich weitreichendere Interessen: Investittionen in Infrastruktur, Telekommunikation, Freier Handel, Gasvorräte, usw.

Sehr geehrter H. Lange,

wenn sich jemand um die Freiheit des Iran besorgt ist, wenn jemand um die Menschenrechtsverletzungen in einer Diktatur besorgt ist, wenn jemand sich um die Gefahren einer Diktatur, die eine Gefahr ist für die Welt besorgt ist, liebt die Person den Iran, die iranische Gesellschaft, die Menschen im Iran, aber nicht die menschenfeindlichen Machthaber.

Sie aber verheimlichen, dass Sie ein Anhänger einer Diktatur sind, die die Mehrheit der Iraner, d.h. auch die iranischen Muslime unterdrückt. Iran unterstützt den Widerstand in Gaza, schreiben Sie? Sie sollten sich informieren, dass in Deutschland und in Europa die Hamas offiziell als eine terroristische Organisation eingestuft ist.

Hier ein Artikel 22.10.2012

hier ist die Sprache davon, dass zum gegebenen Zeitpunkt 32 Prozent der iranischen Bevölkerung unter der absoluten Armutsgrenze leben würden. Auch hier trifft zu, dass die Armut in den letzten Wochen kraft ABstieg des Rial gestiegen ist.



http://www.bartarinha.ir/fa/news/34499/%D9%85%D9%8A%D8%B2%D8%A7%D9%86-%D9%81%D9%82%D8%B1-%D9%85%D8%B7%D9%84%D9%82-%D8%AF%D8%B1-%D8%A7%D9%8A%D8%B1%D8%A7%D9%86-%D8%A7%D8%B9%D9%84%D8%A7%D9%85-%D8%B4%D8%AF

Eine linke Exilzeitung schreibt, dass zehn Millionen Iraner unter der absoluten Armutgrenze leben:

http://kar-online.com/node/5441

Im Iran ist in der Tat die Armutsgrenze definiert:

Laut diesem Bericht leben im Iran über 35% der Bevölkerung unter der absoluten Armutsgrenze. Im Iran wird dies längst diskutiert. Deswegen hat Ahmadinejad das Problem mit Subventionen lösen wollen.

Hier steht es auf einer offiziellen iranischen Website, dass 35% der iranischen Bevölkerung unter der

absoluten Armutsgrenze lebt. Diese Zahl ist dank des Verfalls des Rial wahrscheinlich gestiegen:

http://fararu.com/fa/news/10877/400%D9%87%D8%B2%D8%A7%D8%B1%D8%AA%D9%88%D9%85%D8%A7%D9%86%D8%AE%D8%B7-%D9%81%D9%82%D8%B1-%D9%85%D8%B7%D9%84%D9%82-%DA%A9%D8%B4%D9%88%D8%B1%DB%8C-35-%D8%AF%D8%B1%D8%B5%D8%AF-%D9%85%D8%B1%D8%AF%D9%85-%D8%A7%DB%8C%D8%B1%D8%A7%D9%86-%D8%B2%DB%8C%D8%B1-%D8%AE%D8%B7-%D9%81%D9%82%D8%B1-%D9%85%D8%B7%D9%84%D9%82

Wenn man Iran als Feind betrachtet ist es meiner Meinung nach sinnvoller auch ein autenthisches Bild von Iran zu haben. Wie soll man dem Gegner denn schaden, wenn man ihn nicht richtig kennt. Dass der Autor ein Gegner der Islamischen Republik ist, ist ja kein Geheimnis. Das ist - so finde ich - nicht Anlass genug in einer überregionalen Wochenzeitung einen Artikel zu veröffentlichen, in dem eine rhetorische Frage nach der anderen rausgehauen wird. Um einige davon mal zu beantworten: Ja, Iran unterstützt den Widerstand in Gaza und nein, das ist nicht irrational, weil das Regime in Teheran seine Legitimation auf seine Ideologie baut. Iran würde seine eigene ontologische Sicherheit untergraben, wenn es nicht just genauso handeln würde, wie beschrieben! Die akademischen Theorien der Internationalen Beziehungen definieren Rationalität eben so, dass ein Staat entsprechend seines Sicherheitskalküls agiert. Darüber hinaus braucht man auch die Lage in Iran nicht weiter zu dramatisieren, als sie ist. In Iran leben nicht "Millionen Iraner unter dem Existenzminimum". Die Iraner sind im Vergleich zum westlichen Durchschnitt nicht reich, das ist kein Geheimnis und zum Teil den Sanktionen westlicher Staaten geschuldet. Aber auch Iran hat ihre sozialen Netze. Unter dem Existenzminimum - ein akademisch sehr genau definierter Begriff - lebt in Iran so gut wie keiner. Ich finde, dass Jungle World hier mehr auf journalistische Korrektheit achten sollte.

Gruß aus HH

L

Lese "jedenfalls", nicht "jeweils" in unten stehendem Kommentar.

Hm, ob Sonne oder nicht, der Zustand des Laubs an dem Baum im Hintergrund spricht tatsächlich ziemlich eindeutig gegen Berlin im November.

Die Anführer der Hamas, oder jeweils einen Teil von ihnen, haben dieses üble Spektakel übrigens verurteilt. Die Nummer zwei in der Parteihierarchie, Mussa Abu Marzuk, hat jeweils in einem von ihm veröffentlichten Text "jegliche Form von Selbstjustiz" verurteilt und die Einhaltung rechtlicher Verfahren gefordert. (Was nun nicht bedeutet, dass die Justiz im Ghazastreifen unabhängig wäre!)

Ich weiß nicht, was TvdOS als großer Analyst und Gegner „ellenlanger Analysen“ dazu sagt, zumindest die zivilisierten Leser der pro-Israelischen Facebook-Seite The Truth About The Middel east kamen zu diesen Ergebnissen:



“Fucken animals. with those barbarians you want Israel to make peace? Are you insane?!”

“FLATTEN GAZA, they are heavily inbred animals manipulated by evil.”

“…when the problem stems from a culture of hatred No talk of diplomacy, but civilizations War.”

„Scum of humanity“

„Sub-Humans“

„Evil = Terror = Muslims“

“filthy animals.”

“palestines are muslims right? is this kind of act slam teaches them? they are demons!”

„wtf? Animals“

„devils......“

“I'd kill every fucking one of them...”

“hamas and the palestinians are lower then scum, they are the some of the true scumbags of the world”

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (19.11.2012@23:07):
Ob in Berlin die Sonne schien oder nicht, weiss ich nicht. RT nannte Berlin als Ort in der Bildunterschrift. Das wurde inzwischen in Santiago, Chile geaendert.

Tja,Herr von der Osten-Sacken. So wars nicht, denn in Berlin schien nicht die Sonne und es ist November. Schon peinlich, wenn man dann so ein Bild postet.



Oder sollte die Formulierung "gleich solche Plakate" andeuten, dass ähnlich Plakate gezeigt wurden? Auf jeden Fall saubere Berichterstattung und toller Journalismus.

Eine andere Sicht auf die Funktion von Cast Lead und um Stephans Vereinseitung zu ergänzen um die politischen Analysen eines linken Menschen aus TelAviv: http://levwahrheit.blogspot.de/

Bekanntlich glaubt man nur der Statistik, die man selbst gefälscht hat. Und dieser Artikel ist auch ein ziemlich auffälliges Beispiel für diese Handhabe.

Es wird mehrfach auf die "besten Geschäfte unter Ahmadinejad" geredet und auf die Statistiken verwiesen.

Dann wird aber nicht z.B. die Gesamtsumme aller dt. Exporte genommen (denn die wäre ohne Frage in den letzten 150 Jahren größer, denn A. regiert ja erst seit 7 Jahren!), sondern lieber nur die Jahresscheiben genommen.

Aber hier ist in den letzten Jahren auch eines sehr deutlich zu erkennen:

Die Zeit unter A. seit 2005 ist ganz offenbar die des konsequenten massiven Einbruchs der Exporte, während die unter seinem liberalen und im Westen (und auch in der iranischen Bevölkerung!) sehr beliebten Vorgänger Khatami die der massiven Zuwächse waren.

Ach ja, es geht ja auch ganz simpel: "A. regiert seit 2005 - und 2005 war das Spitzenjahr."

Aber dass die dt. Exporte typischer Weise nicht Konsumgüter sondern Industrieprodukte sind, wird dabei ausgeblendet. Denn bei der Industrie gehen die Lieferungen eines Jahres auf Verträge von 2 und mehr Jahren zuvor zurück. Die 2005er Exporte können also gar kein Votum "der deutschen Wirtschaft für Ahmadinejad" sein. Aber das wäre ja nicht das gewünschte Ergebnis der Auswertung.

Diffamieren ist ja viel schöner...

Na ja, wenn wir jetzt die Kommentare der iranischen Seite als die Wahrheit akzeptieren, dann mag das so aussehen, als hätten die dt. Parlamentarier der iranischen Führung nach dem Munde geredet.

Sofern man aber auch nur ein ganz wenig Kenntnis einbringt, wird man zu dem Schluss kommen, dass die iranische Seite kritische Bemerkungen der deutschen Gäste ganz einfach nicht veröffentlicht. Meinungsfreiheit gehört nicht zur Tradition der iranischen Regierung.

Aber das heißt ja nicht, dass es diese Bemerkungen seitens z.B. Fr. Graf (SPD und Mitglied im Menschenrechtsausschuss des BT) nicht gab!

Also wäre es 1. eine boshafte Unterstellung gegenüber den MdBs und 2. eine Vorverurteilung.

Und beides ist m.E. nicht angebracht.

Zumindest dann nicht, wenn man seriös argumentieren will.

Der FDP Abgeordneter Herr Bijan Djir-Sarai scheint die Reinkarnation von J. Möllermann zu sein.

In meinen Augen ist er entweder unzurechnungsfähig oder ein Lump.

Faribors Marktanner sagt dazu (22.10.2012@22:18):
60 Mitglieder des iranischen Pseudoparlaments

Pseudoparlaments?

Masse sich erst der jenige an das Parlament in irgend einem anderen Land mit pseudo zu besudeln, der im eigenen, also in unserem, ein verfassungsmäßiges Wahlsystem hat. Weißt Du übrigens was ein Überhangmandat ist? Ha? Also!

Wahrheit von Morgen sagt dazu (19.10.2012@21:13):
Unverschämt!

Würde man mit der Abgeordneten und Regierungspolitiker vom dritten Reich auch reden und Dialoge führen? Wenn diese erlaubt ist, dann darf man mit den Verbrechern im Iran, egal als Parlamentarier oder Geheimdienstagenten bekleidet, wie schon bei SS und NS damals in Deutschland, reden. Na bitteschön!

Faribors Marktanner sagt dazu (03.10.2012@16:57):
Der Kleriker Ali Schirasi soll über fünfzig Bücher geschrieben haben und zu den engen Mitarbeitern des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei gehören.

OH, SÜNDE.

The Onion hatte auch einen durchaus interessanten blasphemischen Cartoon nach den neulichen Mohammed-Film-Reaktionen...



http://www.theonion.com/articles/no-one-murdered-because-of-this-image,29553/

Schließe mich meinem Vorredner an. Ein Mindestmaß an Kontext würde manchen Einträgen in diesem Blog nicht schaden, zumal so ein Hamas-Zitat natürlich umso interessanter wäre, wenn man es mit anderen Hamas-Aussagen über die Verhältnisse im Gaza-Streifen vergliche.

Die "Wahrheit" über die tatsächlichen Lebensumstände dort sollte man aber so oder so nicht von einem Hamas-Funktionär erwarten.

Na, wenn das die Hamas verkündet, dann wird das wohl stimmen. XD



Ich geb ja zu, dass man auf jene, "denen Gaza ein neues Warschauer Ghetto ist" nicht genug einschlagen kann aber dass hier ganz eindeutige Hamas-Propaganda in Richtung Abbas und Fayyad (nach den Protesten in den besetzten Gebieten) als Beweis für irgendwas herangezogen wird, ist schon reichlich skurril.

"Aber in Zeiten, in denen Religion wieder ganz oberste Priorität hat und jeder sich förmlich überschlägt, sie zu schützen und zu fördern, braucht einen eigentlich nicht mehr zu wundern."



Ach kommt, als ob Religion in den USA nicht auch schon vor 10 Jahren unter Bush oberste Priorität hatte.

Es war Bush der den "War on Terror" einen Kreuzzug nannte, der gegen die Ehe zwischen Homosexuellen war, der sich persönlich von Gott beauftragt sah, der nach eigenem Bekunden jeden Abend vor dem Schlafengehen in der Bibel schmökerte und dessen Wählerschaft und Unterstützer sich zu großen Teilen aus der christlichen Rechten zusammensetzte.





Was ich noch gerne erklärt haben möchte: Wenn Bush-bashing Antiamerikanismus ist, wie uns auch hier so oft erklärt wurde, was ist dann Obama-bashing?

Sehr unredlich das alles...

Ähem, es gab sehr schnell eine sehr deutliche Erklärung von Hillary Clinton, in der sie die free speech als Grundpfeiler der Demokratie verteidigt hat.

Aber warum auch differenzieren!?

Eine willkommene Gelegenheit, Obama zu dissen, denn wie war es doch schön unter Bush JR...

Oder wie könnte es doch schön sein unter Romney:

http://www.sueddeutsche.de/politik/angriffe-auf-us-vertretungen-romney-blamiert-sich-mit-attacke-auf-obama-1.1466601

Anscheinend hat die Preisverleihung doch stattgefunden. Ungeachtet der Versuche von ein paar Extremisten, die u.a. in Artikel 5 GG garantierte Freiheit von Forschung, Lehre und Wissenschaft durch ideologische Einschüchterungsversuche auzuschalten. (Gleichzeitig bleibt es dabei, dass en detail der Satz falsch war, Hamas und Hizballah seien ,Teil der globalen Linken, was falsch ist.)



Unterdessen betreiben manche Israelfanatiker munterste "Identitäts"huberei. Zum Totlachen etwa folgende Sätze, die vor lauter Identitätsgedusel überquillen: "...die Juden Micha Brumlik und Abraham Melzer sind angemessene Verehrer der US-amerikanischen Philosophin. Wie diese haben auch sie keine Identität, auch sie vergreifen sich an Identitäten anderer (...) sie und Judith Butler können nur Feinde Israels sein, dieses Staates mit der größten Identitätsdichte weltweit." Sic! Quelle: http://eussner.blogspot.fr/



Naja, ein paar Spinner gibts immer...

"Eingeschiitet", alles klar Horst. Jetzt wolltest du klugscheißen, hast es aber grandios vermasselt. "Eingeschiitet" ist das Wort Hizbollah nämlich gewiss nicht, denn wie du richtig erkannt hast gibt es keine eigene Sprache der Schiiten. Die Schiiten der libanesischen Hizbollah sprechen nämlich Arabisch, weil sie - du ahnst es - Araber sind.

"Eingeperst" heißt es auch nicht Hizbollah, sondern eher Hezbollah vermute ich. Ist auch egal, weil es rein gar nichts an der inhaltlichen Kritik von Schmid ändert. Die bleibt nämlich auch trotz deiner etwas missglückten Intervention berechtigt.



(Die angebliche militärische Besatzung der Hizbullah [was der DMG Umschrift am nächsten kommt] im Südlibanon dürfte wohl die einzige Militärbesatzung sein, die von der angeblich besetzten Bevölkerung (aus der sich die Partei maßgeblich rekrutiert) relativ wohlwollend gesehen wird. Wir alle finden die Organisation zum Kotzen aber unsere Häuser wurden auch nicht in einem Krieg vom Nachbarland zu Schrott und Asche geschossen und dann mit viel Geld von der Hizbullah [genauer dem Dschihad al-Bina'] wieder aufgebaut.

Die ist zudem nicht nur bloßes Instrument des Irans, sondern verfolgt auch ziemlich nationalistische, "arabische" Belange und hängt genau so von ausländischen Interessen ab, wie andere Parteien im Libanon auch. Der Artikel in der HP ist daher ahnungsloser Blödsinn.)

Dass Bernhard Schmid selten umhin kommt einem einen Eindruck seiner Ahnungslosigkeit zu vermitteln dürfte bekannt sein...

Nein,die Schreibweise Hizbollah ist nicht "eingedeutscht" sondern "eingeperst", oder "eingeschiitet". Zwar haben Zwölferschiiten keine eigene Sprache, aber Hezbollah (vgl."Ayatollah" kommt von ayat allah,"Zeichen Gottes")bedeutet schlciht und einfach Partei Gottes.

Kleiner Wink: Deshalb hieß der Chomeini auch Ruhollah mit Vornamen.

Rainer Springenschmid sagt dazu (06.09.2012@18:09):
in meinem begriff von "links" kommen bewegungen wie hisbollah oder hamas auch nicht vor. und antiimperialismus, selbst wenn man ihn diesen organisationen zugestehen möchte, als alleiniges kriterium für das etikett "links" herzunehmen, halte ich sowieso für höchst zweifelhaft.

trotzdem: eine kampagne zu fahren, die sich auf eine einzige zweifelhafte aussage in einer podiumsdiskussion stützt, bei einem menschen, dessen arbeit seit jahrzehnten weltweit höchste anerkennung findet, das riecht tatsächlich ganz stark nach dem versuch, jemanden mit einer im heuhaufen gefundenen stecknadel mundtot machen zu wollen.

judith butler ist in ihrer in der zeit abgedruckten replik vor allem auch um differenzierung bemüht. bei ihren gegnern konnte ich das bis jetzt nicht erkennen.

Noch mal durch französisische Anführungszeichen rausgeflogen:



...autoritäre Kontrolle der Gesellschaft bezüglich ,Sittenverstössen' u.ä. ...

Es hat alle Begriffe in französischen Anführungszeichen rausgehauen, deswegen noch mal richtig, ohne französische Anführungszeichen.



Eine fürwahr REICHLICH merkwürdige Definition von ,Imperialismus' legt der werte Autor der ,Huffington Post' hier an den Tag. Bizarr und krude.





Selbstverständlich sind Hamas und Hizballah (eingedeutscht ,Hizbollah') keine linken Bewegungen, der politische Islamismus ist ein eigenständiges politisches und ideologisches Projekt und gehört nicht zur politischen Linken.





Aber dadurch werden merkwürdigste Definition von ,Imperialismus' auch nicht besser. Und mal eben zu vergessen, dass die Hamas in Ghaza eine gewisse soziale Basis aufweist (bei gleichzeitiger autoritärer Kontrolle der Gesellschaft bezüglich u.ä) zeugt auch nicht gerade von politischer Intelligenz. Die Hamas hat ein im Kern autoritäres politisches Projekt, ist aber nicht als militärische Besatzungsmacht über Ghaza gekommen, sondern ist dort gesellschaftlich verankert, aus Gründen, die man analysieren kann. Wenn man denn möchte.



Grober Unfug, was die ,Huffington Post' da verzapft.

Eine fürwahr REICHLICH merkwürdige Definition von

legt der werte Autor der ,Huffington Post' hier an den Tag.



Selbstverständlich sind Hamas und Hizballah (eingedeutscht ,Hizbollah') keine linken Bewegungen, der politische Islamismus ist ein eigenständiges politisches und ideologisches Projekt und gehört nicht zur politischen Linken.



Aber dadurch werden merkwürdigste Definition von auch nicht besser. Und mal eben zu vergessen, dass die Hamas in Ghaza eine gewisse soziale Basis aufweist (bei gleichzeitiger autoritärer Kontrolle der Gesellschaft bezüglich u.ä) zeugt auch nicht gerade von politischer Intelligenz. Die Hamas hat ein im Kern autoritäres politisches Projekt, ist aber nicht als militärische Besatzungsmacht über Ghaza gekommen, sondern ist dort gesellschaftlich verankert, aus Gründen, die man analysieren kann. Wenn man denn möchte.

Ich muß mich entschuldigen, für die Verlinkunen war ich zu faul, aber es ist ja auch mehr eine Versuchsanordnung.

also ein bein ist zumindest weg..



http://www.huffingtonpost.com/2012/08/16/maher-assad-lost-leg_n_1789414.html?utm_hp_ref=world

Spannend, wirklich spannend. Nur: Wo bleiben diesmal die Quellen und die Verlinkungen?

Es ist ein Bürgerkrieg mit Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Syrien wird ethnisch gesäubert, d.h. aufgeteilt

Die Massaker an Dörfern sind ethnische Säuberungen. Mit solcher Brutalität soll signalisiert werden : GEHT!



Das ist der Plan B : ist Assad nicht zu stürzen, wird versucht, die Konfliktparteien zu trennen und alawitische , sunnitische und kurdische Regionen zu bilden. Die syrisch/kurdisch verwaltete und geschützte Region existiert schon, sogar mit Assads Zustimmung. Nebenbei bildete sich ein Kurdischer Zentralrat, der sogar Barzanis Kurdistan umfasst. Die Staatenbildung eines größeren Kurdistan schreitet voran.Assad wird sich auf die Gebiete zwischen Israel,Libanon und Türkei entlang am Mittelmeer unter Schutz der russischen Basis begnügen. Der Rest fällt den Muslimbrüdern in die Hände und wird sich als Teilregion zwischen Türkei und Jordanien selbst verwalten und auch Kontakt zur Türkei suchen. Zuvor vertreibt(mordet) der Assadclan und seine Unterstützer die Sunniten aus seiner Interessenzone.

Dieser Plan entspricht nebenbei der klassischen Konfliktlösung mit der Trennung der religiösen und ethnischen Gruppen,wie in Bosnien praktiziert. Ethnische Säuberungen werden geduldet, siehe Srebrenica.

Christian Zimmermann CEO menschenrechte-online

Tolle Demo. Auch mit der Schwarzen Fahne, die unter anderem auch die Hizb at-Tahrir verwendet.

Grosse Klasse.

"Auf jeden Fall wär es rassistisch, hierzu eine Meinung zu haben." uiii, starkes Wort. Also es gibt Dinge, wo jedwede Meinung rassistisch ist. Interessant.

"Der Islam hat nicht notwendigerweise mit dem Islam zu tun." - das ist auch ein köstlicher Satz, der in die Logikbücher eingehen sollte. Ich habe mit mir auch nicht unbedingt was zu tun.

Die Bamiyan-Buddhas sind schon weg, war genauso "cultural heritage" der Muslime wie Stonehenge das der Briten. Viele Monumente in Indien auch. Angefangen mit Mahmud von Ghazni, 1001. Khajuraho usw.

Ich sehe es aber nüchtern, das Menschenleben ist mir mehr wichtig: Die Muslime sollen ruhig zerstören, was in ihren Ländern in ihre Reichweite kommt. Von mir aus alle persischen Miniaturen mit Muhammad drauf. Oder auch Ka'aba, ist eh ursprünglich heidnisch.

Aber: Wenn sie noch heute aufhören würden, Zivilisten zu töten usw., werde es ein Segen für uns alle.

Kleine, echte, ernsthafte Frage: Meinen Sie tatsächlich, dass es rassistisch wäre, zu dem Thema eine Meinung zu haben?



Im voraus, danke für eine kleine, echte und ernsthafte Antwort!

Ich denke, der Islam hat nicht notwendigerweise mit dem Islam zu tun. Es gibt nicht d e n Islam, die sozialen Ursachen, Demütigungen durch den Westen spielen eine Rolle. Auf jeden Fall wär es rassistisch, hierzu eine Meinung zu haben.

Dieser Brief an G. Grass hat mit seinem Gedicht wohl kaum was zu tun, wird nur dazu gebraucht meiner Ansicht nach sehr gerechte Vorwuerfe an die Iranische Regierung zu stellen. Das Gedicht von Grass is gemeint als Provokation, um dem Volk etwas zu denken zu geben ueber Israel's hoechst wahrscheinlichten, prevaentiven "first strike" und seine Folgen. Es ist ein Gedicht, ambiguoes, aesthetisch unrein, erschreckend, und scheinbar sehr erfolgreich.



Hier ein Archiv und andere Sammlungen zu dem Grass Gedicht



======================

http://goaliesanxiety.blogspot.com/2012/04/gunter-grass-what-must-be-said.html



A compendium of critical opinions

**http://summapolitico.blogspot.com/2012/04/part-synopsis-of-grass-poem-controversy.html***

*

And of positive takes

http://summapolitico.blogspot/05/defense-of-beast-post-mortem-part-ii-of.html



http://artscritic.blogspot.com/2012/05/guenter-grasss-notorious-poem-poetics.html***



http://summapolitico.blogspot.com/2012/05/blowing-taps-for-ever-so-revealing.html





*http://artscritic.blogspot.com/2012/05/summary-comment-on-poetics-of-grass.html



http://www.facebook.com/mike.roloff1?ref=name



http://www.roloff.freehosting.net/index.html

Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidaten Ron Paul sieht Syrien im Fadenkreuz Washingtons. Die einseitige Schuldzuweisung an die syrische Regierung für die über hundert Toten in Hula, die Ausweisung syrischer Diplomaten aus Washinton und die Ankündigung, daß die USA Syrien vielleicht auch ohne Zustimmung der Vereinten Nationen angreifen werden, kann er sich nur durch die angekündigte Politik zu einem “Regime-Change” in Syrien erklären:



http://antifo.wordpress.com/2012/06/18/ron-paul-syrien-im-fadenkreuz-washingtons/

Hallo Thomas,



unten nochmal eine Entgegnung auf Deinen Kommentar zu PI-News.



Grüße,

Antifo



Islamkritik und Salafismus, Syrien

http://antifo.wordpress.com/2012/06/18/islamkritik-und-salafismus-syrien/

Diese Allianz ist in der Tat sehr seltsam. Die Frage ist nur, welcher dieser obskuren Gruppen John Rosenthal zuzuordnen ist.



Er beschreibt die Vorhaltungen gegenüber Dr. Hermann als "standard practice in the Western media, which dismiss Syrian-government claims out of hand, while frequently relying on none other than the opposition — or, more precisely, that part of it that has embraced armed struggle and called for outside intervention — as their virtually exclusive source for supposed Syrian news."



http://www.nationalreview.com/corner/302998/houla-massacre-redux-john-rosenthal



Wenn diese mediale Parteinahme der Grund wäre, dann wäre es nicht Präsident Assad, der diese Allianz geschmiedet hat. Widersprochen hat Rosenthal da niemand.

The Houla Massacre Redux by John Rosenthal

http://www.nationalreview.com/corner/302998/houla-massacre-redux-john-rosenthal

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (17.06.2012@00:00):
Interessant, dass nun neben der FAZ, der Jungen Welt auch Politically Incorrect sich die Houla Geschichte zu Eigen macht: http://www.pi-news.net/2012/06/hula-blutbad-syrische-aktivisten-antworten-faz/. Assad schafft es in der Tat, sehr seltsame Allianzen zu schmieden. Liegt's daran, dass er noch ein Führer ist, wie jedenfalls die Nazis von der Antiimperialistischen Plattform finden: http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/1711/?

Ich habe die Stellungnahme (mit ein wenig Scrollen) unter dem im Blogpost angegebenen Link ohne Probleme gefunden. Übrigens steht im Post auch nicht, die Stellungnahme sei von »x-beliebigen« Einwohnern der Stadt verfasst worden. »Einwohner der Stadt« steht in Piechas Text in Anführungszeichen und ist damit klar als Zitat von Rainer Hermann gekennzeichnet, der in seinem zu Beginn des Posts verlinkten Artikel »Eine Auslöschung« die vage Formulierung »Einwohner der Stadt sagen aus ...« verwendet.

Syrische Aktivisten antworten der FAZ

http://wp.me/pt2oW-xQ

(Fortsetzung)



Ihrer Wahrnehmung nach, Herr Piecha, handelt es sich da nicht um eine "dubiose Quelle". Für mich liest sich diese Stellungnahme eher wie ein in der Sache substanzloser Text, der für englischsprachige Journalisten als Vorlage vorbereitet wurde. Der einzige sachbezogene Einwand ist ein Verweis auf ein youtube-Video, das aber nicht mal verlinkt ist.



Ihre erste Entgegnung auf Dr. Hermann in der Jungle World las sich für mich übrigens wie eine äußerst plumpe Zurechtweisung. In der Sache hatten Sie ihm nicht widersprochen. Stattdessen machten Sie ihm Vorhalte, dass sein Artikel nicht nützlich sei. Ihr Utilitarismus ist nicht hilfreich bei der Ermittlung der Schuldigen dieses Massakers. So eine Haltung spricht Bände gegen die Unvoreingenommenheit des Historikers Piecha.



Nachdem Sie eingangs selbst eingestehen und auch beklagen, dass in den deutschen Medien kein hinreichend differenziertes Bild von der Situation in Syrien zu finden ist, will ich Sie dazu ermutigen, daß Sie Ihren Teil dazu betragen diesen Mißstand zu beheben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß auch Sie relevante Informationen zu der legalen, unbewaffneten und in Syrien lebenden Opposition haben. Dass man diesbezügliche Artikel nur in der Zeitung "jungeWelt" findet, finde ich bedauerlich.

Sie verweisen in Ihrem Artikel auf eine Stellungnahme, die Sie als "Statement from the People of Houla" verlinkt haben. Ich konnte diese Stellungnahme dort nicht finden. Stattdessen fand ich sie hier:



http://www.ayyam.org/english/?p=484



Dort ist die Meldung jedoch unter dem Titel "Antwort der Aktivisten von Hula auf die Anschuldigungen der FAZ" zu lesen. Es handelt sich also nicht um x-beliebige "Einwohner der Stadt", sondern um einen höchstwahrscheinlich sehr kleinen Zirkel von Leuten, die sich der Revolution verschrieben haben.



Diese Aktivisten beschweren sich darüber, dass Herr Dr. Hermann sie nicht kontaktiert hat, bevor er seinen Artikel schrieb. Sie werden zugeben müssen, dass das zumindest schon mal ungewöhnlich ist. In einem Land mit Pressefreiheit muß man nicht erst zu irgendwelchen Leuten gehen, um sich seine Artikel vorher absegnen zu lassen. Außerdem laden die Aktivisten ihn in "ihr Dorf” ein und “garantieren dabei, ihn vor den berechtigterweise aufgebrachten Bürgern zu schützen”. Ich denke, es ist nicht unbedingt bösartig, wenn man daraus ableitet, wie diese Aktivisten sonst mit Dissidenten umgehen.



Wie man sie kontaktieren kann und wer sie sind, schreiben diese Aktivisten nicht.



(Fortsetzung folgt)

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (12.06.2012@23:34):
Assad's Houla Propaganda by Aymenn Jawad Al-Tamimi and Phillip Smyth: http://www.meforum.org/3261/assad-houla-propaganda

Mh, habe ich Bashir mal mit Bashar verwechselt? Wenn ja, dann Schande über mich.
Zeifellos gibt es mittlerweile auch viele Jihadisten in Syrien, und wenn wie über das letzte Jahr geschehen, der Konflikt zielbewußt in einen konfessionellen Rahmen gesteuert wird - was aber zuerst einmal das Werk des Regimes ist - wird das Morden irgendwann ganz enthemmt sein. Es gibt auch einen "schmutzigen" Medienkrieg, keine Frage. Seltsam ist aber, daß ein Korrespondent der FAZ, der sich in Damaskus und somit - ob er will oder nicht - unter den Fittichen des Regimes aufhält, einerseits sehr detaillierte Angaben macht (Familiennamen etc.)andererseits als Quelle nur "Augenzeugen" angibt. Vor Ort dagegen waren nicht nur die UN-Beobachter, sondern mittlerweile auch internationale Reporter, und für die scheint die Angelegenheit nicht ganz so klar wie für Herrn Hermann von der FAZ. Der im übrigen in seiner sonstigen Berichterstattung auch sehr regimekonform bleibt. Häßliche Jihadistenvideos gibt es wie häßliche Shabiha-Videos. Die Frage bleibt: ist es bei der Unmenge der einigermaßen gut dokumentierten Bluttaten des Regimes in den letzten 15 Monaten eigentlich plausibel, daß man neue Bluttaten erst erfinden müsste? Oder geht hier bloß das Propagandakalkül des Regimes auf?

Und jemand, der bis vor einem Jahr Bashir nicht von Baschar auseinanderhalten konnte ist jetzt der informierte Experte? Alles Klar.



Vielleicht zitierst du aber wenigstens mal die FAZ im Zusammenhang:



"Nach Angaben der Augenzeugen habe sich das Massaker in dieser Zeit ereignet. Getötet worden seien nahezu ausschließlich Familien der alawitischen und schiitischen Minderheit Hulas, dessen Bevölkerung zu mehr als neunzig Prozent Sunniten sind. So wurden mehrere Dutzend Mitglieder einer Familie abgeschlachtet, die in den vergangenen Jahren vom sunnitischen zum schiitischen Islam übergetreten sei. Getötet wurden ferner Mitglieder der alawitischen Familie Shomaliya und die Familie eines sunnitischen Parlamentsabgeordneten, weil dieser als Kollaborateur galt. Unmittelbar nach dem Massaker hätten die Täter ihre Opfer gefilmt, sie als sunnitische Opfer ausgegeben und die Videos über Internet verbreitet."



Warum diese Meldung so unwahrscheinlich sein soll, angesichst der zahlreichen Jihadisten, die in Syrien ihr Unwesen treiben, ist mir nicht klar. Schau Dir doch mal diesen netten Herren an. Ist nur ein Beispiel von Vielen:



http://english.al-akhbar.com/content/crunch-time-syria-un-protocol%E2%80%99s-jihadist-problem




"Insbesondere fürchte die israelische Regierung das Ende der Friedensabkommen mit Ägypten und Syrien."



Seit wann besteht ein Friedensabkommen mit Syrien?!

es gibt einen Waffenstillstand, aber nichts was einem formellen oder informellen Friedensvertrag nahekommen würde!

Tja,der Nahe Osten ist voller Wunder,a propos wund-

ich muß meiner Freundin mal sagen,sie muß n bischen

langsam machen,ich bin ja schon ganz`...

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (28.03.2012@23:25):
Coalition to create 'alternative' constituent assembly http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/37832/Egypt/Politics-/Coalition-to-create-alternative-constituent-assemb.aspx

Sehr geehrter Harry Potter,

leider habe ich Sie noch nie kennengelernt und habe Sie auch nie gelesen. Ich bin nämlich nur mit den Grausamkeiten dieser Welt beschäftigt. Aber da Sie sich so sehr für die Wahrheit über mich einsetzen, möchte ich doch eine Ausnahme machen und Ihnen schreiben.



Anders als in der Welt von Harry Potter, handelt es sich hier wie es oben im Text steht, um eine einfache Dokumentation eines Artikels der staatlichen Nachrichtenagentur des Iran.



Wie Sie vielleicht erkennen mögen, schreibt die iranische Nachrichtenagentur faktisch, dass der iranische Präsident die deutschen Medien instrumentalisiert, um die Propaganda der totalitären Diktatur des Islamismus zu verbreiten.



Das muss man hierzulande sich erstmals auf der Zunge zergehen lassen.



Die Übersetzung dieses Artikels dient der Aufklärung, damit jeder erfährt, dass das Interview mit Ahmadinejad nur der Hofierung eines Vertreters der totalitären Diktatur des Islamismus im Iran diente.

Alles, was er in dem Interview sagte, war vorher bekannt. Daher war der Erkenntniswert dieses Interviews gleich 0,00.



Ihr Urteil, sehr geehrter Herr Harry Potter, ist daher zwar sehr phantasievoll, aber in meiner Arbeit geht es leider weniger um Phantasie, als um Erkennen von Fakten.



Meine Empfehlung:

http://www.peterlang.com/index.cfm?event=cmp.ccc.seitenstruktur.detailseiten&seitentyp=produkt&pk=63326&concordeid=263569


Ich kenne Herrn Wahdat-Hagh, diese Zeilen sind niemals von ihm.

Sie lügen einfach

Etwa 70 AktivistInnen des Globalen Marschs nach Jerusalem aus Indien, Pakistan, Malaysia auf dem Weg nach Libanon einen Aufenthalt in Teheran gemacht haben. Nicht erstaunlich, dass die iranische Regierung versucht hat, daraus eine Public Relations-Gelegenheit zu machen.



Am 30. März, den palästinensischen Tag des Bodens, ist das Thema die Erhaltung Jerusalems als multikulturelle, multireligiöse Stadt, die als Hauptstadt von Palästina vorgesehen ist. Es sollen in Jordanien, im Libanon, in Ägypten, Gaza, der West Bank und Jerusalem friedliche Demonstrationen stattfinden, wie in auch etwa 60 anderen Städten weltweit. Dutzende angesehene Berater, darunter zwei Friedensnobelpreisträger, Christen und Juden unterstützen die Initiative.



Die Demos werden durch ein beispiellos breites Spektrum von Organisationen und Individuen in Palästina und in der Diaspora getragen, darunter säkulare Unterstützer der Zwei-Staaten-Lösung wie Dr. Mustafa Barghouti. Auf der Webseite http://gm2j.com/main/ wird klar gesagt, dass keine Konfrontation mit israelischen Truppen gesucht wird.



Wie in jedem breiten internationalen Bündnis gibt es manchmal Einige, die vielleicht konfrontativer sein wollen, als die Demo-Führung will. Auch bei Demonstrationen in Europa wie in Heiligendamm 2007 und in Straßburg 2009 ist so was passiert. Das heißt aber nicht, dass die Kritiken und Forderungen der Demonstrationen falsch sind.

Infos: http://www.jerusalem-marsch.de/aktuelles.html.


Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (21.03.2012@19:28):
Wie 2003 der Sprecher der IPPNW sinngemäß erklärte ist Krieg schlimmer als Diktatur, das sei die Lehre aus der deutschen Geschichte. Und dies hat die Friedensbewegung auch voll verinnerlicht.

"krieg ist keine lösung"! an diesem katechismus der friedensbewegung kommt man mit argumenten, wie den oben geschilderten, nicht vorbei. das war auch im fall bosnien so. wer trotzdem hilfe zu selbsthilfe (also waffen) liefert, ist ein kapitalistischer kriegstreiber. selbstverständlich sind diejenigen, die diese hilfe verwehren und sich dagegen stellen, niemals auch nur ansatzweise für das verantwortlich, was aus dieser verweigerungshaltung zwangsläufig resultiert (massaker an der zivilbevölkerung, ethnische säuberungen und kz-ähnliche lager oder folterzentren). denn: "krieg ist keine lösung".

Bitte verbessern. Die MLPD unterstützt diesen Marsch nicht!

Die "Rote Fahne" der MLPD erreicht man hier:

http://www.rotefahne.info

http://www.rf-news.de



Die rechtslastige "Die Rote Fahne" untertsützt den Marsch http://rotefahne.eu/2012/03/der-globale-marsch-nach-jerusalem-gewinnt-weitere-unterstuetzung/



Ich würde Sie bitten dies zu verbessern!

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (08.03.2012@21:51):
Nö. So geht es bei denen doch seit Monaten zu. Einer erklärt dies, der nächste dementiert, der nächste relativiert. Und das von mir zitierte Statement kam ja nicht aus dem sog. Exil, sondern aus Gaza. Alleine schon die Tatsache, dass der Hamas so etwas passiert, spricht Bände über ihre momentane Verfasstheit.

Heute sieht's aber auch schon wieder anders aus...:



Hamas: Vergeltung mit größter Wucht



Der ranghohe Hamas-Vertreter Mahmoud al-Zahar hat am Mittwoch einen BBC-Bericht dementiert, demzufolge sich die Hamas aus einem möglichen Konflikt zwischen Israel und dem Iran heraushalten werde. Sollte Israel den Iran angreifen, werde die Hamas eine „zerstörerische Antwort“ geben, so al-Zahar. „Vergeltung mit größter Wucht ist die Position der Hamas zu einem zionistischen Krieg gegen den Iran“, erklärte al-Zahar gegenüber der iranischen Fars News Agency.



Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum erklärte daraufhin, die Waffen der Hamas und des palästinensischen Widerstands würden lediglich der Verteidigung dienen, nicht dem Angriff. In den vergangenen Wochen gab es vermehrt Anzeichen eines Bruchs innerhalb der Hamas zwischen Extremisten wie al-Zahar und einigen Hamas-Mitgliedern im Exil, die eine pragmatischere Linie vertreten. Es ist nicht absehbar, welche Seite sich durchsetzen wird, auch bezüglich der Verbindung mit dem Iran.



Quelle: Times of Israel, 07.03.12

Exilsyrer Rafik Shami hat einen interessanten Kommentar über die Tyrannenfreunde Scholl-Latour und Todenhöfer geschrieben. Und über die Querfront zwischen rechts-konservativen und alt-linken Assad-Fans und deren Präsenz in deutschen Medien.

http://www.taz.de/Prominenz-Journalisten-und-Syrien/!88869/

Noch besser hätte ich es gefunden, hätten die Tunesier ihn behalten, um ihn aufzuhängen. Um ein Exempel dafür zu geben, wie mit dem Rest des Assad-Regimes zu verfahren sein wird.

Diese Meldung ist vom 17. Januar 2011, also gut ein Jahr alt. Iran führt anscheinend seinen eigenen "War On Drugs". amnesty international bzgl. Exekutionen im Iran 2011: "In total Amnesty International has recorded some 600 executions reported by both official and unofficial sources this year, with drug offences accounting for about 81% of the total." , Meldung v. 15. Dez. 2011, http://www.amnesty.org/en/news/iran-surge-secret-executions-drug-offences-must-end-2011-12-15

Faribors Marktanner sagt dazu (14.01.2012@20:07):
Zur: Die Bedeutung der Öl- und Benzinsanktionen...

Hier werden die Gegebenheiten so dargestellt, wie wir gern hätten, dass sie so wären. Für uns Herzerwärmend und die Harmonie- und Gemütlichkeitsempfindung steigernd. Die Realität ist anders. Konträr und der darstellung diametral entgegen. Zunächst führten unsere Genies Benzinsanktion gegen Mullahstaat ein. Das Ergebnis ist: Iran ist heute ein bedeutender Benzinexporteur. Kein Käufer wird sich an etwaige Benzinsanktion gegen Iran halten. Mag sich der schwarze man im weissen Haus auch noch grün ärgern. Und Ölembargo? Müssig hier die Zahl der jenigen Käufer namentlich aufzuzählen, welche ausdrücklich sich dagegen ausgesprochen haben. Entgegen der Veröffentlichungen in unseren Medien, Japan ist eins aus vielen dieser Ländern. Ich rege an, wir sollen uns mehr Realistischem widemen.

Faribors Marktanner sagt dazu (14.01.2012@20:06):
Zur: Die Bedeutung der Öl- und Benzinsanktionen...

Hier werden die Gegebenheiten so dargestellt, wie wir gern hätten, dass sie so wären. Für uns Herzerwärmend und die Harmonie- und Gemütlichkeitsempfindung steigernd. Die Realität ist anders. Konträr und der darstellung diametral entgegen. Zunächst führten unsere Genies Benzinsanktion gegen Mullahstaat ein. Das Ergebnis ist: Iran ist heute ein bedeutender Benzinexporteur. Kein Käufer wird sich an etwaige Benzinsanktion gegen Iran halten. Mag sich der schwarze man im weissen Haus auch noch grün ärgern. Und Ölembargo? Müssig hier die Zahl der jenigen Käufer namentlich aufzuzählen, welche ausdrücklich sich dagegen ausgesprochen haben. Entgegen der Veröffentlichungen in unseren Medien, Japan ist eins aus vielen dieser Ländern. Ich rege an, wir sollen uns mehr Realistischem widemen.

Faribors Marktanner sagt dazu (05.01.2012@12:58):
Entgegen den Ausführungen im Artikel ist zu befürchten, dass gerade Iran keinen Schaden von Ölembargo erleiden wird. Frühzeitig ging es durch die Medien, das die Mullahs ein Pipelein verlegen/verlegt haben. VOm Ölgebiet, Südwesten Irans, über Nordkueste des Persergolfes zum neu angelegten iranischen Ölverladehafen in See von Oman. Öl Export bleibt also so oder so gesichert. Da muus jemand sehr mutig, ja übermutig sein, um den Tanker mit dem für China oder anderswo bestimmten Öl an weiterschippen zu verhindern. An Schizopherenen mangelts allerdings nicht.

Warnen muss ich noch von Wünschträumereien, denen wir, Dank unseren Medien verfallen sind. so rosig sind die Zeiten nicht. Eher dunkelschwarz. wer aufmerksam die berichte in unseren Medien verfolgt hat, kontrolliert der Mullahstaat das Gebiet westlich von der Straße von Hormuz, den Persergolf also, und weit weit östlich davon tief in den indischen Ozean.

Beispielsweise wird gegenwärtig die iranische Cyber-Polizei verstärkt. WAS HAT DAS MIT EMBARGO FOLGEN FÜR IRAN ZU TUN?

Es ist beschämend für eine Zeitung, welche seinen Namen den adjektiv LINKS voran setzt sich derart für nonsence wie:

Antisemitismus, Anti-Bahaismus, Christenverfolgung und geschlechtsspezifische Apartheid in der „Islamischen Republik Iran“ stark macht. Daraus soll nun tatsächlich folgen: Iran wird in Folge von Ölembargo zugründe gehen? Da fehlt nur noch der Zusatz: und für ewig wieder unser werden.

So denke ich.

Au ja, mal wieder ganz staatstragend Auschwitz verhindern. Das letzte Mal war Auschwitz in Srebreniza, dann im Kosovo,... langsam wird es langweilig mit Auschwitz.

Schön, wenn man über ein so einfaches Gut-Böse-Schema verfügt: Saudi-Arabien finanziert die Islamisten (was zweifellos zutrifft und bekämpft gehört) - und die USA unter Bush, für den Autor so was Ähnliches wie das REICH DES GUTEN, finanzierten die Demokraten. Etwa die "Bewegung des 6. April" in Ägypten.



Leider ist das schöne Schema völliger Mummpitz und stimmt nicht. In Marokko etwa finanzierten die USA unter Bush spätestens seit 2004/05 die Islamisten, in Gestalt des PJD.

Teil 2:





Eine andere Ebene ist die Frage, welche Strategie En-Nahdha oder andere Parteien mit dieser Ideologie einschlägt. Da gibt es drei Varianten:

a) die djihadistisch-terroristische, die sich an eine Minderheit von Aktivisten richtet,

b) eine faschismusähnliche Massenbewegung, die die Machtfrage stellt (die Khomenei-Variante, auch Ali Belhadj in Algerien 1991) und dann den Repressionsapparat übernimmt, wie im Iran ab 1979 fast bruchlos,

oder c) eine institutionelle Strategie im Rahmen einer bürgerlichen Demokratie.



Die Strategie- ist unabhängig von der Ideologiefrage. Auf der Ebene folgt En-Nahdha bislang jedenfalls der Strategie (c). Die Variante (b) wäre für sie schwierig: Die Khomeinisten im Iran übernahmen den Repressionsapparat der SAVAK, der bis dahin gegen Linke gedrillt war. Aber die En-Nahdha-Leuten in Tunesien treffen überall im Repressionsapparat aus der Ben 'Ali-Ära auf die Figuren, die ihre eigenen Leuten gefoltert haben. Zudem betrieb En-Nahdha in den letzten Jahren der Diktatur eine Bündnispolitik mit Linken, Liberalen und säkulären Nationalisten. Das hinterlässt auch Spuren.

Teil 1:



Schon amüsant, der ideologische Hexenprozess, den der Autor hier initiieren möchte... Deswegen nur fürs Protokoll, ich hatte nie Illusionen über den Charakter der Ideologie von En-Nahdha an und für sich. Ihr Name ist in dieser Hinsicht Programm: Er bedeutet "Wiedergeburt, Renaissance" und beinhaltet also vom Ansatz her das Anknüpfen an ein früheres "Goldenes Zeitalter (des Islam)". Daraus ergibt sich, dass der Kern der Ideologie auf einer reaktionären Illusion aufgebaut ist. Als Ansatz zur "Heilung" sozialer Übel wird eine Remoralisierung der Gesellschaft gepredigt (eine Mischung aus regressiver Sexualmoral und Frontstellung gegen "Korruption", die angeblich soziale Ungerechtigkeit erklärt).

Kuwait? ,Bislang ziemlich ruhig'? Aber auch nur, wenn man in den letzten Monaten überhaupt nichts mitbekommen hat. Dass der Autor es nicht mitbekam, bedeutet nicht, dass da nichts los war.



Kuwait, da war doch was... Unter anderem:

- 18. Februar 2011: Zusammenstösse mit der Polizei in Jahra

- 08. März: Demonstration vor dem zentralen Regierungsgebäude

- 30. März: Rücktritt des bisherigen Premierministers

- Ab Mitte Mai: Neue Demonstrationen, circa jede halbe Woche

- 03. Juni: Mehrere tausend Menschen vor dem Regierungssitz

Usw.

constant aggravation sagt dazu (08.11.2011@19:11):
Ich will ja nicht kleinlich oder gar deutschtümelnd wirken, aber heißt das "Zeugs" nicht "Uran"?



Die Passagen innerhalb französischer Anführungszeichen (>) hatte es leider in neben stehendem Kommentar rausgehauen.



Dort stand:



° Ghannouchi steht politisch ,auf der Gegenseite'



° Der Name von En-Nahdha (,Wiedergeburt, Renaissance') steht programmatisch für den Rückbezug auf ein vergangenes ,Goldenes Zeitalter'



Sorry, der Text in > wurde leider gelöscht, war mir vorher nicht klar gewesen.

Na, wer den Verfassungsschutz zitiert, hat's nötig, nicht wahr? (Augenzwinker)



Ansonsten gibt's vielleicht doch inhaltlich glaubwürdigere Quellen. Der VfS besteht nämlich normalerweise aus Bürokraten, die irgendwie ihren Job rechtfertigen müssen. Sprich, die alles und jedes in der Gesellschaft unter einem ,Sicherheits-' und ,Bedrohungs'-Blickwinkel betrachten, und die sich auch mal gerne finstere Bedrohungen zurecht schneidern.



Ghannouchi ist kein progressiver Politiker, unbestritten. Er steht politisch >, und ich solidarisiere mich natürlich mit Säkularen, Frauen, Homosexuellen und anderen Menschen gegen die Politik, die er zukünftig führen könnte.



Das ändert nichts daran, dass seine Partei En-Nahdha (bedeutet übrigens ,Die Wiedergeburt' oder ,Die Renaissance', der Name bezieht sich also sozusagen programmatisch auf ein vergangenes >) eine strategische Entscheidung für ein Agieren in einem bürgerlich-demokratischen Rahmen getroffen hat. Und eben nicht einen Gottesstaat anstrebt. Ebenso wenig, wie die AKP zwischen Istanbul, Ankara und Diyarbakir einen Gottesstaat oder Scharia-Gerichte eingerichtet hat,. Andere Varianten des Islamismus, wie in Saudi-Arabien und im Iran (was wiederum zwei sehr unterschiedliche ,Modelle' des Islamismus sind, u.a. was ihren Standort in der internationalen Staatenhierarchie betrifft), kennen hingegen sehr wohl Scharia-Gerichte.



Das erklärt sich aus der jeweiligen politischen Geschichte dieser Länder.












Auch wenn bei einer einstmals linken Zeitung inzwischen gerne der Verfassungsscgutz zitiert wird, dann doch bitte nicht auf so primitiv selektive art und Weise.

Der bestätigt nämlich ebenfalls was der Oben geschmähte Bernhard Schmid auch berichtet, in dem er den bösen Ghannouchi zitiert:



" GHANNOUCHI bezeichnet das Modell der türkischen Regierungspartei AKP als Vorbild:

'An-Nahda hat großes Anstrengungen unternommen, eine islamische politische Theorie zu entwickeln. Wir stehen für den islamisch demokratischen Gedanken, eine islamische Demokratie, wenn man so will.' [Internetauswertung, 17. Mai 2011.]



Wenn sich der Autor vielleicht ein bisschen besser auskennen würde und Arabisch lernte, könnte er sselbst beim VS anheuern, bis dahin muss er weiter im Aftrag der Jungle Wolrd das Netz auf der Suche nach bösen Palästinensern, Islamisten, Gutmenschen und anderen Feinden durchstreifen.

Es gibt viel Hass auf beiden Seiten, aber manche möchten nur die gehassten Palästinischen Semiten den Schuld dafür geben, wie Hitler früher ähnliches getan hatte. Ich denke dass es bessere methoden gibt Hass zu bekämpfen, als gehasste Semiten als anti-Semiten zu beschimpfen, einfach weil sie auch gehasst werden. Israel könnte ja immer Ihre Grenzen akzeptieren, statt Siedlungen weiter auszudehnen um als Dieb beschuldigt zu werden damit es gehasste Semiten beschimpfen kann.

“...Wie man mit der Waffe Erkämpftes durch freie Wahlen rückgängig machen kann, deutet sich jetzt in Tunesien an. Selbst eine Revolution setzt die Grundlegung der Gesellschaft voraus.

Sie aber ist in Arabien nicht gegeben. Wo der Ausgangspunkt fehlt, im politischen Fall, der Gemeinsinn der Bürger und seine Geburt aus dem Willen zur Freiheit und der Gabe des selbstständigen Handelns, kann es auch mit der Demokratie nicht weit her sein.

Sie ist nicht ein Instrument der Macht, sondern der Vernunft, die die öffentlichen Angelegenheiten zu regeln hat. (..) Es kommt nicht allein darauf an, die Bastille zu stürmen, es geht auch darum, was man aus ihr symbolisch zu machen versteht. (..)

Eine politische Religion greift nach dem Staat, um ihn sich unterzuordnen. Da hilft es auch nicht weiter, von gemäßigten Islamisten zu sprechen, deren Vorbild ein Erdogan sei. Die Wahrheit ist, in Tunesien gab es bisher eine säkulare Diktatur, und nun kündigen sich die Vorboten des Gottesstaates an.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/einmal_tunis_und_zurueck/

“...Tunesien ist das mit Abstand am meisten westlich orientierte Land der arabischen Welt. Französisch ist dort die zweite Sprache; die Oberschicht ist nach wie vor nach Frankreich hin orientiert. Wenn bereits in diesem Land die Islamisten die absolute Mehrheit erreichen oder sie nur knapp verfehlen, dann kann man sich vorstellen, wie freie Wahlen in Ägypten ausgehen werden; von Ländern wie Libyen und Syrien ganz zu schweigen...”

http://zettelsraum.blogspot.com/2011/10/marginalie-wahlen-in-tunesien-doch.html

statt "1884" ist sicherlich 1848 gemeint.

Genau dieser Passus "Ich appelliere an beide Seiten, alles zu unterlassen, was die Wiederaufnahme von direkten Gesprächen oder den Erfolg von Friedensverhandlungen gefährden könnte." ist mir beim Hören auch besonders übel aufgestoßen. Siehe hier: http://vonhaeften.wordpress.com/2011/10/18/gilad-shalit-ist-frei-1027-fur-einen/

Dr. Nathan Warszawski sagt dazu (08.10.2011@11:53):
Den Friedensnobelpreis erhalten Krieger, die die Waffen niederlegen und sich dem Frieden verpflichtet fühlen. So wie Obama.

Mit der Verleihung des Friedensnobelpreises an ein Mitglied einer Al Qaida-Partei ist ein mutiger Schritt in Richtung Weltfrieden getan worden.

Was genau soll das bedeuten?

Das Jordanien "seine" Palästinenser behalten will?

Aber die jordanische Staatsbürgerschaft bekommen sie auch nicht, richtig?

Und das bestimmt der Botschafter einfach so und zwar für alle Palästinenser, nicht nur für die im eigenen Land?

Vielleicht verstehe ich das nicht richtig, aber was soll die Aufrechterhaltung des "Flüchtlingsstatus" anderes bewirken als die Aufrechterhaltung des Konflikts mit Israel?

Bitte um Auklärung!

Thomas von der Osten-Sacken sagt dazu (21.09.2011@13:32):
Danke für den Hinweis. Habe dummerweise die englische Schreibweise verwendet.

Wenn's schon Latein sein muss:



1) Der Buchstabe J kommt im Lateinischen nicht vor.



2) Ius belli bedeutet Kriegsrecht. Gerechter Krieg wäre bellum iustum, im Plural bella iusti.



ROMANES EUNT DOMUS!

Thomas v. der Osten-Sacken sagt dazu (21.09.2011@11:48):
Hat Marcus in dem Beitrag von PMW etwas falsch übersetzt oder wiedergegeben? Wenn nicht: welche Rolle spielt es dann in diesem Zusammenhang, wo er lebt und welche politische Haltung er einnimmt?

Herr Itamar Marcus, die Quelle für diesen Bericht von Herrn TvdOS, ist natürlich eine prima Referenz. Als Bewohner der Siedlung Efrat in den besetzten Gebieten und Spezi von Netanjahu ist er natürlich ein Musterbeispiel für jemanden, dem es um einen Ausgleich und ein friedliches Zusammenleben geht.

Leider verdammt schlecht recherchiert:



"Auslöser war der Tod von fünf ägyptischen Grenzpolizisten. Israelische Sicherheitskräfte hatten sie bei der Verfolgung mutmaßlicher palästinensischer Terroristen an der ägyptisch-israelischen Grenze erschossen."

http://www.tagesschau.de/ausland/demobotschaft100.html

Laut http://shabablibya.org/news/libyas-interim-leader-makes-landmark-tripoli-speech:

“The most important thing was what he said about building a nation of laws, and his reassurances about extremism, from the left or the right, Islamists or secularists,” Osama Gheriani, a 30-year-old dentist, told Reuters. “It’s a moderate country. This was the most important point.”



Säkularisten fallen also auch unter die Extremisten?

Mit solch "moderaten" Ansichten treten ansonsten fundamentalistische Christen in den USA auf.

Theokraten aller Länder.... nein, lieber nicht.

"Leider hat die arabische Welt in den letzten Jahrzehnten sich nie durch die Fähigkeit ausgezeichnet, aus Fehlern zu lernen."



Im gegensatz zur was? angelsächsischen, germanischen, westlichen, oder welcher Welt?



Der Platz für grosse Welterklärer und Volkskenner ist schon an Peter Scholl Latour vergeben. Der kann das auch überzeugender, nicht wahr?



"Die Frage ist deshalb: begreift sie, dass sie mit solchen Aktionen nicht nur im widerlichsten Sinne des Wortes zu “arabischer Straße", also Mob wird?"



Auch ein Satz, der eines Weltkenners würdig ist. Die isarelische und europäische und US- amerikanische Strasse ist natürlich auch "im wieerlichsten Sinne" niemals Mob, sondern immer Zivilisation und Aufklärung.

@Sörenfried: Habe ich den falsche Artikel gelesen? Der antirassistische Widerstand in der Türkei ist in dem Text von Thomas von der Osten-Sacken nirgends Thema und kann folglich auch nicht "in Geiselhaft" genommen werden. Und wer ist mit den anderen politischen Kräften gemeint?

Für alle, die sich wirklich für die Türkei interessieren und nicht nur Geschehnisse aus dem deutschesten aller möglichen Blickwinkel (=Osten-Sacken) märchenerzählt bekommen wollen empfehle ich die Grundrisse-Sonderausgabe zur Türkei (der ich politisch zwar nicht zustimme, bei der aber jede Zeile mehr politisch gehaltvollen Inhalt transportiert als das hier).

Das ist die mit Abstand sinnloseste Analyse hier in der Jungle World seit langem.

Und es ist eine Sauerei, dass der antirassistische Widerstand in der Türkei wie auch andere politische Kräfte vor Ort "in Geiselhaft" deutscher Befindlichkeit (in diesem Fall eingebettet in eine Art Freakmaterialismus) genommen werden. Osten-Sackens instrumentelle Herabwürdigung realer politischer Auseinandersetzungen ist widerlich.Vielleicht kann man ja mal im Editorial drauf eingehen,was so ein Zeug in einer linken Wochenzeitung zu suchen hat.Mit "Pluralismus" hats auf jeden Fall nichts zu tun.

@Thomas von der Osten-Sacken

du laberst mist. du und dein adelstitel erlauben dir auch nicht alles hier. was heißt hier kurden unbringen? die kurden killen türkische polzisiten gestern 2 beim fußballspielen. laber nicht son mist du möchtergern investigativ-journalist. lächerlicher artikel

Auf welchem Mickymaus Niveau sind wir denn jetzt angekommen?

Das kommt davon, wenn die Parolen von Freiheit und Demokratie hinter denen sich die USA, Frankreich undsoweiter verbegen, zu ernst nimmt.



Scharia, Demokratie,..egal... wichtig ist, das Öl kommt bei uns an.





Sie können eben die Trennungslinie Religion und Staat nicht sehen und haben nur Vorurteil und mit so einer Haltung kann man keine journalistische Arbeit verrichten.



Also bitte hören Sie auf zu schreiben, denn Sie sind nicht Objektiv genug. Ihnen fehlt das Backgroundwissen um fundierte Berichtertattung aufzusetzten in dieser Sache zumindest.

Sehr geehrter Verfasser,







Wenn jetzt z.B. Ihr Bruder auf der Mavi Marmara gewesen und bei dem Angriff getötet wäre. Sie hätten sich dann bei der Israelischen Regierung bedankt. Sie hätten wenigsten eine Entschuldigung erwartet, dass wäre die diplomatischte Sache gewesen... ist es nicht so..... Türkei hat auch nicht mehr verlangt von Israel... nun muß Türkei handeln, sonst kann wird man als Staat nicht ernst genommen und das gilt genauso für die PKK. Die Türkei hat nicht aus heiterem Himmel angefangen PKK Stellungen zu bombardieren, Sie wurde zu dieser Handlung genötigt...



Sicher ist das alles nicht gut, aber was würde ein anderes Land in der Situation von der Türkei machen.... das Gleiche.... und das hat mit islamischtischer Haltung nichts zu tun. Die Religion von Erdogan ist nunmal Islam, es hätte genauso auch ein Christ sein können. Erdogan vermischt seinen Beruf mit Politik nicht, das tun Sie, Sie unterstellen ihm das und sehen die wahre Politik nicht.



Genauso ist es in Deutschland. Hier herscht eine Christliche Partei und keiner sagt zu der christlichen Haltung der Partei etwas, gibt ja auch nichts zu sagen, weil die Politik nichts mit Religion zu tun hat. Aber komischerweise denken Sie, das es in der Türkei nicht so ist, da werfen Sie alles in ein Topf, weil es Ihnen eben nicht passt und das liegt daran weil Sie was gegen die Religion haben.

Sehr geehrter Verfasser,

-weil Sie PKK ansprechen:

bei der letzten Wahl durfte sich auch eine PKK Partei aufstellen und wurden auch von der entprechenden Bevökerung auch gewählt--soviel zur Intoleranz der Türkischen Regierung.

-weil Sie PKK ansprechen:

die PKK ermordert täglich türkische türkische oldaten aus dem Hinterhalt---Sie können ja mal mit den Eltern der getöteten Soldaten sprechen und versuchen diese zu vertrösten, vielleicht können Sie dann dabei eine etwas realistische Meinung über die PKK bilden und sich auf den aktuellen Stand bringen.

Durch die ständigen Angriffe auf türkische Soldaten mit Totesfolgen, wird dem Staat nichts übrig gelassen als gegen die PKK anzukämpfen.



-weil Sie Israel ansprechen.

Türkei wollte alles friedlich lösen und hat von seinem Verbündeten nur eine Entschuldigung für das blutige Vorgehen verlangt und das liegt über 1 Jahr zürück. Bitte was würde Deutschland tun, wenn Bundesbürger mit Hilfslieferungen von einem anderen Land angegriffen und getötet werden. Soll sich dann Deutschland bedanken???- Eine Entschuldigung ist das Mindeste, aber Israel tut das nicht, Türkei ist ihm egal, daher kann sich die Türkei oder jedes andere Land sowas nicht bieten lassen. Es muss seine Bürger schützen. Es ist das gleiche, wie wenn Palestinan Bomben auf Israel wirft und Israel im Gegenzug alles niedermetzelt.... und was sagen Sie dazu.






Witzig, oder eben doch nicht so witzig.

Man (Osten-Sacken) hätte aber die Veränderungen im Zitat deutlich kenntlich machen können. So bleibt es unverständlich, wenn man nicht auf den Link klickt...

einfach nur als artefacte akzeptieren!

geschichte ist ein stück realität-egal welchem ideologischem ursprung sie entspringt!

konzentrationslager wurden gesprengt-die mauer zerstört-der palast des volkes weggeblasen-mit zeitlicher und ideologischer distanz bewundern wir heute in museen "das alte ägypten" waren es nicht pharaonen die menschen versklavten um sich unsterblich zu machen-heute betrachten wir es als artefacte-bewundern es -ohne semantische reflexion!

schon mal in israel gelebt?

nein-dann sollte man(n) seine politischen stellungnahmen mehr reflektieren!denn auch für uns juden/israelis ist der alltag von gefahren begleitet-militärpräsenz nicht nur an busbahnhöfen & einkaufzentren und stränden! leben mit der täglichen konfrontation der inneren angst und der äußeren realität der sichtbaren waffen! ferner sei angemerkt das nicht die mehrheit der lebenden juden in israel für die weiteren siedlungsausbauten sind -auch der umgang mit dem gazastreifen findet keine zustimmung-eine minorität die bedauerlicherweise auch in der knesset represäntiert ist forciert die militarisierung und den wahnsinn des siedlungsausbaus!i9ch bin und bleibe ein befürworter für die berechtigung des staates israel-ich bin ein befürworter für einen eigenen palästinensischen staates!mehr humanität und toleranz auf beiden extremen seiten wäre förderlich!

wir haben zu akzeptieren das das kapitalistische systhem nur einen zweck hat den selbsterhalt und die steigerung seines eigenen wertes-weder kulturelle religöse oder andere aspekte haben im kapitalismus seine berechtigung-öl-!geld! macht! expandierung der schein-demokratie und eroberung der anderen systheme ist und bleibt das ziel der usa & co! ferner stellt sich die frage ob syrien ägypten oder lybien & co - welches systhem welches instrument der politik wäre das valide welches die interessen des individuums erhält-nicht globalisierung zur folge hat-!wer kennt die antwort-welches systhem ist die politische "richtige " antwort? antwortet!

Es wäre interessant zu wissen, wie die Prozentsätze auf Gaza-Streifen und Westjordanland verteilt aussehen, denn für den Gaza-Streifen ist ja nichts anderes zu erwarten.

Bei anderen Fragen ist die Differenz allerdings doch nicht so groß, ebenda:

"Among Palestinians in general 65% preferred talks and 20% violence. In the West Bank it was 69-28%, and in Gaza, 59- 32%.

Asked whether they backed seeking a Palestinian state unilaterally in the UN, 64% said yes. The number was 57% in the West Bank and 79% in Gaza."

Interessant wäre auch, wie hoch die Akzeptanz von Fayyad und seiner recht erfolgreichen Politik im Westjordanland ausfällt.

"...die UN erklaert die Blockade des Gaza-Streifens fuer rechtens und kritisiert die Tuerkei fuer ihre Unterstuetzung der Djihadisten von der IHH. Die UN!..."



Dass ich das noch erleben würde!

Dumm gelaufen für alle Linkspopulisten und Judenhasser, die stets das Gegenteil behaupteten.



Es ist ausserdem ganz offiziell vom Roten Kreuz festgestellt worden, dass in Gaza alles andere, als eine Hungersnot herrsche.



Es ist wie es ist: Eine der Organisationen, die diese “humanitäre Mission” organisiert hat, ist eine radikal-islamische türkische IHH. Diese Organisation hat sich öffentlich zur Unterstützung für Al-Kaida bekannt und unterhält enge Bindungen zur Hamas, der Terrororganisation, die die Kontrolle im Gazastreifen übernommen hat. Die, die Zerstörung Israels fordert und tausende Raketen und Mörser-Granaten auf israelische Zivilisten abgefeuert hat.



Diese sogenannte "Hilfsflotte für Gaza" ist nichts weiteres als ein Deckmäntelchen, das vertuschen sollte, um was es den Provokateuren eigentlich ging: Die Diffamierung Israels!

Natürlich ist Schadenfreude erlaubt, wenn die Türkische Regierung sich nach der angebrachten Empörung sich dann so der rechtsextremen Israelischen Regierung anbiedert.



Nur die Fakten scheinen keine Rolle zu spielen



http://english.aljazeera.net/video/middleeast/2011/06/20116248514672596.html



Besonders intelligent ist es nicht, weggen ein paar abgelaufener Medikamente die erste Flotille in Frage zu stellen. Manche Leute denken mit und lassen sich nicht einfach für dumm verkaufen. Damals gab es einen absoluten von Israel dokumentiert beabsichtigten Notstand zu erzeugen



www.huffingtonpost.com/2011/01/05/israel-gaza-collapse-wikileaks_n_804583.html



der von allen namhaften Hilforganisationen dann auch als solcher dokumentiert wurde.



Die erste Flotille hat mit der Selbstaufopferung der IHH Aktivisten (die ihre gefangenen IDF Soldaten nicht erschossen haben, während die IDF Kopfschüsse und Schüsse in den Rpücken zu verantworten hat) erreicht, dass die Not in Gaza gelindert wurde. Und zwar, indem mit der Selbstaufopferung die angeblich zivilisierten Staaten genötigt wurden, die zuvor tolerierte verbrecherische Aushungerung in Gaza zu verurteilen und Israel von seinem Verbrechen abzubringen.

Ohne Kommentar:



US-Student outet sich als syrische Bloggerin



Verfasser der Interneteinträge von “Amina Abdallah Arraf” lebt in Schottland



London – Ein US-Student hat sich als Verfasser der Interneteinträge eines von Tausenden verfolgten Blogs geoutet, in dem angeblich eine junge Frau aus Damaskus über das tägliche Leben und die Unruhen in Syrien schrieb. Der in Schottland lebende Tom MacMaster entschuldigte sich am Sonntag dafür, dass er im Netz als “Amina Abdallah Arraf” auftrat und vorgab, die “Gedanken einer syrischen lesbischen Frau über das Leben, das Universum usw.” zu verbreiten. Der Blog sorgte für Furore, weil er unter anderem über die Protestbewegung gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad berichtete – wie sich nun herausstellte, alles von MacMaster von Schottland aus geschrieben.



Der 40-Jährige ist an der Universität Edinburgh für ein Masterprogramm eingeschrieben. Auf seinem “Amina Abdallah Arraf”-Blog war Anfang vergangener Woche ein Eintrag von einem angeblichen Cousin der jungen Frau aufgetaucht, wonach diese auf offener Straße von drei bewaffneten Männern in ein Auto mit regierungsfreundlichen Aufklebern gezerrt worden sei. Dieser Eintrag alarmierte die Leser des Blogs. Sie sorgten sich um die Frau und gründeten unter anderem im sozialen Netzwerk Facebook die Seite “Befreit Amina Abdallah”, die innerhalb kürzester Zeit fast 15.000 Anhänger hatte.

(APA)

mal Ihren Blog einen Kommentar schenken

ich glaube als Jemenit kann ich Sie widersprechen und ich kenne die Lage besser als Sie, weil Sie Ihre Meinung durch die Medien,die Realität verdrehen,gebildet haben

Ali Saleh ist unser Präsident und wird es auch bleiben.

Ich gebe zu, Ali Saleh hat auch viele Fehler aber sie kennen seinen Gegner nicht, Sie sind 100 mal schlimmer und mit blauen Auge daraus zu kommen ist 100 mal besser als liegen zu bleiben.

und dass der Westen die Demokratie überall einsetzen will ist auch ein Fehler.

übrigens Ali Saleh wurde 2006 zum Präsidenten gewählt also unter Beobachtung westlicher Institutionen.

und was der Jemen ist eben gespaltet es gibt Tausende die den Präsident nicht mehr wollen aber auch genauso viel und mehr die den nur ihn haben wollen also dass eine Truppe mehr in den Medien als besser dargestellt wird,ist niemals ein Beweis,

also man sollte lieber die Wahrheit wissen.

Um zu den Fakten zurückzukehren:

-Die Radfahrer kamen aus Syrien, es gibt also keinen Grund für das böse Regime, die Leute jetzt im Libanon zu kidnappen und zurückzubringen.

- Auch Kfarzabad ist kein schiitisches Dorf und nicht im Einflussbereich der Hizbollah, wenn die Entführer tatsächlich dorthin fuhren

-Die Hizbollah unterhält nirgendwo im Bekaa Tal Strassensperren und die Syrer auch nicht, sondern nur die libanesische Armee.

- Im Bekaa fahren so viele Schrottkarren ohne aktuelle Nummernschilder und den ganzen Zauber. Ist auch kein Argument, dass da jetzt die Hizbollah extra nach Zahle musste, um ei paar Esten zu kidnappen. Das hätten sie auch schön in Baalbeck oder in Beirut machen können

-Last but not least gibt es Dörfer, die weder von der Hizbollah, noch von anderen Milizen, sondern nur von kriminellen Banden kontrolliert werden, wo Hasch angebaut wird und sonstiges Drogen und so geschmuggelt werden. Auch die Hizbollah geht dort nicht hin. Wer sagt Dir also, dass nicht solche Leute die Touristen eingesackt haben? Noch dazu, da es wohl eine Geldforderung gibt?



Zu den Iranern: Tatsächlich sind die drei Amerikaner wegen Spionage angeklagt

Natürlich bestreiten die USA, dass die drei Agenten sind, aber welche Seite ist denn glaubwürdig von beiden?

Tatsächlich führen die USA einen verdeckten schmutzigen Krieg im Iran mit Hilfe von Terrororganisationen wie Jundallah. Da mach Dir mal nichts vor.

Um bei den Fakten zu bleiben:

Die Esten wurden nicht auf irgendeinem Marktplatz entführt, sondern in einem Außenbezirk der Stadt Zahle, von wo sie ganz schnell in die Landschaft herausgefahren wurden (in einem Van ohne Nummernschilder, der eigentlich nicht so ganz problemlos durch die dort üblichen Straßensperren kommen sollte...). Und diese Region - das Bekaatal - steht nun mal im großen und ganzen unter Kontrolle der Hisbollah bzw. der Syrer. Interessant für die Syrienverbindung ist übrigens in welche Richtung die Kidnapper konkret gefahren sind:

"They were forced at gunpoint into the vans which headed toward the eastern Bekaa village of Kfarzabad near where there is a post for the Popular Front for the Liberation of Palestine-General Command (PFLP-GC)," the official told AFP, speaking on condition of anonymity.

Und was die amerikanischen Geiseln angeht: an der Stelle, wo sie entführt ("verhaftet") wurden, gibt es keine Minenfelder, es ist tatsächlich eine beliebte Ausflugsgegend in Irakisch-Kurdistan, und um in den Iran zu gelangen, muß man nur über einen kleinen Bach rüberspringen. Was übrigens kein Beweis gegen die Theorie ist, daß die Amerikaner möglicherweise Hobbyjournalisten waren, denen man versprochen hatte, sie heimlich nach Teheran zu bringen. Und? Die sitzen seit fast zwei Jahren im Knast. Selbst die iranische "Justiz" wirft ihnen nichts vor, außer dem illegalen Grenzübertritt - und das will schon etwas heißen.

Tja, trotz ihrer Abneigung gegen die Hizbollah sollten Sie doch bei den Fakten bleiben. Die Touristen wurden in Zahle entführt, der grössten Stadt bdes Bekaa. Zufällig eine christliche Stadt schon immer. Und eine Gegend, in der die Hizbollah noch nie "das Sagen" hatte.



Auch bei den amerkinaischen "Wanderen", die vesehentlich die irakisch iranische Grenze überquerten ist Vorsicht geboten. Einmal: komische Gegend um zu wandern, und dann auch noch trotz Minenfeldern und so, versehentlich auf den wenigen Wegen die Grenze überquert und im Iran gelandet. Daumen hoch, das soll ertmal jemand nachmachen

Herr Osten-Sacken, mir scheint, das Bashing von Herrn Sokolowsky ist Ihnen zur Obsession geworden: Ja, er hat dem Muslim-Markt ein Interview gegeben, ja, das war eine fragwürdige Entscheidung (nur, wo steht in dem Interview ein Satz, für den er sich schämen müsste?). Das haben wir ja inzwischen schon häufiger von Ihnen gelesen, wir wissen es langsam, ganz ehrlich! Zum aktuellen Konkret-Artikel: Meinen Sie wirklich, Gremliza würde Sokolowsky Konkret als Forum für Attacken auf die "welschen Juden" und "juedischen Kriegstreiber" anbieten? Sind Sie noch ganz bei Sinnen?

Und Ihrer Meinung nach schrieb Sokolowsky das ganze also, weil ihm "in seinem Leben der Erfolg (...) versagt blieb"? Bevor Sie sich mit Ihrer Obsession (auf Ihren Jungle World- und Konkret-Kollegen) weiterhin lächerlich machen, sollten Sie lieber langsam mal anfangen, Ihren eigenen Motiven auf den Grund zu gehen - jenen Motiven, die Sie dazu veranlassen, ständig Herrn Solokowsky zu denunzieren.

Ich wusste nicht, dass Angriffe, die auf das äußere Erscheinungsbild einer Person gerichtet sind, mittlerweile als Argumente durchgehen. Das einzige Argument, das er hat ist ein falsches Kant-Zitat und der Hinweis darauf, dass ein anderer ihn bereits vor ihm als Idiot bezeichnet hat. Dieser andere, Berater von Sarkozy, sowie der Präsident selbst sind Herrn Sokolowsky wohl lieber. Warum? Weil ein Konservativer, der in den Krieg zieht, das eigene Dogma nicht erschüttert und sich fein ins Weltbild einpasst. Er ist also eigentlich gut. Jemand der sich – welch Dreistigkeit – als linker Bezeichnet und dabei gegen den linken Mainstream schwimmt, ist dagegen ein Verräter, ein Judas, jemand der gar keine Inhaltliche Auseinandersetzung mehr verdient hat bei dem sich Kritik sich in Worten erschöpfen darf, mit denen man auf dem Schulhof eines Provinzgymnasiums zweifellos die Lacher auf seiner Seite hätte.

Herr Osten-Sacken, dass Sie Herrn Sokolowsky nicht mögen, ist schon länger bekannt. Leider haben Sie durch diesen Text nichts Darüberhinausgehendes produziert, denn Argumente enthält er nicht. Vielmehr versuchen Sie, den Leser_innen zu suggerieren, Sokolowsky hätte Lévy irgendwie antisemitisch kritisiert, und nebenbei zeichnen Sie ein persönlich untergriffiges Bild von ihm. Das ist ziemlich niederträchtig.

Jetzt halte ich Sokolowskys Text nicht für besonders gut, er enthält sogar ebenso persönliche Untergriffe wie der Ihre, aber er enthält wenigstens auch Argumente, nicht nur plumpe, substanzlose Anwürfe.

Am 25. April schossen bei der Invasion von Daraa syrische Soldaten aufeinander. “Battalions of the Fifth Division were protecting people, and returned fire when they were subjected to attacks by the Fourth Division“, wird Ausama Monajed von einer Oppositionsgruppe aus Syrien und dem Exil von The Boston Globe zitiert. )weiters auf meinem Blog)



The Boston Globe 29. April 2011

http://www.boston.com/news/world/middleeast/articles/2011/04/29/syrian_army_units_turn_on_each_other_amid_crackdown/



vgl. „Mutiny in the Syrian army?“ by Ammar Abdulhamid from AlJazeera 27. April 2011

http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/04/2011426115117817489.html

Libyen war reich und unabhängig. Nachdem das Land kaputt gebombt ist, wird der Wiederaufbau Kreditfinanziert sein. Somit eine neue Kredit-Kolonie.

Bitte mal den Deppenapostroph aus der Überschrift entfernen. Danke.

Fortsetzung..



Der Punkt ist, dass im Unterschied zu euch die Türkei und Erdogan ihre Außenpolitik nicht nach den Erdölfeldern der Länder anpassen, sondern mit nach anständigen ethischen Grundsätzen und den internationalen Gesetzen, die ihr ja mit Füßen getreten habt in Irak und Palästina.

Und jetzt spielt ihr die Moralapostel und die Samariter.

Wie lange klappt dieses Spiel was denkt ihr?

Ihr habt Gaddafi unterstützt und ihr habt Mubarak und Ben Ali unterstützt!

Das Volk unten hasst euch, weil ihr seit Jahrzehnten immer noch die Kolonialherren über käufliche Marionettendiktatoren im Nahen Osten spielt. Nur weil Erdogan nicht eure Heuchelpolitik vertritt, seid ihr sauer!!!!Im Gegensatz zur EU und USA wird die Türkei von den Völkern von Marokko bis Saudiarabien geliebt und respektiert.

Also hört auf die Türkei und Erdogan zu belehren!!

Herr Oliver lese ich wieder die westliche Borniertheit oder den Neid in ihren Zeilen?

Haben sie gedacht dass Erdogan den bellenden hund der EU spielen wird?

Wer unterstützte denn den Mubarak Jahrzehnte lang die EU oder Erdogan? Saudiarabien unterstützt ihr ja auch international!

Eure Heuchelei erkennt doch jedes 6 jährige Kind im Nahen Osten, deswegen seid ihr so unbeliebt.

Wenn es um Erdölfelder geht, ist es der EU und USA scheißegal, wenn sie Diktatoren als Freunde hofieren bzw gastieren.

Kaum sehen sie Widerstand vom Volk müssen sie natürlich reagieren, weil sie fürchten dass die nächste Autorität im Land die Erdölverträge mit ihnen nicht einhält und fallen ihren Diktatorenfreunden wie Mubarak und gaddafi in den Rücken. Auch das sehen wir !!

Johannes Heesters soll in einem Konzentrationslager vor Wachsoldaten aufgetreten sein (woran er sich nicht mehr erinnern kann). Nun ja, und der Faust hatte es mit dem Teufel. Das Problem ist also nicht neu. Die Aufgabe von Künstern ist es nun mal, in ihrer Kategorie überdurchschnittliches zu leisten. Für politische Studien bleibt da kein Raum. Bedauerlich, aber so ist es.

Faribors Marktanner sagt dazu (19.02.2011@21:57):
Hängen sie im Iran eigentlich auch schwule Außenminister?

ES HAT SICH SCHON HERUMGESPROCHEN, DASS GLEICHGESCHLICHER VERKEHR IN MULLAH-STAAT STRAFBAR IST. SO SIND DIE BRÜDER DARAUF ANGEWIESEN ALLES TUNLICHST GEHEIMZUHALTEN. SO SCHWER DÜRFTE ES IHNEN NICHT FALLEN.

DIE SCHWULEN amS WERDEN ENTWEDER ENTHALTSAM SEIN ODER HÖCHSTER DISKRETION ÜBEN. DIE RÄUME DER BOTSCHAFTSGEBÄUDEN FREMDER VÖLKER DORT UNTEN AM PERSERGOLF SIND ALLERDINGS GESCHUTZTE RÄUME.

ICH DENKE IM FALL EINES FALLES WIRD DISEER ODER ANDERER am ZUMINDEST NICHT ETWA AUCH NOCH WEGEN EHEBRUCH ZUR VERANTWORTUNG GEZOGEN WERDEN KÖNNEN. DENN HOMOEHE IST DORT IM mULLAHSTAAT AM PERSERGOLF EH UNGÜLTIG. SELBST IN AUSLAND GESCHLOSSENE.

GRUß

Schmeicheln Sie uns!

Falls Sie Ihre Wertschätzung für unsere Website ausdrücken möchten, können Sie dies mithilfe des Mikro-Bezahlsystems Flattr tun. Benutzen Sie einfach den folgenden Button:

Mehr Informationen auf flattr.com

RM16

Werden Sie ein Fan!

Jungle World
auf Facebook

Sie müssen sich nicht für Facebook registrieren, um unsere Seite zu betrachten. Na gut, dann …