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Thomas von der Osten-Sacken:War is evil, but ...
7. Februar 2012, 14.50 Uhr:

War is evil, but ...

von Thomas von der Osten-Sacken

In der taz von heute erklärt Micha Brumlik einmal mehr, was man auch schon im Falle des Irakrieges von der deutschen Linken zu hören bekam, dass nämlich

Angriffe von außen nach wie vor das beste Mittel dar(stellen), eine unzufriedene und auseinanderfallende Bevölkerung dazu zu bringen, die Reihen wieder fest zu schließen.

Dass es bislang die Deutschen alleine waren, die bis in den Mai 1945 die Reihen schlossen, in anderen Ländern dagegen Menschen sich ganz anders verhalten haben, wenn es zum Krieg kam, hätte man allerspätestens 1991 wissen können, als etwa im Irak Millionen von Menschen die Chance nutzen und gegen Saddam Husseins Regime rebellierten, sich nicht etwa gegen die Amerikaner wandten, sondern diese um Hilfe baten.

Warum im Iran nun es anders sein sollte, ist eine gute Frage, die sich in einem  Plädoyer gegen die herrschende westliche Appeasementpolitik auch Nial Ferguson stellt:

Please send me a list of all the regimes of the past 60 years that have survived such military humiliation. Saddam Hussein’s survival of Gulf War I is the only case I can think of—and we got him the second time around.

Ferguson macht sich für einen Militärschlag gegen das iranische Nukelarprogramm stark. Warum, begründet er in wenigen Worten:

The single biggest danger in the Middle East today is not the risk of a six-day Israeli war against Iran. It is the risk that Western wishful nonthinking allows the mullahs of Tehran to get their hands on nuclear weapons. Because I am in no doubt that they would take full advantage of such a lethal lever. We would have acquiesced in the creation of an empire of extortion.

War is an evil. But sometimes a preventive war can be a lesser evil than a policy of appeasement. The people who don’t yet know that are the ones still in denial about what a nuclear-armed Iran would end up costing us all.

Einer, der offenbar noch ganz “in denial” ist, heißt Micha Brumlik und schreibt in der taz Aufsätze, warum der Iran auf gar keinen Fall angegriffen werden sollte.

Gerade hat der oberste Führer (www.leader.ir) des Iran, das just for the record, einmal mehr klar gemacht, was sein Endziel ist:

A website with close ties to Iran’s supreme leader Ayatollah Ali Khamenei has outlined why it would be acceptable to kill all Jews and annihilate Israel.

Conservative site Alef has published a doctrine detailing why the destruction of the nation and the slaughter of all its people would be legally and morally justified. It warned that the chance to remove the ‘corrupting material’ of Israel must not be lost - and that it would only take nine minutes to wipe it out.

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